Nur die Nase läuft

Tag 1725. Die Woche fing gut an. Dann kam der Schnupfen Hand in Hand mit Eiseskälte. Dem Schnupfen kann ich leider nicht weglaufen. Meine Lunge läßt sich von so einem kleinen Schnupfen zu sehr beeindrucken. Ihr fehlen die Reserven. Bleiben mir nur die Tugenden Ruhe und Gelassenheit zu trainieren. Eile mit Weile! Nur nichts überstürzen! Es wird alles wieder gut! Habe ich alles schon erlebt! Lese ich halt ein bisschen. Das macht ja auch Spaß.

Am letzten Sonntag (Tag 1719) begab ich mich auf die Badeseerunde (17 km). Die Luft war kalt, der Himmel grau. Kurz vor einem kleinen Ententeich nach knapp vier Kilometern spürte ich am Kopf einen seltsamen Wind. Ich schaute auf und zog sofort den Kopf ein. Ein Graureiher flog über mir und betätigte kräftig seine riesigen Flügel, um an Höhe zu gewinnen. Die langen Beine hätten beinahe meinen Kopf berührt. Nachdem der große Vogel über mich hinweg geflogen war, landete er einige Meter vor mir und schaute mich an als wollte er sagen: „Wollen wir den Sommer zusammen verbringen?“. Ich sagte: „Ich komme im Sommer oft an den See. Da sehen wir uns wieder.“ Ich war überglücklich über die Begegnung. Danke, großer Vogel!

Am Montag (Tag 1720) lief ich nur kurz .

Am Dienstag (Tag 1720) ging es wieder auf die Badesseerunde (18 km). Die Sonne strahlte. Die Luft war kalt. Der See war zugefroren. Am gegenüberliegenden Ufer stand ein nackter Mann, der das Eis aufhackte, um im See zu baden. Im Wald hallte das Gehämmer der Spechte und ein zarter Duft von Harz hatte sich ausgebreitet. Ein Tag zum Sonne Tanken. Yeah, herrlich!

Von Mittwoch (Tag 1721) bis heute, Samstag (Tag 1725) lief ich nur kurz. Ein Schnupfen und Eiseskälte hatten Einzug gehalten. Da hielt ich mich an einem Glas mit heißer Zitrone fest, turnte ein bißchen und trainierte, Gelassenheit an den Tag zu legen.

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Schneeflocken fallen

Tag 1718. An den Tagen 17121716 lief ich kurz. Ich war müde und mir war kalt. In meinem Kopf tönte Jakob van Hoddis:

Schneeflocken fallen. Meine Nächte sind

sehr laut geworden, und zu starr ihr Leuchten.

Alle Gefahren, die mir ruhmvoll deuchten,

sind nun so widrig wie der Winterwind.

Ich hasse fast die helle Brunst der Städte.

Wenn ich einst wachte und die Mitternächte

langsam zerflammten – bis die Sonne kam -,

wenn ich den Prunk der weißen Hure nahm,

ob magrer Prunk mir endlich Lösung brächte,

war diese Grelle nie und dieser Gram.

Am Freitag (Tag 1717) war mein Körper wieder etwas wärmer. Hoddis verklang. Der kurze Lauf fühlte sich gut an.

Heute, am Samstag (Tag 1718) wurde mir beim kurzen Lauf klar: Schluß mit Grelle und Gram! Neue Abenteuer im Wald und am See rufen! Morgen geht es wieder los!

Das ist doch nicht normal!

Tag 1711. An den meisten Tagen des Jahres fühle ich mich fast gesund. Aber es gibt eben auch Tage, da komme ich an meine Grenzen. Im Laufe der Woche wurde ich immer schwächer. Ich konnte schon gar nicht mehr in einem Zug über die Brücke laufen und auch an den Hügelchen meiner Laufstrecke kam ich ins Stocken. Mit heldenhafter Gewalt komme ich nicht über die Schlappheit hinweg. So muss ich wohl solange etwas kürzer treten, bis die Kälte abklingt und die Kraft zurückkehrt. Mein lieber Mann dichtet mir zum Trost dann solche Verse: „Laufen bis du nicht mehr kannst? Nein, pflege lieber deinen Wanst!“

Am letzten Sonntag (Tag 1705) turnte ich am Morgen. Abends lief ich die Parkseerunde (7 km). Das Turnen nach der Pause war schwer. Ich war richtig erschrocken, wie viel Kraft mir fehlte.

