Alles ist gut!

Tag 480. Am letzten Wochenende bin ich am Samstag (Tag 472) 14 km zum See gelaufen. Nachdem ich den See umrundet hatte, setzte ich mich kurz auf einen Baumstamm am See. Plötzlich drang ein Gemurmel wie im Theater kurz bevor die Vorstellung beginnt an mein Ohr. Es hatten sich ca. 30 Leute am Ufer versammelt und alle schauten der Sonne zu, die hinter den Baumwipfeln verschwand. Es erhob sich ein zarter Nebel über dem See und es wurde kühl und jeder ging wieder seiner Wege. Meine Atmung fühlte sich übrigens nach dem Laufen viel leichter an als nach dem Schwimmen. An Tag 473 bin ich nur kurz gelaufen, habe aber das erstemal seit langem wieder Krafttraining für Läufer gemacht. Ok.: Meine Kraft ist unbestreitbar ausbaufähig. Da muß ich unbedingt dran bleiben. Am Montag (Tag 474) war ich wieder am See (14 km). Diesmal strich ein Wind über den See und auf den Wellen blinkte der Widerschein der Sonne. Schön! Schnupfen und Husten blieb zu Hause bei meinem Mann. Mir ging es gut. Nach einem kurzen Lauf am Dienstag (Tag 475) fühlte ich mich am Mittwoch (Tag 476) richtig gut. Es war schön kühl und mein Lauf zum See verging wie im Flug. Der Körper scheint sich an die Entfernung von 14 km+ zu gewöhnen. Ich nahm ein paar Treppen und Steigungen mit, die ich bisher vermieden hatte. Juhu! Vor zwei Jahren hätte ich mir das nicht einmal vorstellen können. Am Donnerstag (Tag 477) bin ich wieder kurz gelaufen. Zum Krafttraining konnte ich mich nicht aufraffen. Ich hatte noch vom Sonntag Muskelkater. In der Nacht zum Freitag lag ich lange hellwach im Bett. Mist. Freitag (Tag 478) bin ich nur kurz gelaufen. Am Samstag (Tag 479) dafür gleich nach dem Frühstück 18 km. Mein Mann hatte gestern daran erinnert, daß ich als mein Ziel entspanntes Laufen zu nennen pflege. So habe ich mich darauf konzentriert entspannt zu laufen. Es ging weder um wie schnell noch um wie weit und auch nicht um krank oder gesund. Es ging nicht um Herzfrequenz oder Sauerstoffsättigung. Einfach nur locker laufen und während des Laufens entspannt bleiben. Jawohl, das war gut. In mir jubelte und sang es: Alles ist gut!

Advertisements

Laufen und Schwimmen

Tag 472. In der Woche vom 8. zum 14. September war meine bisher anstrengendste Laufwoche. An den Tagen 460, 462, 464, 466 bin ich jeweils 14+ km gelaufen. Der letzte Kilometer an Tag 466 war gewohnt langsam aber bei einer Herzfrequenz von 202. Das war eindeutig zu viel. In der folgenden Woche vom 15. bis 21. September (Tag 467473) bin ich sehr wenig gelaufen und war dreimal im Schwimmbad. Im Wasser merke ich von der Krankheit fast nichts. Ich kann immer noch richtig gut schwimmen. Allerdings empfinde ich nach dem Schwimmen eine Enge in den Atemwegen, die auch am nächsten Tag noch da ist. Beim Laufen tritt das nur auf, wenn ich mehr als 15 km laufe und spätestens eine Stunde nach dem Lauf ist die Atmung wieder normal. Wahrscheinlich ist Schwimmen für mich im Vergleich zum Laufen ungewohnt. Ich werde das weiter beobachten. Wie ich die nächste Woche angehe, weiß ich noch nicht. Lust auf eine Jeden-zweiten-Tag-14+-Woche habe ich definitiv. Aber bei uns zu Hause krassiert Husten und Schnupfen. Bisher hat mein Immunsystems widerstanden. Mal sehen, ob das so bleibt. Ich werde auf meinen Körper hören. Ob ich mich endlich mal zum Krafttraining aufraffen kann? Vielleicht möchte ja jemand etwas über Krafttraining schreiben?

Ein liebenswerter, robuster Geselle

Tag 463. Schade. Hier gingen keine Erfahrungen zum Laufen mit Sauerstoffflasche ein. Bei mir geht es ohne Sauerstoffflasche weiter nach dem altmodischen Prinzip: Wenn heftig Schnaufen nicht reicht, hilft nur langsamer Laufen und viel Geduld. Der Körper ist ein liebenswerter Geselle und passt sich allmählich den Anforderungen an. Er ist robuster als man glaubt. In dieser Woche laufe ich jeden zweiten Tag mindestens 14 km. Am Montag (Tag 460) und am Mittwoch (Tag 462) ist es bereits geschehen. Meine Sauerstoffsättigung liegt beim schnelleren Lauf immer noch um die 88%. Die Geschwindigkeit, die ich laufen muß, um die Sättigung unter 90 % zu drücken wird langsam aber stetig höher. Ich denke, es dauert Jahre bis man seinen Bestwert erreichen kann. Deshalb: Geduld ist alles. Ich versuche, das was geht zu genießen. Am Mittwoch hat es beim Laufen durch den Wald genieselt. Es entfaltete sich ein Geruch nach frischem Wasser und Pilzen, außerdem wurde die Haut gekühlt. Danke lieber Petrus, falls Du hier mitliest: von mir aus kannst Du es in meiner Gegend ruhig etwas öfter regnen lassen. Morgen sind wieder 14 km dran.

Sauerstoff mitnehmen ? Hat jemand damit Erfahrung ?

Von Chris kam die Frage, ob man beim Joggen einfach eine Sauerstoffflasche in den Rucksack stecken kann und beim Laufen Sauerstoff inhaliert. Er fragt, ob jemand damit Erfahrung hat. Ich hatte bedenken, daß der Atemantrieb gestört wird, daß der CO2-Gehalt steigt und man sich vergiftet oder ohnmächtig wird. Außerdem sind die Atemwege ja schon entzündet, ich weiß nicht, ob der Sauerstoff das verstärkt? Die Idee finde ich aber richtig gut. Vielleicht ginge es ja, wenn man nur kurz, statt Gehpause oder langsam joggen, sozusagen im Notfall zur kurzfristigen Erholung immer mal wieder Sauerstoff einatmet? Wer weiß was? Ach so, die Kommentare müssen einzeln freigeschaltet werden. Also: bitte warten, es kann auch mal ein paar Tage dauern, bis ich merke, daß ein Kommentar gekommen ist.

Schwimmen

Tag 459. Auch in der letzten Woche bin ich wieder die etwas längere Strecke um den Waldsee herum gelaufen. Samstag (Tag 451) waren es 17 km. Diese Woche war ich hauptsächlich Schwimmen im Schwimmbad. Zum Waldsee bin ich nur einmal gelaufen und ansonsten habe ich mich weitgehend auf die eine Meile (1,6 km) der täglich Läufer beschränkt. Deshalb gibt es nur so viel zu berichten: Die Atmung ist gut, die Laune auch und die Ruhewoche nach dem läuferisch ereignisreichen und beglückenden Sommer tut gut.