Es geht aufwärts!

Tag 247. Diese Woche ging es mir Tag für Tag besser. Meine Lust zum Krafttraining und zum Laufen/Wandern lugte voller Tatendrang um die Ecke. Das Leben geht weiter!

Am letzten Sonntag (Tag 241) spazierte ich um den Ententeich. Husten und Schnupfen traten nur noch gelegentlich auf. Zum Krafttraining war ich nach der Erkältung noch nicht in der Lage. Da musste so ein kleiner Spaziergang zur Belüftung der Lunge genügen.

Am Montag (Tag 242) ging ich wieder zum Ententeich (3,5 km). Anschließend turnte ich noch ein wenig auf dem Spielplatz, der völlig leer war. Abends radelte ich 5 km auf Stufe 2 mit dem Zimmerfahrrad. Ich fühlte mich schon viel besser. Mein kleines Pulsoximeter zeigte mir die Sauerstoffsättigung an. Schon bei ganz kleinen Zwischenspurts auf dem Rad sank sie unter 90 %. Die Folgen der Erkältung steckten noch in mir. Es wird noch etwas dauern. Aber auch das wird wieder werden.

Am Dienstag (Tag 243) radelte ich 5 km auf Stufe 2. Der Sauerstoff sank nicht mehr unter 90%. Husten und Schnupfen machten sich noch seltener bemerkbar. Na also, es wird wieder.

Am Mittwoch (Tag 244) spazierte ich warm eingemummelt um den Ententeich (3,5 km). Es fühlte sich gut an. Die Treppe am Ententeich lief ich vier mal hoch. Auf dem Ententeich schwammen ein paar Enten. In dem Teich sah ich seit langem mal wieder den riesigen roten Goldfisch. Also lebt er noch! Abends radelte ich 5 km auf Stufe 2 zur Entspannung.

Am Donnerstag (Tag 245) radelte ich am Morgen 5 km auf Stufe 2. Danach machte ich mich auf eine Reise an das andere Ende von Deutschland.

Am Freitag (Tag 246) radelte ich am Morgen 5 km auf Stufe 2. Bei meinem Bruder stand ein Zimmerfahrrad, so daß ich dort radeln konnte. Gegen Mittag war die Beerdigung unseres Vaters bei Sonnenschein. Er war mit 86 Jahren drei Wochen zuvor bei einem Italienurlaub verstorben. Die Beerdigung fand im Wald statt. Das war sehr schön. Jetzt bin ich Vollweise.

Am Samstag (Tag 247) spazierte ich morgens in aller Frühe zu meiner alten Schule. Dies war die heutige Sporteinheit. Danach fuhr ich mit dem Zug quer durch Deutschland und kam am frühen Abend nach Hause. Nun geht es mit vollem Elan in die neue Woche!

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Schnupfen macht frei!

Tag 240. „Du kannst doch alles machen, was Du willst!“, sagt mir jeder. Ha, Pustekuchen! Diese Woche habe ich Schnupfen und ein bisschen Husten. Ich fühle mich total schlapp. Früher hat mich ein Schnupfen nicht umgeworfen. Jetzt frage ich mich dauernd, ob ich zum Arzt gehen soll, ob ich die Medikation ändern soll, ob ich im Falle einer falschen Entscheidung eine Verschlechterung erleide u.s.w., u.s.w. Jeder chronisch Kranke kennt das. Gleichzeitig will ich den Schnupfen ausblenden und normal weiter machen. Dafür bin ich aber zu schwach. Wenn der Körper vorgeschwächt ist, braucht nur ein Schnupfen daherkommen und es haut einen um. Was mir jetzt hilft, außer Kamillentee und geduldiger Ruhe, ist die Zuversicht, daß ich wieder gesund werde und das Leben weiter geht. Es ist mein Leben und ich bin lebendig. Also freue ich mich daran. Und so ein Schnupfen hat ja auch was für sich. Ich kann lesen und rumbummeln ohne schlechtes Gewissen. Also Schluss mit den Sorgen, was werden soll. Solche Tage der Freiheit von „Soll“ und „Muss“ sind selten genug. Also, auf, hinein in den Genuss der Freiheit! Schnupfen macht frei!