Am Montag (Tag 1706) lief ich die Parkseerunde mit Muskelkater (7 km).

Am Dienstag (Tag 1707) lief ich ebenfalls die Parkseerunde mit Muskelkater (7 km). Im Unterschied zum Vortag schien die Sonne und der Himmel war blau. Der Parksee war zugefroren. Alle Enten saßen still und aufgeplustert im Halbkreis. Die Haselnusssträucher blühten golden und die Eichhörnchen plünderten ihre Vorräte aus dem letzten Herbst.

Am Mittwoch (Tag 1708) lief ich wieder die Parkseerunde (7 km). Der Muskelkater war etwas weniger geworden. Der Himmel war blau. Die Sonne schien. Aber es war eiskalt. Die Enten hatten sich vom Eis entfernt und bibberten unsichtbar im Gebüsch.

Am Donnerstag (Tag 1709) ging es wieder auf die Parkseerunde (7 km). Der Muskelkater war fast weg. Wieder war der Himmel blau und die Sonne schien. Es war noch kälter. Ich fror, obwohl ich warm angezogen war. Morgens bekam ich ein neues Modem vom Internetprovider und so konnte ich endlich meine Feen-Uhr auswerten lassen. Die Parkseerunden der letzten Tage senkten mein Fitness-Alter auf dreißig Jahre. Ob die Fee in der Uhr fühlen kann, wie anstrengend die Parkseerunden bei der Eiseskälte für mich waren? An der Spannbetonbrücke musste ich auf halbem Wege pausieren. Ich hatte keine Kraft mehr. Das ist doch nicht normal!

Am Freitag (Tag 1710) lief ich nur kurz. Es war sonnig. Meine Atmung ging gut. Ich war trotzdem schlapp. So gönnte ich mir den kurzen Lauf.

Heute, am Samstag (Tag 1711) lief ich ebenfalls nur kurz. Irgendetwas setzt mir zu. Mit Gewaltläufen komme ich aus dem Tal der Schlappheit nicht heraus, auch wenn die Feen-Uhr mich immer weiter antreiben will. Ich werde nur noch schwächer und das ist ja nicht Sinn der Sache. Ich verordne mir jetzt mal selbst Teetrinken und Abwarten.

Die Sonne gibt es noch!

Tag 1704. Schneeglöckchen bimmelten den Frühling ein. Einmal vertrieb die Sonne das winterliche Grau. Der Himmel bewies dem schon verzweifelnden Auge, daß er blau sein kann. Das Herz lachte. Der Winter grummelte. Die Laufstatistik für Januar ist hier.

P.S.: Entschuldigung! Der Bericht kommt zu spät. Ich bin am Wochenende nicht in das Netz gekommen!

Am letzten Sonntag (Tag 1698) lief ich die Parkseerunde (7 km). Einmal wurde ich kräftig beregnet. Das machte nichts. Denn Gesellschaft leistete mir diesmal Vatanen, den ich gerade erst letzte Woche kennengelernt hatte. Vatanen war dem Buch „Das Jahr des Hasen“ von Arto Paasilinna entsprungen, einem finnischen Autor, den ich ebenfalls erst letzte Woche entdeckt hatte. Vatanen hatte als Journalist einen wilden Hasen nach einem Autounfall gerettet. Anstatt an seinen Schreibtisch zurückzukehren, erlebte er fortan zusammen mit dem Hasen die verrücktesten Abenteuer in der finnischen Wildnis. Empfindliche Gemüter sollten das Kapitel über den Raben überspringen.

Am Montag (Tag 1699) lief ich die Parkseerunde (7 km). Ein lauwarmer Frühlingswind stürmte mir erfrischend entgegen. Wild ließen sich die Büsche und Bäume vom Wind hin und her treiben. Die Schneeglöckchen nickten heftig mit ihren kleinen, weißen Köpfchen. Das Grau des Himmels machte klar, daß das noch kein Frühling war.

