Ein Apfelkuchen stand im Weg

Tag 191. Diese Woche hatte ich ein paar ruhige Tage. Mein Elan hatte selbsttätig auf Sparflamme geschaltet. Ich pustete zwar immer mal und versuchte, das Feuer zu entfachen. Aber da war nichts zu machen. Nun gut, ich hatte fünf Wochen hintereinander alles gegeben. Da war es sogar vernünftig in der sechsten Woche Zurückhaltung zu üben. Nächste Woche soll es endlich kühler werden. Ich freue mich drauf. Der Regen lässt jedoch weiter auf sich warten. Ein bis zwei Millimeter getröpfelt reicht nicht.

Am letzten Sonntag (Tag 185) hatte ich einen faulen Tag. Erst abends radelte ich 5 km und das sogar nur auf Stufe 2. Den Tag habe ich mehr oder weniger vergammelt und das tat gut. Unsere Balkonkrähen waren übrigens Sieger beim Revierkampf.

Am Montag (Tag 186) ging ich dann mit neuem Elan ans Aufwärmen (5 km / Stufe 3). Beine und core war anstrengend, aber es fühlte sich gut an. Nach wie vor muss ich das Video für Atempausen anhalten. Und trotzdem! Es macht mich glücklich. Wenn die Muskeln warm werden und die Konzentration auf die Übung den Alltag verdrängt, dann fühlt sich das gut an. Am Abend machte ich wieder nach dem Aufwärmen (5 km / Stufe 3) Stretch und Relax.

Am Dienstag (Tag 187) wärmte ich mich mit dem Zimmerfahrrad auf (5 km / Stufe 3). Danach ging es an Schultern und Brust. In der Frühe war es noch angenehm kühl. Später wurden es unangenehme 30 °C. Es regnete seit April nur ein paar Tropfen! Hier fand ich ein Video, das die staubige Trockenheit illustriert. Bei uns in der Stadt ist es nicht ganz so schlimm, denn ständig sind Kehrmaschinen unterwegs. Ich glaube fest daran, daß der Regen irgendwann den Staub verbannen wird. Derweil bejuble ich den ungeahnten Kraftzuwachs. Heute haben sich vor meinem Fenster im Kastanienbaum, dessen Blätter alle vertrocknet zu zu Boden gefallen sind, zwei Buntspechte ein Stelldichein gegeben. Die Natur lebt weiter! Abends entspannte ich mich nach dem Aufwärmen (5 km / Stufe 3) bei Stretch und Relax.

Am Mittwoch (Tag 188) war ich abends am Ententeich (4 km). Es war 28 °C und schwül. Die Gartenlokale auf dem Weg zum Park waren gut besetzt. Man hörte raunen und lachen. Im Park saßen auf dem Rasen verteilt kleine Menschengrüppchen zum späten Schwatz. Da beinahe Vollmond war, war es sehr romantisch.

Am Donnerstag (Tag 189) hatte ich einen riesigen Hunger. So backte ich einen herrlichen Apfelkuchen. Den aßen wir. Der Apfelkuchen stand im wahrsten Sinne des Wortes im Wege. Die Lunge konnte sich nicht recht entfalten, weil der Magen damit gefüllt war. Und das wohlige, satte Gefühl nach köstlicher Speise verbat jede ehrgeizige Störung. Ich ergab mich. Ich machte nur eine kurze Mobility-Einheit.

Am Freitag (Tag 190) hatte der Apfelkuchen seine Aufgabe erfüllt. Der Elan war zurück. Nach dem Aufwärmen mit dem Zimmerfahrrad (5 km / Stufe 3) ging es an Beine und Rücken. Ich war gut erholt und so waren die Übungen nicht schwer. Abends widmete ich mich nach dem neuerlichen Aufwärmen Stretch und Relax. Das ist eine sehr wohl tuende Einheit. Mit der Atmung habe ich das fast überhaupt keine Probleme. Das gezielte Dehnen eines Muskels gelingt mir auch immer besser.