Am letzten Sonntag (Tag 234) war die Einheit Brust und Rücken dran. Ich fühlte mich nicht so voller Elan, wie ich es mir gewünscht hätte.

Am Montag (Tag 235) war der Schnupfen da. Ich beließ meine sportliche Aktivität bei halbherzigem Dehnen.

Am Dienstag (Tag 236) unternahm ich einen netten Spaziergang zum Ententeich. Die Sonne schien und der Himmel war blau. Aber ich fühlte mich krank und so war nicht mehr als der kleine Spaziergang möglich. In der Nacht fand in meiner Nase die Fiesta bacillis statt. Im Radio wurde ich über Wohl und Wehe von Trump auf dem Laufenden gehalten.

Am Mittwoch (Tag 237) wurde mir nach der elenden Nacht klar, daß ich jetzt wirklich ganz entspannt sein kann. Es steht keine Entscheidung an, ob und wann ich Sport mache. Einzig und allein Entspannung und Zuversicht waren angesagt. Jeder Schnupfen geht irgendwann einmal zu Ende. Also Tee trinken und abwarten! Ich begab mich schon früh am Abend ins Bett in der sicheren Gewissheit, daß ich wohl nicht würde weiter zählen können. Aber nach kurzem, tiefem Schlaf stieg ich aus dem Bett und fuhr 5 km auf Stufe 1 mit dem Zimmerfahrrad. Dann ging ich wieder ins Bett und schlief weiter.

Am Donnerstag (Tag 238) ging es mir besser. Ich spazierte zum Ententeich. In dem Krimi, den ich gerade lese („Springflut“ von dem schwedischen Autorenpaar Cilla und Rolf Börjlind), trainiert der Held nach jahrelanger Sportabstinenz an einer Treppe, um wieder fit zu werden. Versuchsweise stieg ich langsam! die Treppe (36 Stufen) mehrfach hoch und runter. Als ich noch dachte, das wäre ein guter Wiedereinstieg ins Laufen, stellten Arbeiter in unmittelbarer Nähe der Treppe ihren Laubbläser an. Sie pusteten den verdammten Dreck des Sommers und die angefaulten Blätter des Herbstes durch die Gegend. Das mit dem Treppentraining war damit erst mal erledigt. Es wäre auch zu früh gewesen.

Am Freitag (Tag 239) lief die Nase kaum noch. Nur ein gelegentlicher Hustenanfall mahnte mich, vorsichtig zu sein. Ich spazierte zum Ententeich. Es waren sogar ein paar Enten anwesend. Die dortigen Treppen joggte ich langsam drei Mal hoch. Zu Hause lief ich unsere Treppe auch drei mal hoch. Zusammen waren das knapp 300 Stufen. Den Krimi „Die Springflut“ las ich bis zum Abend fertig. Ab Seite 115 wurde er immer spannender und der Schluss war sehr dicht und ging unter die Haut. Ich werde den nächsten Band „Die dritte Stimme“ lesen.

Heute, am Samstag (Tag 240), spazierte ich zum Ententeich. Die Sonne schien. Die Enten sonnten sich am Teich. Die Nase war frei. Ein, zwei Huster mahnten, es sei noch nicht vorbei. Ich fühlte mich leicht, aber nicht leichtsinnig, und zuversichtlich!

Radeln zum See, Juche!

Tag 233. Endlich wagte ich mich wieder hinaus! Am Mittwoch fuhr ich mit dem Rad durch den Sonnenschein zum See. Das war eine schöne Abwechslung, die ich dringend brauchte. Vor zwei Wochen wurde meine Medikation etwas umgestellt. Nun kann ich wieder besser atmen. Ich habe das richtig genossen. Locker und leicht zum See radeln und dabei in die Sonne blinzeln. Wie gut das tut!

Am letzten Sonntag (Tag 227) war nach dem Aufwärmen (5 km / Stufe 4) die Einheit Schultern und Brust dran. Ich fühlte mich relativ schwach. Ob es noch der Schnupfen von letzter Woche war, der da rumorte oder etwas anderes. Ich weiß es nicht. Es ist ja auch egal. Es gibt immer mal solche Tage. Abhaken und vergessen! Unsere Krähen schimpften morgens furchtbar. Wegen der Winterzeit kamen wir mit unseren Nüsschen eine Stunde zu spät! Frechheit, was sich die Menschen so erlauben! Als ich dann das Futter raus legte, flog der empörte Vogel mir fast gegen den Kopf.