Am Dienstag (Tag 1700) lief ich zum Badesee (19 km). Es war wieder ein grauer Tag. Der Wind war deutlich kühler als am Vortag, aber nicht bissig. Im Wald war der Gesang der Vögel zu hören. Am Bauernhof saß ein Bussard oben auf einem Baum. Eine kleine Krähe flog eine Attacke. Der Bussard war aber mindestens dreimal so groß. Er guckte die kleine Krähe nur an. Die bog ab und flog nochmal einen Scheinangriff, der den Bussard wieder nicht beeindruckte.

Am Mittwoch (1701) lief ich die Parkseerunde (7 km). Es war grau und regnete. Ein frischer Wind pustete mir in das Gesicht. Ich sah blühende Krokusse, blühende Schneeglöckchen und kleine gelbe Blütlein am Boden. Zwischen den Spatzen tummelte sich ein Star. Die Vögel piepsten in den Bäumen, als der Regen nachließ. Abends las ich von Arto Paasalinna „Der Sommer der lachenden Kühe“ zu Ende. Verrückte Wildnis! Verrückte Finnen! Eigentlich sollte ich turnen, aber ich lese und kann nicht aufhören.

Am Donnerstag (Tag 1702) ging es über die Parkseerunde (7 km). Der Himmel war blau. Die Sonne lachte. Die Vögel sangen. Am Himmel zeigte sich eine Vogelgesellschaft in Keilformation, wahrscheinlich Graureiher. Immer wieder sah ich auf den noch kahlen Bäumen säuberliche neue Vogelnester. Beim Krähenpärchen auf unserem Balkon kochten auch schon die Frühlingshormone. Die kleinere, etwas gedrungene Krähe ist der Chef. Ich nenne sie „Ekel Alfred“. Denn zu normalen Zeiten hackt sie der wohlproportionierten, großen und schlanken Krähe auf den Kopf, wenn sie sich am Futter bedient, bevor das Ekel sich vollgestopft hat, oder stellt ihr laut krähend nach, wenn sie mit erbeuteter Speise von dannen fliegt. Nun aber überlässt die etwas stämmig geratene Chefkrähe der schönen Krähe galant etwas Futter und schubst sie höchstens unter Einsatz des ganzen Körpers bei Bedarf etwas zur Seite, was fast zärtlich wirkt.

Am Freitag (Tag 1703) war das Wetter klar. Eine Erkältung kratzte unverschämt in meinem Rachen. Mit heißem Zitronensaft und Tee half ich meinem Immunsystem. Abends ging es mir schon besser. Trotzdem lief ich nur kurz. Ich las „Der wunderbare Massenselbstmord“ von Arto Paasalinna zu Ende. Warmherziger Irrsinn! So einen Blick auf die Welt möchte ich auch haben.

Heute, am Samstag (Tag 1704) lief ich die Parkseerunde (7 km). Die Erkältung war so schnell und heftig wie sie gekommen war auch wieder verschwunden

 

 

 

Es fängt gut an.

Tag 1697. Der Winter ist mild. Die Vögel üben schon ihre Frühlingslieder. Das Laufen ist leicht und die Atmung geht gut. Die Tage werden länger. Das Jahr fängt gut an.

Am letzten Sonntag (Tag 1691) lief ich nur kurz.

Am Montag (Tag 1692) lief ich zum Badesee (19 km). Die Luft war kalt. Das Wasser war teilweise gefroren. Auf dem Rückweg flog eine keilförmig geordnete Schar Graureiher am Himmel. Vor ein paar Tagen hatte ich schon einen einzelnen Graureiher am Himmel gesehen. Für Januar ist das ungewöhnlich. Die Feenuhr schätzte nach diesem Lauf mein Fitness-Alter auf 33 Jahren. Puh!

Am Dienstag (Tag 1693) lief ich die Parkseerunde (7 km). Es war kalt und nebelig. Einmal schaffte die Sonne beinahe den Durchbruch. Dann kam aber sofort eine Nebelbank herbeigeschwebt und es wurde wieder dunkelgrau. Erstaunlicherweise macht mich auch solches Wetter froh.