Heute, am Samstag (Tag 191) war nach dem üblichen Aufwärmen (5 km / Stufe 3) Brust und Arme dran. Diesmal erschien es mir extrem anstrengend. Ich vermute daß Apfelkuchen und Kürbissüppchen nicht genug Brennstoff geliefert haben. Heute gab es ein dickes Lachsfilet mit gebackenen Kartoffelspalten und Tomaten. Vielleicht hilft das. Abends werde ich nichts mehr machen. Letzten Samstag hatte ich Stretch und Relax angekündigt, aber das fiel dann doch aus. Samstagabend ist halt Samstagabend.

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Revierkampf

Tag 184. Weiter ging es diese Woche mit dem Krafttraining. Diese Woche habe ich die 5 km zum Aufwärmen auf dem Fahrradergometer immer auf Stufe 3 durchgeführt. Das ist sehr anstrengend. Aber nur so kann ich die Herzfrequenz auf 130 treiben. Die Atmung kommt bei dieser Belastung an ihre Grenze. Draußen hat es bis jetzt immer noch nicht geregnet. Am Donnerstag tröpfelte es eine Stunde lang. Aber das änderte nichts an der staubigen Trockenheit. Mich bestärkt das darin, froh und glücklich mit dem Krafttraining zu sein.

Den letzten Sonntag (Tag 178) verbrachte ich damit, Glennkill von der deutschen Autorin Leonie Swann fertig zu lesen und in Garou einzusteigen. In beiden Geschichten sind die Helden Schafe. Alles was passiert wird aus der Sicht der Schafe erzählt. Man blickt mit den wolligen Augen der Schafe auf die Welt. Das ist manchmal komisch bis schräg, oft aber erstaunlich bis beglückend. Die Autorin schafft wunderbare Sprachbilder. Nicht nur für Schafliebhaber sehr empfehlenswert! Bei Einbruch der Dunkelheit spazierte ich zum Ententeich (4 km). Der stank zum Himmel. Die Folgen der anhaltenden Hitze und Dürre machen mir überhaupt keinen Spaß.

Am Montag (Tag 179) hatte ich eigentlich eine Core-Einheit geplant. Aber meine Core-Muskeln brauchten etwas Ruhe. So war die Übungseinheit für die Oberarme- und Unterarme die beste Alternative. Abends widmete ich mich nach dem Aufwärmen mit dem Rad (5 km auf Stufe 3) Stretch und Relax. Vor dem Dehnen las ich noch irgendwo im Internet, wie langweilig es sei, jeden Tag zu laufen. Auch wenn zur Zeit die Kraft mein Thema ist, dann finde ich das tägliche Laufen nach wie vor spannend und ich lese gerne davon. Und wenn hier die Hitze und die Dürre zu Ende ist, werde ich auch wieder raus in die Natur gehen.

Am Dienstag (Tag 180) wärmte ich mich mit mit dem Fahrradergometer (5 km auf Stufe 3) auf. Danach war die Einheit Sixpack und core dran. Weil das besonders anstrengend war, habe ich geschaut, wann ich das das letzte mal gemacht habe. Und ja, zwei wochenlang habe ich es nicht gemacht. Es gibt ja eigentlich nur sieben 50-Minuten-Einheiten. Also müsste ich jede Woche diese Übung einmal machen. Aber noch schaffe ich nicht täglich eine von den 50-Minuten-Einheiten. Aber ich bleibe dran! Irgendwann turne ich alle sieben Übungen binnen einer Woche durch.

Am Mittwoch (Tag 181) machte ich nach dem Aufwärmen (5 km auf Stufe 3) Schultern und Brust. Abends wärmte ich mich nochmal auf mit 5 km Radeln auf Stufe 3. Danach widmete ich mich dem Stretch und Relax.

Am Donnerstag (Tag 182) wärmte ich mich mit dem Standfahrrad auf (5 km auf Stufe 3). Danach war Beine und Rücken dran. Diese Übungseinheit war leichter als erwartet.

Am Freitag (Tag 183) war nach dem Aufwärmen mit dem Fahrradergometer (5 km/Stufe 3) Brust und Arme dran.