Den Montag (Tag 228) habe ich morgens nach dem Aufwärmen (5 km / Stufe 2) mit Stretch und Relax eröffnet. Eigentlich wäre Beine und Core dran gewesen. Aber die Core-Muskeln murrten unzufrieden. Das fasste ich als einen Wunsch nach Dehnen auf. Diesen Wunsch erfüllte ich leichten Herzens. Und tatsächlich fühlte ich mich nach dem Dehnen wohl und erholt.

Am Dienstag (Tag 229) machte ich die Einheit Oberarme- und Unterarme. Das ist eine gute Einheit, wenn der Elan ein bisschen darnieder liegt.

Am Mittwoch (Tag 230) schien die Sonne vor strahlend blauem Himmel. Ich hatte Zeit und Lust. So pumpte ich mein Fahrrad auf und fuhr zum See. Es war herrlich. Die Luft war kühl, nur einmal wirbelte eine Windböe den alten Staub vom Sommer auf. Mein Körper hatte kein Problem, die 14 km zu bewältigen. Seit zwei Wochen nehme ich täglich zwei zusätzliche Hübe Flutiform. Das scheint sich zu lohnen, denn ich konnte recht gut atmen. Auch das Krafttraining hat sicherlich dabei geholfen, daß mir das Radeln nicht anstrengend vorkam. Abends machte ich nach leichtem Aufwärmen (5 km / Stufe 2) Stretch und Relax.

Am Donnerstag (Tag 231) ruhte ich mich aus und radelte nur 5 km auf Stufe 1. Ich gönnte mir quasi einen Feiertag. Es ging mir sehr gut und ich war so glücklich, daß mir die Radtour am Vortag so leicht gefallen war. Mein Rad, das ich immer einen Dampfer nenne, weil es so schwer ist, schien mir leicht zu sein. Und der Weg schien mir auch viel kürzer als ich ihn in Erinnerung hatte. Schon regte sich in mir die Idee, daß ich vielleicht nächstes Jahr mit dem Rad zum Schwimmen im See fahre. Warum nicht?

Am Freitag (Tag 232) schob ich noch mal die anstehende Einheit Beine und Core auf. Ich weiß nicht warum, aber irgendwie kam ich nicht in die Gänge. Abends raffte ich mich gerade so zu 5 km auf Stufe 1 mit dem Rad auf.

Heute am Samstag (Tag 233) wollte ich den Wochenbericht mit einer guten Nachricht beenden. Ich fuhr zum Aufwärmen (5 km / Stufe 2) mit dem Zimmerfahrrad. Anschließend machte ich die so lange aufgeschobene Einheit Beine und Core. Die Übungen fielen mir leichter als erwartet. Ich fragte mich, warum ich mich die ganze Woche vor dieser Einheit gegruselt hatte, warum sich wohl ein solch unerklärlicher Widerstand im Inneren erhoben hatte, obwohl ich wieder besser atmen konnte und sogar die Nase nicht mehr verstopft war. Die Menschenseele ist schon ein seltsames Ding. Was soll‘s. Ich habe den Widerstand überwunden. Und außerdem war ich diese Woche am See, Juhe!

Wie Wasser

Tag 226. Ein kleiner Infekt hatte mich zur Mitte der Woche hin angegriffen. Im Kampf gegen den Infekt folgte ich der militärischen Taktik des Generals Sunzi aus uralten Zeiten. Laut General Sunzi müsse militärische Taktik dem Wasser ähnlich sein; denn das Wasser strömt in seinem natürlichen Lauf von hohen Orten herunter und eilt bergab. Es bahnt sich seinen Weg entsprechend der Natur des Bodens, auf dem es fließt. Sunzi sagt: „Wie das Wasser erkämpft sich der Soldat seinen Weg entsprechend der Natur des Feindes, dem er gegenübersteht.“ Ich verhielt mich wie Wasser, das keine Form kennt und den Hindernissen ausweicht. Ich mied das Krafttraining als wäre ich Wasser, das ein Hindernis umfließt. Wie das Wasser sich ein weiches Bett sucht, suchte ich die leichten Radel-Einheiten und gestaltete die Tage entspannt. Der Körper konnte so mit aller Kraft den Infekt bekämpfen. Durch die Ausweich-Taktik des Sunzi konnte ich schnell meinen Weg zur Stärke weiter gehen und die Strategie, die zum Gesamtsieg führt, weiter verfolgen.

