Baustelle

Kurz anmerken wollte ich, daß der Blog noch eine Baustelle ist und ich gerade anderweit viel zu tun habe. Außerdem muß ich sagen, daß ich  ohne Tiotropium jetzt schon seit 9 Tagen gut klar komme. Betamimetika brauche ich selbstverständlich noch und auch ein bisschen Cortison. Mein neues  Ziel ist, das Lauftempo zu erhöhen. Ich werde berichten.

Advertisements

Diagnose Copd

Die Zeit vor der Diagnose war entsetzlich. Ich  graulte mich davor, die eigene Wohnung zu verlassen, weil ich  wußte, daß ich mich die Treppe auf dem Rückweg hinaufquälen würde. Ja, ich kenne es, wenn man nach Atem ringt und das Gefühl hat, es bewegt sich in der Lunge nichts. Ich kenne es, wenn die Fingernägel blau werden. Und noch entsetzlicher ist es, wenn dann der eigene Ehemann und sein bester Freund einen Arzttermin vereinbaren, weil sie es nicht mehr mit ansehen können. Und das aller entsetztlichste ist der Moment, wo man pusten soll und es pustet nicht. Die Arzthelferin kann es nicht glauben, die Ärztin guckt unter den Tisch und murmelt irgendetwas von sehr, sehr krank. Die Welt bleibt in diesem entsetzlichen Moment einfach stehen und man fühlt nichts, absolut nichts. Ok, das ist der Moment, den alle Betroffenen kennen und ab jetzt ging es bei mir aufwärts !

Der entsetzliche Moment

Die Zeit vor der Diagnose war entsetzlich. Ich  graulte mich davor die eigene Wohnung zu verlassen, weil ich  wußte, daß ich mich die Treppe auf dem Rückweg hinaufquälen würde. Ja, ich kenne es, wenn man nach Atem ringt und das Gefühl hat, es bewegt sich in der Lunge nichts. Ich kenne es, wenn die Fingernägel blau werden. Und noch entsetzlicher ist es, wenn dann der eigene Ehemann und sein bester Freund einen Arzttermin vereinbaren, weil sie es nicht mehr mit ansehen können.

Und das aller entsetztlichste ist der Moment, wo man pusten soll und es pustet nicht. Die Arzthelferin kann es nicht glauben, die Ärztin guckt unter den Tisch und murmelt irgendetwas von sehr, sehr krank. Die Welt bleibt in diesem entsetzlichen Moment einfach stehen und man fühlt nichts, absolut nichts.

Ok, das ist der Moment den alle Betroffenen kennen und alle lernen schnell, daß die Medikamente ziemlich viel Freiraum verschaffen. Ich konnte die Treppe wieder steigen, ich habe Mut gefasst und ich habe angefangen zu radeln und dann zu joggen.

Langer Lauf

Ohne Anticholinergicum ging es genausogut wie mit ! Ich hatte einen 2 ½ Stunden Lauf. Die letzte halbe Stunde fiel mir schwer, weil ich weiter gelaufen war als geplant: Es war so schön im Regen durch den Wald zu laufen. Außer einigen Hundebesitzern und einer Joggerin war himmlische Ruhe. Das Atmen fiel mir erstaunlich leicht. Ich habe sogar das Tempo variiert nach Lust und Laune. Falls jemand da draußen überlegt, ob er mit copd joggen sollte, kann ich nur laut „Ja, versuch es!“ rufen. Ich laufe jetzt seit 25 Wochen und meine Leistungsfähigkeit hat sich so gesteigert, daß ich nach jedem Lauf vom Glücksgefühl und Staunen den ganzen Tag noch beschwingt bin.

Es geht ohne Anticholinergicum

Beitrag gelöscht am 3. Dezember 2017

Begründung:

Gegenüber dem alten Beitrag habe ich meine Ansichten über Medikamente geändert: Wenn sie helfen, dann nehme ich sie. Spiriva, ein Anticholinergicum, verschafft mir Freiheit. Es erleichtert mir das Atmen beim Sport. Ich kann leichter Ausatmen. Also nehme ich es inzwischen täglich. Es lohnt sich nicht, mit Atemnot durch die Gegend zu rennen, nur ich an Medikamenten „sparen“ will.

Wenn ihr über eure Erfahrung mit Medikamenten berichten wollt, würde ich mich freuen, wenn ihr über die Kommentarfunktion erzählt, was euch hilft und wie ihr mit den Medikamenten umgeht.

 

 

Am Anfang braucht man Mut

Sollte irgendjemand da draußen überlegen, ob er es mal mit Joggen versucht: Macht es, habt Geduld und vor allem: habt Mut zeitlupenmässig langsam zu laufen. Heute ist ein Reiher mit unglaublich gelben Beinen direkt vor mir auf dem Weg gelandet, hat mich umtanzt und ist dann ins Gebüsch abgezogen. Ok, mag sein, daß ich nicht schnell laufen kann, aber von diesem wunderbaren Moment an lief ich leicht und locker als gäbs keine Enge der Atemwege. Gut, zugegeben, zwischendurch – ich bin heute 95 Minuten gelaufen – kam die Atemnot immer mal zurück, die meiste Zeit aber war es leicht, das Laufen.