Heute, am Samstag (Tag 184) wärmte ich mich mit dem Fahrradergometer (5km/Stufe3) am Morgen auf. Danach war Stretch und Relax dran. Nach dem Frühstück fand ein Revierkampf zwischen unseren Balkonkrähen und fremden Eindringlingen statt. Unser Krähen verteidigen ihren Balkon laut krähend und mit Flügen gegen die Fremden. Ob unsere Krähen gewinnen werden?

Drei Treppen

Tag 177. Das Krafttraining hat mich voll in seinen Bann gezogen. Das ist für den Leser/die Leserin vielleicht etwas langweilig. Ich erlebe gerade, wie die Kraft Wohnung in meinem Körper bezieht. Das ist ein grandioses Gefühl. Wunderbar am Krafttraining ist, daß ich meine Muskeln wirklich spüre. Das tut gut, auf eine andere Weise als das Laufen in der Natur. Aber es tut eben doch gut. Und gerade jetzt, wo ich unmittelbar an der Schwelle des Eingangs zum Club der 60-jährigen stehe, denke ich, es ist nicht nur ein gutes Gefühl, das ich mir da verschaffe, sonder es ist auch sehr vernünftig. Denn so eine schwache Alte will ich nicht werden. Mir reicht schon, daß ich mehr schnaufen muss als normale Leute. Wenn da noch Schwäche dazu käme, wäre das fatal. Und ich schwöre allen, die denken: „Aber ich hasse Sport!“, wenn man bescheiden anfängt, macht das allmählich jedem Spaß. Denn es tut dem Körper so gut und das Dankeschön des Körpers fühlt sich an wie „Spaß“.

Am letzten Sonntag (Tag 171) radelte ich 5 km zum Aufwärmen mit dem Zimmerfahrrad auf Stufe 2 von 8. Danach machte ich Sixpack und core, was mir gar nicht so anstrengend erschien. Abends radelte ich zum Aufwärmen nochmal 5 km auf Stufe 2. Danach machte ich das therapeutische Dehnen. Das wiederum war langwierig und sehr anstrengend. Je zwei Minuten die Dehnhaltung durchhalten war nicht leicht und es war auch nicht schmerzfrei. Danach fühlte sich mein Knie, die Hüfte und die gesamte rückwärtige Muskulatur angenehm warm und weich an. Mir kommt es so vor, als wären diese Übungen sinnvoll, auch wenn ich mich dazu überwinden muss.

Am letzten Montag (Tag 172) radelte ich wieder zum Aufwärmen je 5 km auf Stufe 2. Mit Krafttraining bedachte ich Schultern und Arme. Diese Übungen waren schwer. Ich kann jedenfalls nicht mehr behaupten, daß ich nicht schwitze. Der Körper wird bei dem Training richtig warm und braucht Kühlung und das geschieht nun mal durch den Schweiß. Aber egal, dafür gibt es ja die Dusche. Abends widmete ich mich nach dem Aufwärmen dem therapeutischen Dehnen.

Am Dienstag (Tag 173) beschränkte ich mich auf die Ententeichrunde (4 km).

Am Mittwoch (Tag 174), nach dem Aufwärmen mit dem Zimmerfahrrad (5 km / Stufe 2), erfreute ich Beine und core. Dabei lief wieder der Schweiß. Bei mancher Übung musste ich eine zusätzliche Verschnaufpause einlegen. Ich habe aber das gute Gefühl, daß ich stärker werde. Gestern konnte ich sogar einmal die Treppe fast bis in den dritten Stock hinaufrennen, obwohl ich einige Einkäufe mitschleppte. Nur die letzte halbe Treppe ging nicht mehr. Als ich wieder Luft schnappen konnte, ging es mir gut. Ich war stolz, auch wenn noch ein kleines Stückchen fehlte.

Am Donnerstag (Tag 175) wärmte ich mich mit 5 km Radeln auf. Danach widmete ich mich den Übungen mit dem Schwerpunkt Brust und Arme. Es war anstrengend, wobei die Übungen ja so gestrickt sind, daß jeder sie an sein eigenes Leistungsvermögen anpassen kann.