Am letzten Sonntag (Tag 220) wärmte ich mich auf Stufe 4 mit dem Fahrrad 6 km auf. Danach war Beine und core dran. Auf die vergangene Woche schaute ich mit Wohlgefallen zurück. Ich hielt gut durch und meine Stimmung war gut.

Am Montag (Tag 221) wärmte ich mich mit dem Rad auf (5 km auf Stufe 4). Danach machte ich die Einheit Brust und Arme. Auf die Hantel schraubte ich ein halbes Kilo mehr als in den letzten sechs Wochen. Es ging erstaunlich gut. Meine Laune war bestens und ich freute mich an meiner Kraft und am Leben. Draußen regnete es leise und nieselig. Ein grauer Tag. Die Luft war frisch und kalt. Endlich! Nach dem abendlichen Radeln (5 km auf Stufe 4) dehnte ich mit Stretch und Relax.

Am Dienstag (Tag 222) radelte ich beim Fernsehen 10 km am Stück auf Stufe 4. Das ging gut. Ich war glücklich.

Am Mittwoch (Tag 223), wir hatten endlich die Heizung angestellt, war die Nase verstopft und ich fühlte mich matt. Nach dem normalen Tagesgeschäft schonte ich mich und radelte 5 km auf Stufe 1. Danach ging ich mit „Die drei Sprünge des Wang-lun. Chinesischer Roman“ von Alfred Döblin ins Bett. Die Sprache ist knapp, rasant und bildhaft. Expressionistische Neuwortschöpfungen erfreuen den Leser. Zur Klarstellung sei noch gesagt, daß das Buch von Döblin gar nichts mit dem chinesischen General Sunzi zu tun hat.

Am Donnerstag (Tag 224) erwachte ich leicht verschnupft. Der Taktik des General Sunzi folgend schonte ich meinen Körper. Abends radelte ich 5 km auf Stufe 1.

Am Freitag (Tag 225) fühlte ich mich wieder etwas besser. Ich radelte 5 km auf Stufe 4. Danach machte ich die Einheit Sixpack und core. Ich schwitzte mehr als sonst und ließ teilweise die letzten Wiederholungen aus – ganz ohne schlechtes Gewissen, denn ich befolgte nur die Wasser-Taktik des großen chinesischen General Sunzi aus uralten Zeiten. Später entdeckte ich ein Video auf YouTube mit dem professionellen französischen Radler Guillaume Bonnafond. Für das Video fuhr er einmal den Berg normal hoch. Danach radelte er mit einer Maske über Mund und Nase, die eine Copd mit einer Obstruktion von 50% simulierte. Auch mit der Maske schaffte er den Berg – aber wie! Torkelnd und stöhnend. Oben angekommen sank er total erschöpft in die Polster des Begleitfahrzeugs und erzählte, er sei beinahe in Ohnmacht gefallen. Ha! Das habe ich mir immer gewünscht, mal zu sehen, wie ein voll aus trainierter Profi mit so einer Obstruktion zurecht kommt. Jetzt hasse ich die Leute noch mehr, die behaupten, Laufen fange überhaupt erst bei 7 km/h (8 Min pro Kilometer) an. Die sollen sich das Video angucken und dann sollen sie mir noch einmal ins Gesicht sagen, langsames Laufen sei kein Laufen! Was maßen diese Leute sich an!

Heute, am Samstag (Tag 226) waren Beine und Rücken nach der üblichen Radel-Einheiten (5 km auf Stufe 4) dran. Es ging ganz gut und so kann ich nächste Woche wieder frohgemut und voller Energie ans Werk gehen.

Kraft, Kraft – Löwenkraft!