Am Mittwoch (Tag 1694), Donnerstag (Tag 1695) und Freitag (Tag 1696) lief ich nur kurz. Denn ich hatte mich festgelesen. Diesmal war es „Das Marsprojekt“ von Andreas Eschbach. Das ist ein fünfbändiges Jugendbuch. Die Geschichte spielt auf dem Mars, der gerade erst besiedelt wird. Sehr spannend!

Heute, am Samstag (Tag 1697) lief ich zum Badesee (19 km). Für einen Wintertag war das Wetter mild. Der Himmel war grau. Die Atmung ging gut. Überall im Wald hörte ich Vogelstimmen. Ein Bussard thronte auf einem Baum am Rande des Sumpfes. Ich sprach den Bussard an. Er schaute zu mir herab, wollte aber nichts mit mir zu tun haben. Er breitete seine Schwingen aus und segelte gelassen davon.

Täglich Pilgern

Tag 1690. Laufen, die Gedanken fliegen lassen, mit der Welt, die einen umgibt, verschmelzen hat etwas magisch mystisches. Der ökonomisierte, rationalisierte, kontrollierte, zivilisierte, politisierte und ich weiß nicht was noch …ierte Alltag verschwindet aus dem eigenen Kopf. Man schreitet durch die Welt und ist so sehr in der Welt wie selten. Und, so widersprüchlich das ist, fühlt man zugleich die Freiheit von der Welt. Zurück zu Hause stellt man fest, daß eine Aufräumaktion im eigenen Inneren stattgefunden hat und man ist wieder offen für den Alltag.

Am letzten Sonntag (Tag 1684) lief ich die Parkseerunde (8 km). Ich lief einen Kilometer mehr, weil meine Feenuhr drängte, damit ich mein Fitness-Alter weiter verbessere. Dann war ihr aber der eine zusätzliche Kilometer nicht genug. Der Lauf war erfrischend. Die Sonne schien. Die Luft war kalt. Viele Menschen genossen den schönen Wintertag. Im Sonnenlicht wirkten die Fruchtstände der Haselsträucher noch dicker als an grauen Tagen. Abends absolvierte ich Tag 3 der ersten Woche im Einsteigerprogramm.

Am Montag (Tag 1685) turnte ich gleich am Morgen. Später lief ich die Parkseerunde (7 km). Das war schwer. Ich hätte wohl zwischen beiden Aktivitäten statt den Wocheneinkauf zu erledigen, etwas essen sollen. Mit leeren Kohlehydratspeichern ist der Körper nämlich bleischwer.

Am Dienstag (Tag 1686) lief ich die Waldseerunde (15 km). In der Nacht hatte ich die letzten hundert Seiten von Rachel Joyce „Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry“ gelesen. So war ich nicht nur müde, sondern in Gedanken begleiteten mich Harold, die todkranke Queenie und Maureen. Harold wollte eigentlich nur einen Brief an Queenie einstecken. Dann dachte er: „Ach, gehe ich doch zum nächsten Briefkasten.“ So ging er weiter bis Harold in neunzig Tagen an das andere Ende von Schottland gelaufen war, um dort an der Tür von Queenie zu klingeln. Für die ganze Geschichte brauchte ich gut zwei Päckchen Tempotaschentücher. Es war so rührend. Am liebsten würde ich nicht mehr vom täglich Laufen sondern nur noch vom täglich Pilgern reden. Wie Harold beim Laufen seine innere Welt entdeckt, wie er Freiheit und Frieden innen und außen erlangt, ist eine Variation dessen, warum ich das tägliche Laufen so schätze. Schluchz!

Am Mittwoch (Tag 1687) lief ich nur kurz. Vorher hatte ich Tag 4/Woche 1 geturnt. Es schneite gerade und die Landschaft war mit einem weißen Hauch überzogen. Schön!

Am Donnerstag (Tag 1688) lief ich kurz.