Am Freitag (Tag 176) radelte ich zum Aufwärmen auf Stufe 3 von acht möglichen Stufen. Danach entschied ich mich wieder für Stretch und Relax. Das therapeutische Dehnen wird auf Dauer doch etwas langweilig.

Heute, am Samstag (Tag 177) radelte ich wieder 5 km auf Stufe 3 zum Aufwärmen. Danach kräftigte ich Beine und Rücken. Abends will ich wieder mit Stretch und Relax für die Geschmeidigkeit des Körpers sorgen.

Streifschuß!

Tag 170. Diese Woche machte ich wieder Krafttraining. Außerdem entdeckte ich neue Dehnübungen. Draußen schien die Sonne fast ohne Unterbrechung. Alles war staubig und verbrannt. Da passte es gut, daß ich das häusliche Krafttraining für mich entdeckt habe. Das ist viel unterhaltsamer als ich mir je vorgestellt hatte. Es gibt mir ein gutes Gefühl. Stark sein ist prima! Es ist wirklich verrückt, obwohl ich doch nach dem Papier ziemlich krank bin, fühle ich mich fit und bin gut drauf. Juhu!

Am letzten Sonntag (Tag 164) radelte ich 10 km auf dem Zimmerfahrrad.

Am Montag (Tag 165) nahm ich morgens ein Erdnüsschen für unsere Balkonraben aus dem auf dem Boden stehenden Behälter. Als ich mich aufrichtete, schoss mir die Hexe in den Rücken. Das war ausgesprochen schmerzhaft. So konnte ich mich an diesem Tage nur sehr vorsichtig bewegen. Ich beließ es bei einem Spaziergang zum Ententeich (4 km).

Am Dienstag (Tag 166) ging es mir schon wieder erstaunlich gut. Ich fuhr 5 km zum Aufwärmen mit dem Zimmerfahrrad. Danach machte ich Krafttraining für Ober- und Unterarme. Ich konnte es selbst kaum glauben, aber der „Hexenschuss“ behinderte mich nicht. Die Hexe hat anscheinend nur einen Streifschuß gelandet. Nach der Turnstunde war der Schmerz sogar völlig weg. Abends fuhr ich wieder 5 km mit dem Zimmerfahrrad zum Aufwärmen. Anschließend dehnte ich mich mit Stretch und Relax . So war der Dienstag entgegen aller Erwartungen doch noch zu einem vollwertigen Turntag geworden.

Am Mittwoch (Tag 167) schaute ich als erstes bei Youtube nach „Knieschmerzen innen“. Denn die Grätsche aus „Stretch und Relax“ verursacht bei mir „Knieschmerzen innen“. Ich lernte, daß diese durch die Verkürzung verschiedener Strukturen ausgelöst werden. Solche Verkürzungen treten häufig bei Leuten auf, die am Schreibtisch leben. Das soll sich bessern, wenn man täglich drei Übungen macht, die genau diese Schmerzen auslösen. Dadurch sollen die verkürzten Strukturen normalisiert werden und der Schmerz soll verschwinden. Na denn! Bewegung ist alles. Ich wärmte mich morgens 5 km lang mit dem Zimmerfahrrad auf. Dann machte ich die Anti-Verkürzungsübungen, die ich in Zukunft therapeutisches Dehnen nennen werde. Es fühlte sich gut an. Am späten Nachmittag turnte ich Beine und Core. Das abendliche Stretch und Relax ließ ich aus. Es wäre mir zuviel geworden.

Am Donnerstag (Tag 168) wärmte ich mich 5 km auf dem Fahrradergometer auf. Danach machte ich wieder das therapeutische Dehnen. Ich gehe dabei nach dieser Anleitung vor. So kann ich mein Manko spezifischer angehen. Deshalb machte ich morgens in der Frühe das therapeutische Dehnen. Abends turnte ich Schultern und Brust. Dieser Donnerstag war denkwürdig, denn es nieselte draußen ein klein wenig. Juhu!