Tag 219. Kraft, Kraft – Kraft, Kraft singt es in mir. Kraft, Kraft – Löwenkraft! Draußen herrscht weiter die staubige Dürre, auch wenn die Wetterprognostiker immer wieder Regen versprechen. Das Wetter hält sich einfach nicht daran! Da ist die Entdeckung des Split-Krafttrainings, das Dr. Daniel Gärtner dankenswerterweise über YouTube zur Verfügung stellt, für mich und meine Lunge geradezu die Rettung. Ohne diesen Kurs wäre ich glatt in Depressionen versunken oder ich hätte mir meine Lunge beim Joggen draußen vollends ruiniert. So überbrücke ich die Zeit bis zum nächsten Lauf mit Vergnügen. Ich stelle meinen Laptop in Augenhöhe und turne mit diesem grandiosen Sportler und seiner Gruppe. Das macht Spaß! Die Anleitung, damit man nichts falsch macht, könnte wohl bei einem Lehrer in Natur kaum besser sein. Also: Danke!

Am letzten Sonntag (Tag 213) wärmte ich mich 5 km auf Stufe 4 (von 8 Stufen) mit dem Zimmerfahrrad auf. Dabei legte ich keine Verschnaufpausen ein – auch keine Kurz-Spurts bis 30 km/h. Danach war Brust und Arme dran. Meine Hanteln belasse ich noch bei je 3,7 kg. Noch reicht mir die Belastung. Ich merke aber, daß es leichter wird. Die Liegestütze, bei denen die Füße auf dem Stuhl liegen, variierte ich. Meine Füße lagen diesmal auf einem Gymnastikball. Ich musste mehr schnaufen, weil die Koordination aller Muskeln und dazu zählen die Atemmuskeln eben auch, gar nicht so einfach ist.

Am Montag (Tag 214) wärmte ich mich mit dem Fahrradergometer 5 km auf Stufe 4 auf. Danach kam die Einheit Sixpack und core. Hier sind keine Hanteln vorgesehen. Ich hatte diese Übungen das letzte Mal an Tag 201 gemacht. Da waren sie mir eher leicht gefallen. Diesmal aber erschienen sie mir ziemlich anstrengend. Abends dehnte ich mich nach dem Aufwärmen (5 km / Stufe 2) mit Stretch und Relax.

Am Dienstag (Tag 215) holte ich neue Lungenfunktionswerte beim Arzt ab. Der FEV1 war zum dritten Mal bis auf die Nachkommastelle identisch mit der Messung zuvor. Wahrscheinlich hätte ich wie bei einer Schnapszahl einen ausgeben müssen. Der Atemwegswiderstand war erhöht. Das habe ich ja gemerkt, die Atmung ging nicht so gut. Na was soll‘s. Die Medikation wurde angepasst und so wird die Lungenfunktion weiterhin stabil bleiben – hoffentlich! Ja, ganz sicher, garantiert! Wieder zu Hause wärmte ich mich auf (5 km / Stufe 4) und widmete mich der Einheit Schultern und Brust. Abends dehnte ich mich nach nochmaligem Aufwärmen mit dem Fahrradergometer (5 km / Stufe 4) mit Stretch und Relax.

Am Mittwoch (Tag 216) ging es gleich am Morgen weiter mit Aufwärmen (5 km / Stufe 4) und der Einheit Beine und Rücken. Wie jede andere Einheit auch, wird diese mit einem kurzen Training für die Bauchmuskeln beendet. Dann kommt nur noch das Cool Down. Ich empfand die Bauchmuskelübung als extrem hart. Der Körper hält immer wieder eine Überraschung bereit. Dafür war das sonstige Training für mich anstrengend, aber durchaus machbar. Nach der Sommerpause bin ich jetzt in der neunten Woche, seitdem ich diese Trainingseinheiten ganz regelmäßig mache. Da hat sich schon etwas getan. Nicht nur optisch, sondern eben auch kraftmässig. Ich frage mich, wann ich das Gewicht erhöhe. Ein Teil von mir möchte das möglichst bald machen. Ein anderer Teil mahnt und warnt vor Übereilung. Welcher Teil wann gewinnt, wird sogar für mich selbst spannend sein. Abends widmete ich mich nach dem Aufwärmen (5 km / Stufe 2) dem Dehnen mit Stretch und Relax. Stufe 4 war mir zu anstrengend.