Am Freitag (Tag 1689) lief ich zum Badesee (19 km). Erst fühlte ich mich elend. Aber nach ein paar Kilometern wurde ich immer glücklicher. Das Wetter war grau. Im Wald war ich fast allein, was ich sehr genossen habe. Ein Bussard überquerte meinen Weg. Ein kleiner Buntspecht krallte sich an einen Baum und schaute zu mir her. Als ich zurück in die Stadt kam, hörte ich schon von Weitem das „Hallo!“, das die Krähen von den Dächern jubelten.

Heute, am Samstag (Tag 1690) turnte ich am Morgen. Danach lief ich die Parkseerunde (7 km). Erst schneite es, dann schien die Sonne. Der Schnee blieb nicht liegen. Die Vögel zwitscherten und wieder kam eine Ahnung von Frühling auf, auch wenn die Luft noch winterlich kalt war.

Verrücktes, graues Scheißwetter

Tag 1683. Ich berauschte mich am kühlen Grau dieser Laufwoche. Ich war frei und glücklich, während die kalte Winterlandschaft an mir vorbei flog. Das Laufen war anstrengend und ich fühlte mich stark und lebendig. Ich spürte die Landschaft, den Boden, auf dem ich lief, die kalte Luft, die mich berührte. Ja, die Seele sang ihre Lieder und gab den Rhythmus vor. Ich nahm wieder ein Krafttraining auf. Jahr, Du fängst gut an!

Am letzten Sonntag (Tag 1677) lief ich zum Badesee (17 km). Ein kalter Wind pfiff. Der Himmel war bedeckt. Es regnete nicht. Der Weg war eine schöne Abwechslung zur Parkseerunde. Die steilen Teile des Weges hatte ich in unangenehmer Erinnerung. Jetzt waren sie anstrengend, aber nicht schlimm. Der Blick über den See erfüllte mich mit Wehmut. Bis zum Sommer dauert es noch ein Weilchen. Einstweilen war der See von kahlen Bäumen umstellt. Sie sahen aus wie Soldaten, denen man die Uniform geklaut hat. Aber keine Angst Jungs, ihr bekommt eure Kleider bald zurück.

Am Montag (Tag 1678) lief ich die Parkseerunde bei Sonnenschein (7 km). Der Wind war so eisig, daß die Sonne keine Wärme ausstrahlte. Die Atmung ging auf den ersten drei Kilometern sehr gut. Danach setzte mir die Kälte zu.

Am Dienstag (Tag 1679) ging es wieder auf die Parkseerunde (7 km). Die Sonne schaute hinter einem dünnen Schleier zu. Wieder war es sehr kalt. Diesmal erholte sich die Atmung während des Laufes.

Am Mittwoch (Tag 1680) konnte man am Morgen die Hand nicht vor den Augen sehen, so dick war der Nebel. Solcher Nebel plus die Kälte stört mich beim Atmen ungemein. So nutzte ich die Gelegenheit, um endlich wieder in das Krafttraining einzusteigen. Aus dem Einsteigerprogramm von Mark Lauren, Fit ohne Geräte, turnte ich Tag 1 in Woche 1. Am späten Nachmittag hatte sich die Sonne endlich durch den Nebel gefressen. Als ich zur Parkseerunde (7 km) aufbrach, war schon wieder Nebel und es wurde dunkel. Unterwegs hoppelte ein Karnickel über meinen Weg.

Am Donnerstag (Tag 1681) turnte ich Tag 2. Danach lief ich die Parkseerunde (7 km).

Am Freitag (Tag 1682) lief ich die Parkseerunde (7 km). Ich lief mich in einen Rausch. Es war kalt und grau. Die Atmung ging gut. Weiter, weiter laufen, im Rhythmus bleiben. Juhu! Ein zehnjähriger Junge sprang mir in den Weg und sagte auf englisch: „Hey, kleine Biene!“. Er lachte etwas irre und gab den Weg frei. Verrücktes, graues, Scheißwetter!

Heute, am Samstag (Tag 1683) lief ich die Parkseerunde (7 km). Es war kalt und grau. Ich lief vorsichtig, denn ich hatte einen Kater vom Turnen und vom Laufrausch.