Am Freitag (Tag 169) fuhr ich in der Frühe 5 km auf dem Fahrradergometer zum Aufwärmen. Danach machte ich das therapeutische Dehnen. Später turnte ich Beine und Rücken. Wieder empfand ich die Übung als extrem anstrengend.

Heute, am Samstag (Tag 170) stand ich in der Frühe noch vor der Dämmerung auf und ging zum Ententeich (4 km). Vom fahlen Mondschein wurden im Park scharfe Schattenrisse der Blätter der Bäume auf den Boden gezeichnet. Auf Schritt und Tritt huschten Kaninchen aus dem Weg. Am Ententeich sprang ein Fuchs aus dem Gebüsch. Ich sprach ihn an und er kam fröhlich auf mich zu und blieb zwei Meter vor mir stehen. Wir schauten uns an. Der Fuchs sah gesund und neugierig aus. Er wäre noch dichter an mich herangekommen, aber ich bekam Angst. Ich richtete mich auf und ging weiter. Nach meinem kleinen Ausflug an den Ententeich schlief ich noch eine Runde tief und fest.

Weiter geht`s!

Tag 163. Das Krafttraining nach der Sommerpause war anstrengend, aber nicht so schwer, wie ich erwartet hatte. Vorläufig belasse ich den Schwerpunkt auf Krafttraining und Dehnen. Es reizt mich, auszuprobieren, wie weit ich damit komme. Das Laufen wird noch ein Zeit lang darunter leiden müssen. Ich werde das von Tag zu Tag entscheiden. Zur Zeit ist der Wald knochentrocken und staubig, weil es immer noch nicht geregnet hat. Da ist häusliches Krafttraining für die Lunge ohnehin besser. Die Anstrengung beim Krafttraining machte mir diese Woche richtig Spaß, was mich angenehm überraschte. Als wirklich sinnvoll hat sich das „Split“-Training herausgestellt. D.h., jeden Tag liegt der Schwerpunkt auf einem anderen Körperteil. Da können sich z.B. die Armmuskeln ausruhen, wenn die Beinmuskeln im Focus sind. Das Dehnen versuche ich bei alle dem trotzdem möglichst täglich durchzuführen, damit ich nicht irgendwann vor lauter Kraft nicht laufen kann.

Am letzten Sonntag (Tag 157) dehnte ich mich abends mit Stretch und Relax.

Am Montag (Tag 158) war es endlich etwas kühler. Ich nahm mein Krafttraining wieder auf. Ich kräftigte Brust und Rücken. Es war zwar anstrengend, aber es fühlte sich sehr gut an. Ich war glücklich, daß ich in der Sommerpause nicht allzu viel Kraft verloren hatte.

Am Dienstag (Tag 159) lief ich zum Ententeich (4 km). Die Luft war sauber und frisch. Im Teich waren immer noch viele Algen. Der modrige Geruch aber, war verflogen.

Am Mittwoch (Tag 160) turnte ich Beine und Core nach. Das war sehr anstrengend. Beim einbeinigen auf den Stuhl Steigen kam ich außer Atem und musste mehrere Pausen machen. In der ersten Runde mit dem rechten Bein habe ich noch in jeder Hand je 3 kg Hanteln mit nach oben gestemmt. Aber als das linke Bein dran war, musste ich schon die Hanteln weglegen. Meine Beinkraft reichte nicht. Und die Luft auch nicht, aber da musste ich nur kurze Pausen einlegen, um ein paar mal zu schnaufen. Dann ging es weiter. Die Beine konnten sich jedoch nicht erholen und ich musste ohne Hanteln weitermachen. Abends machte ich wieder Stretch und Relax.

Am Donnerstag (Tag 161) machte ich Sixpack + Core. Die Übungen waren anstrengend. Sie sehen so leicht aus, aber sie haben es in sich. Die Übungen werde ich noch einige Male turnen müssen, bis der Körper sich angepasst hat.

Am Freitag (Tag 162) gönnte ich dem Rumpf Erholung. Ich kümmerte mich um Schultern und Arme. Das war eine richtig anstrengende Einheit. Abends war wieder Stretch und Relax angesagt.