Am Donnerstag (Tag 217) wärmte ich mich wieder mit dem Radel auf (5 km / Stufe 4). Dann machte ich die Einheit Oberarme- und Unterarme. Der Trizeps am Arm fand die Turnerei extrem anstrengend. Die anderen Muskeln waren zufrieden. Abends widmete ich mich dann in aller Ruhe nach dem Aufwärmen (5 km / Stufe 4 ) Stretch und Relax.

Am Freitag (Tag 218) war mein fauler Tag. Ich fuhr abends gemütliche 5 km auf Stufe 1 mit dem Fahrrad. Ein Kurz-Spurt mit 40 km/h war trotzdem möglich! Das war‘s.

Heute, am Samstag (Tag 219) radelte ich wieder 5 km auf Stufe 1. Die lockende Stimme in meinem Inneren sang lauter als gestern Kraft, Kraft – Löwenkraft! Die Sportwissenschaft sagt aber: „Muskeln wachsen in der Pause!“. Deshalb geht es erst morgen wieder ans Werk! Und dann singt der ganze Körper wieder: „Kraft, Kraft – Löwenkraft, !“

Stufe 4

Tag 212. Es ist schon seltsam, daß der Körper gestärkt wird, wenn er belastet wird -außer den Ohren, denn die leiden ja unter Belastung. Manchmal muss ich mich zum Turnen aufraffen. Es lohnt sich aber sehr! Die körperliche Geschicklichkeit, die Gewandtheit und die Leichtigkeit verbessern sich spürbar. Die neugewonnene Kraft macht Spaß. Solange mir die Atmung nicht ganz so leicht fällt, ist das Krafttraining ein guter Ersatz für das Laufen. Was allerdings fehlt, ist die Freiheit, die das Laufen vermittelt.

Am letzten Sonntag (Tag 206) beschränkte ich mich auf 5 km mit dem Zimmerfahrrad. Ich stellte es auf Stufe 1. Der Besuch war weg und nun wirkte die Anstrengung der Woche nach. Ich gönnte mir diesen „Ruhe“-Tag.

Am Montag (Tag 207) kämpfte ich noch mit einer leichten Müdigkeit. Zog aber nach dem Aufwärmen mit dem Rad (5 km / Stufe 3) die Einheit Beine und core durch. Ich nahm sogar zu den „reverse Squat“, bei denen man mit einem Bein auf den Stuhl steigt und wieder runter, meine schweren Hanteln (3,7 kg). Das war schwer und ich musste nach 5 dieser Rückwärtskniebeugen eine Atempause einlegen. Die vorgesehenen 25, 20 und 15 pro Bein haben dadurch länger gedauert. Geschafft habe ich es aber trotzdem! Zum Stretchen konnte ich mich abends aber nicht mehr aufraffen. Der Core-Bereich des Körpers hatte durch die schweren Hanteln einen starken Reiz erhalten. Da wollte ich nicht noch das Dehnen drauf setzen. Einen heftigen Muskelkater kann ich nicht gebrauchen.

Am Dienstag (Tag 208) war ich immer noch müde und lustlos. Ich fuhr auf dem Fahrradergometer 5 km auf Stufe 1.

Am Mittwoch (Tag 209) machte ich die Einheit für Schultern und Arme. Vorher wärmte ich mich mit dem Zimmerfahrrad auf. Diesmal wählte ich für die 5 km Stufe 4 von acht Stufen. Bis jetzt bin ich nur einmal im April auf Stufe vier gefahren. Damals erschien mir das unendlich schwer. Diesmal war es schwer, aber mit Pausen könnte ich mir vorstellen, es wieder zu tun. Abends machte ich nach erneutem Aufwärmen mit dem Zimmerfahrrad (5 km / Stufe 3) Stretch und Relax.

Am Donnerstag (Tag 210) fuhr ich auf dem Zimmerfahrrad 5 km auf Stufe 1.

