Darf ich das?

Tag 121. Für mich ist die Umstellung auf die neuen Übungen hochinteressant. Ich decke Schwächen auf und ich erkenne Stärken. Es macht Spaß, den eigenen Körper immer wohnlicher zu machen. Mir geht es gut damit! Die Turntage machen mich glücklich. Ich spüre, wie die Kraft wächst und die Schwäche weicht. Es fühlt sich gut an, der Krankheit ein Schnippchen zu schlagen. Aber darf ich so viel Zeit mit meinem eigenen Körper verbringen. Darf ich das? Bin ich zu egozentrisch? Kreise ich nur um meine eigenes Wohlbefinden und vergesse die Sorgen der Welt? Reicht es, daß ich niemandem schade? Fragen über Fragen auf die ich auch keine Antwort weiß. Sobald sich der Körper angepasst haben wird, wird sich zeigen, daß die Übungen nicht mehr im Zentrum stehen. Das Leben wird sich nach einiger Zeit wieder normalisieren. Solange werde ich die Entwicklung genießen und mir den Spaß gönnen.

Am letzten Sonntag (115) machte ich morgens die Übungen mit den einbeinigen Kniebeugen. Am Abend war dann Beine und Core dran. Nach 30 Minuten wurde ich unterbrochen und verschob den Rest auf den nächsten Tag.

Am Montag (Tag 116) beendete ich die Beine und Core Übungseinheit. Das war anstrengend. Die Core-Übungen fallen mir nicht schwer. Aber dieses Auf und Ab auf einem Bein mit Theraband oder Hanteln fiel mir schwer. Dafür hatte ich mit dem Gleichgewicht keine allzu großen Probleme.

Am Dienstag (Tag 117) war dann Entspannung am See angesagt (19 km). Der Wald war sehr trocken. Es roch angenehm nach Harz. Die schattenspendenden Blätter waren satt grün. Die Luft war noch kühl und feucht. Am See stand ein kleiner Graureiher – wobei was heißt klein? Der Graureiher geht mir immerhin bis zur Hüfte, wenn wir beide stehen. Der Graureiher versteckte sich im Gebüsch und wir beobachteten einander. Zum Baden war mir an diesem Tag nicht zu Mute, also ging ich frohgemut wieder nach Hause.

Am Mittwoch (Tag 118) widmete ich mich den Übungen für Brust und Rücken. Während der Übungen ballten sich draußen dicke Wolken zusammen. Der erhoffte Regen kam erst in der Nacht. Es regnete kräftig und über mehrere Stunden. Etwas besseres konnte nicht passieren. Immerhin hatte es seit April erst einmal und nur recht wenig geregnet.

Auch am Donnerstag (Tag 119) regnete es weiter. Ich übte Sixpack und Core. Das beanspruchte meine Muskeln stark. Es machte wirklich Spaß. Wenn ich dabeibleibe, wird der Gewinn für die Atemmuskeln auch groß sein, glaube ich. Diese Kraftübungen verlangen eine kontrollierte Atmung. Und es ist gar nicht so leicht, das Zwerchfell bei der Einatmung zu entspannen, aber gleichzeitig die Bauchmuskeln anzuspannen.

Am Freitag (Tag 120) ging es wieder hinaus zum See in die Natur (19 km). Diesmal kam ich mit einem kräftigen Muskelkater zurück. Ah ja, die Vorbelastung plus 19 km zu Fuß erzeugt Muskelkater.

Heute, am Samstag (Tag 121) hindert mich der Muskelkater am Krafttraining. Auch dehnen ist bei Muskelkater keine gute Idee. Ich ziehe es daher vor, auf Stufe 1 immer mal wieder über den Tag verteilt insgesamt 10 km auf dem Fahrradergometer zu fahren.

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Entdeckerlaune!

Tag 114. Die gärtnerischen Videos versetzten mich in Entdeckerlaune. Ich habe Reserven in meinem Körper entdeckt, die ich wie Schätze heben kann. Und wieder ist Geduld gefragt. So schnell entwickeln sich Kräfte nicht. Das dauert! Aber es macht Spaß, wenn sich hier und da ein erste Verbesserung einstellt. Wenn der eine oder andere Hügel kürzer wird, wenn die eine oder andere Übung plötzlich doch nicht so schwer ist, freut sich der Mensch. Also dranbleiben, weiter machen und auch kleine Erfolge genießen. Die Kraft macht‘s! Aber ohne Spaß ist alles nichts, also immer gemach!

Am letzten Sonntag (Tag 108) versuchte ich mich vormittags an dem Video Beine und Rücken. Ich verwendete ein Theraband. Das war sehr anstrengend, hat aber großen Spaß gemacht. Schon an Tag 103, als ich mich am Video Brust und Rücken versuchte, hatte ich den leisen Verdacht, daß ich eine Schwäche im Rücken habe. Das hat sich bei diesen Übungen bestätigt. Zwischen den Schulterblättern bin ich schwach. Seltsam! Auch meine Beine sind enttäuschend schwach. Also gut, es ist nicht so schlimm. Aber ich musste kämpfen. Das hatte ich so nicht erwartet. Das zeigt mir, daß ich noch riesige Reserven habe, um meine Probleme mit der Lunge zu kompensieren. Also weiter, weiter lieber Körper, trage mich durch die Welt!

Am Montag (Tag 109) war ich am See (19 km). Es war ein kühler Morgen. Der Himmel war blau und die Sonne schien. Die Wassertemperatur war knapp 20 °C. Ich schwamm nur kurz. Es wurde mir schnell kalt.

Am Dienstag (Tag 110) beschränkte ich mich auf die kurze Baucheinheit und am Mittwoch (Tag 111) auf die drei Übungen, bei denen auch die Übung mit der einbeinigen Kniebeuge ist und die ich seit Februar 2017 mache. Meine Beine waren noch müde von den ungewohnten Übungen am Sonntag.

Am Donnerstag (Tag 112) war ich sehr früh am See (19 km). Ich war noch vor der angekündigten Hitze wieder zu Hause. Die Menschen schliefen fast alle noch. Der frühe Morgen war kühl. Die Vögel besangen lautstark den schönen Tag. Das Wasser im See war kalt und erfrischend. Die Wasserqualität nimmt allerdings von Mal zu Mal ab. Das Wasser war schon ganz grün und roch etwas muffig. Die Hitzeperiode dauert schon zu lang.

Am Freitag (Tag 113) war mein Körper müde. Ich machte die drei Rumpf-Stabi-Übungen, die ich seit Februar 2017 mache. Damals musste ich das Laufen für eine ganze Weile drastisch reduzieren, bis ich mich an diese Übungen gewöhnt hatte. Die neuen Übungen erfordern wieder eine vorübergehende Zurückhaltung beim Laufen. Ob man nun die Übungen mit dem eigenen Körpergewicht, mit dem Theraband oder mit Hanteln durchführt – es ist egal. Wie ich das gestalte, muss ich in den nächsten Wochen erproben. Ich bin schon ganz neugierig, wie sich alles entwickelt. Wieder werde ich Neuland betreten, das erobert werden will. Auf ins Abenteuer!

Heute, am Samstag (Tag 114) testete ich das Video von Dr. Gärtner für Schultern und Brust. Für die meisten Übungen war mein Theraband zu stark. So benutzte ich meine 1,5 kg leichten Hanteln. Und das genügte bei den Übungen, bei denen das Theraband zu schwer war. Ich freue mich schon auf die nächsten Wochen und auf das, was die Übungen bewirken.