Heute, am Samstag (Tag 163) kräftigte ich Beine und Rücken . Ich glaubte ja, daß ich durch das Laufen starke Beine hätte. Aber da habe ich mich getäuscht. Die Übungen für die Beine strengten mich am allermeisten an. Den Tag werde ich abends wieder mit Stretch und Relax beenden.

Morgendämmerung

Tag 156. Die Hitze und Trockenheit blieben. Vor bald vier Wochen, an Tag 131, verkroch ich mich wegen der Hitze. Noch bewerte ich das als Urlaub für den Körper. Aber wenn es so weiter geht, muss ich doch noch zum Frühaufsteher mutieren. Diese Woche ist es mir zwei Mal gelungen, in der Morgendämmerung eine kleine Runde zu drehen. Das war sehr schön, allerdings konnte ich tagsüber mit mir nicht viel anfangen. Ein richtiger Frühaufsteher werde ich wohl nie. Möge die Hitze nachlassen!

Am letzten Sonntag (Tag 150) erwachte ich nach der ersten kühlen Nacht seit Wochen. Die Sonne war noch nicht aufgegangen. Ich machte mich schon in der Dämmerung auf die erweiterte Ententeichrunde (4 km). Der Himmel wurde bläulich rosa. Fröhliche, kühle Luft umwehte mich. Neben den üblichen Karnickeln, die zu Hauf im Park auf der Wiese grasten, überraschte mich ein Igel. Er raschelte im alten Laub unter den Bäumen. Über den Ententeich flog ein Graureiher. Er ließ sich am Rand des Teiches nieder und guckte auf das trübe, stinkige Wasser. Auf dem Heimweg lief mir ein Fuchs in die Arme. Ich wechselte die Straßenseite, denn ich wollte das magere Tier nicht stören. Es kaute auf irgendetwas leidenschaftlich herum.

Am Montag (Tag 151) erfreute ich mich wieder an der Ententeichrunde (4 km).

Am Dienstag (Tag 152) lief ich die Ententeichrunde (4 km). Anschließend machte ich das erste mal nach drei Wochen Krafttraining. Als Einstieg turnte ich die Übungen mit der einbeinigen Kniebeuge, die ich seit Februar 2017 mache. Abends erholte ich mich bei Stretch und Relax.

Am Mittwoch (Tag 153) schienen Hitze und Schwüle unerträglich. Um überhaupt etwas zu tun, quälte ich mich lustlos durch die Ententeichrunde (4 km).

Aber am Donnerstag (Tag 154) war ich schon zur Morgendämmerung froh und munter. Ich lief die Ententeichrunde (4 km). Der Morgen war kühl. Doch war die kommende Schwüle schon spürbar.

Am Freitag (Tag 155) widmete ich mich Stretch und Relax.

Heute, am Samstag (Tag 156) machte ich die Übungen mit der einbeinigen Plank, die ich schon sehr lange mache. Abends werde ich wieder Stretch und Relax machen. Das ist für den Körper angenehm. Ich kann das auch gut bei Hitze machen.

Hitze! – 3 –

Sie schauten zum Himmel,

doch der starrte nur zurück, und

es regnete nicht.

Das Getreide vertrocknete,

das Gras verbrannte, und

es gab keine Ernte dieses Jahr.

Viele gaben auf, und

verfluchten das Land,

in dessen Sand ihre Träume beerdigt wurden.

Aber einige blieben,

wahrscheinlich zu arm, um zu gehen.

Geduldig ertrugen sie die Dürre, und

die Sommersonne und die Winterkälte

machten bald aus jungen Leuten alte Leute.

Aber von irgendwo,

tief im Inneren,

erwuchs ihnen ein trotziger Stolz,

ein Gleichmut, der ihnen half,

alles zu ertragen.

Aus Elizabeth Eberts Gedicht „Free Land“.

Seit April regnete es fast gar nicht. Die Sonne war unbarmherzig. Ich gab nicht auf. Ich übte mich in Gleichmut. An den Tagen (143 – 150) widmete ich mich mit trotzigem Stolz am Abend Stretch und Relax. Und nächste Woche solle es kühler werden. Hoffentlich!