Am Freitag (Tag 211) wärmte ich mich wieder 5 km auf Stufe 4 mit dem Zimmerfahrrad auf. Danach war die Einheit Beine und Rücken dran.

Heute, am Samstag (Tag 212) hatten wir ein sättigendes Mittagessen. Da kam ich dann erst gegen Abend zum Aufwärmen mit dem Zimmerfahrrad (5 km / Stufe 1) und dabei beließ ich es. Die beiden Radtouren auf Stufe 4 in dieser Woche sorgten für einen fauchenden Muskelkater. Danach war Stufe 1 schon anstrengend.

Ausgebremst

Tag 205. In der Woche zuvor hatte mich ein Infekt etwas ausgebremst. Nach einem Tag fühlte ich mich besser. Aber ich wollte geduldig sein und mich schonen. So verfiel ich auf eine gute Idee. Ich fing nicht zu früh mit dem Krafttraining an, sondern entstaubte unsere Wohnung. Jetzt, da der Winter kommt und die Fenster wieder geschlossen werden, lauerte überall der Staub, den der Sommer durch die offenen Fenster hereingetragen hatte. Beim Entfernen des Staubes konnte ich die neugewonnenen Kräfte sinnvoll einsetzen. Das hat Spaß gemacht. Zusätzlich waren die drei Treppen zum Mülleimer mit schweren Zeitungsstapeln ein erstklassiges Training. Die Heizperiode kann beginnen. Kein Staubkörnchen wird mehr aufgewirbelt werden.

Am letzten Sonntag (Tag 199) fuhr ich einmal 5 km auf Stufe 1.

Am Montag (Tag 200) hatte ich den leichten Infekt besänftigt. Ich lief die Ententeichrunde (4 km). Erst war ich froh und es lief gut. Dann kam der Wind und die Atmung wurde schlechter. Der verdammte Staub knirschte zwischen den Zähnen.

Am Dienstag (Tag 201) wärmte ich mich mit dem Zimmerfahrrad 5 km lang auf Stufe 3 auf. Danach machte ich Einheit Sixpack und core. Da ich gut erholt war, fiel mir diese Einheit leicht. Die Übungen werden mit dem eigenen Körpergewicht durchgeführt. Ich konnte recht gut mithalten. Da wir diese Woche Besuch haben, habe ich abends nicht den Nerv zum Stretchen. Das muss ein paar Tage ausfallen.

Am Mittwoch (Tag 202) erfreute ich mich nach dem Aufwärmen mit dem Zimmerfahrrad (5 km / Stufe 3) an den Übungen für Schultern und Brust. Teilweise werden die Übungen mit Hanteln aufgeführt. Sie fielen mir nicht so schwer. Ich kann wohl bald ein weiteres halbes Kilo auf die Hanteln schrauben. Aber lieber warte ich noch ein bisschen. Denn die Gelenke und die Sehnen brauchen mehr Zeit als die Muskeln. Auch hier heißt das Zauberwort Geduld. Nachmittags gab es dann für den Besuch meinen legendären frischgebackenen Apfelkuchen.

Am Donnerstag (Tag 203) habe ich nach den 5 km auf Stufe 3 mit dem Zimmerfahrrad etwas für Beine und Rücken getan. Ganz leise keimte manchmal der Verdacht auf, daß die Atemnot zu einem Teil auch vom kraftlosen Körper kommt. Sicher kann ich das noch nicht behaupten. Ich bin gespannt, wie sich das nach längerer Zeit mit intensiverem Krafttraining entwickelt. Wobei ich glaube, daß ich keine Angst vor zu vielen Muskeln haben muss.

Am Freitag (Tag 204) ging ich spazieren (4 km). Es war ein Tag, an dem meine Atmung überhaupt nicht so wollte wie ich.

Heute, am Samstag (Tag 205) war nach dem Aufwärmen mit dem Zimmerfahrrad (5 km / Stufe 3) Brust und Arme dran. Die Atmung ging wieder etwas besser. Beinahe hätte ich nach dem schlechten Tag gestern, nicht geturnt. Aber ich dachte, versuch es wenigstens. Das war gut so. Denn ich kam gut zurecht und nach dem Turnen fühle ich mich immer sehr gut. Ab morgen wird dann auch wieder gedehnt.