你好!

373. Die Woche fing recht sportlich an, aber dann hat die Macht des Schreibtisches gesiegt. Geheimnisvolle Zeichen aus einer fremden Welt nahmen mich gefangen. Noch einmal soll das nicht vorkommen. Nächste Woche werde ich die gewohnten Prioritäten setzen. Ich hoffe, meine Leser verzeihen mir das.

Am letzten Sonntag (Tag 367) war Schultern und Brust dran. Die Übungen gingen mir gut von der Hand. Besonders die Atmung war gar nicht schlecht.

Am Montag (Tag 368) lief ich zum Ententeich. Auch das ging gut.

Am Dienstag (Tag 369) radelte ich 15 km auf Stufe 4 mit dem Zimmerfahrrad. Ich hatte kein Problem damit.

Von Mittwoch (Tag 370) bis heute, Samstag (Tag 373) wurde ich übermütig und blieb am Schreibtisch hängen.

再见!

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Disharmonien

366. Es war eine stürmische Woche mit viel Regen. So verzichtete ich auf die Ausflüge Richtung Wald. Ich machte Sport zu Hause. Ab Mittwoch (Tag 362) bis heute, Samstag (Tag 366) waren Ruhetage. Ich hatte etwas zu tun, das mich gefesselt hat. Ich konnte mich einfach nicht losreißen. Ich blieb am Schreibtisch kleben. Kopf und Körper in Harmonie zu halten ist mir ab Mitte diese Woche entglitten. Ab morgen, Sonntag (Tag 367) will ich die Disharmonien nicht mehr zulassen. Es soll wieder harmonisch zugehen zwischen den beiden. Versprochen!

Am letzten Sonntag (Tag 360) stürmte es draußen und war kalt. So radelte ich 15 km auf Stufe 3 mit dem Zimmerfahrrad. Es ging gut. Ich hatte kaum Atemprobleme und auch keine Probleme mit der Kondition.

Am Montag (Tag 361) war die Einheit Oberarme- und Unterarme dran. Abends radelte ich mit dem Zimmerfahrrad 15 km auf Stufe 4.

Am Dienstag (Tag 362) ging es mit dem Zimmerfahrrad 10 km weit auf Stufe 4.

Am Mittwoch (Tag 363), am Donnerstag (Tag 364) und am Freitag (Tag 365) waren anstrengend und arbeitsreich, aber nicht sportlich.

Heute, am Samstag (Tag 366) war Ruhetag, bzw. der letzte Tag, an dem ich am Schreibtisch festklebte.

Zum Schluss noch eine gute Nachricht: Unsere Balkonkrähen haben auf dem Baum direkt vor dem Balkon ein riesiges Nest errichtet!

Nach Lust und Laune

359. Diese Woche habe ich nach Lust und Laune gesportelt. Das tat gut. Mir ist nicht klar, ob es besser wäre sich trotz Muskelkater oder Muskelerschöpfung zu einer Trainingseinheit zu zwingen oder ob Lust und Laune ein besseres Prinzip ist. Was auch immer besser wäre, diese Woche war es nun mal das Lust-und-Laune-Prinzip, nächste Woche ist es vielleicht wieder anders. Die Abwechslung tut mir derzeit gut und so bleibe ich dabei.

Am letzten Sonntag (Tag 353) war Ruhetag.

Am Montag (Tag 354) widmete ich mich der Einheit Ganzkörper Kraft Intervall. Draußen stürmte es, so daß mir nicht nach einer Wanderung zum Wald war. Das Krafttraining fand ohne Gewichte statt und war anstrengend. Die allerletzten Burpees habe ich nicht mehr geschafft.

Am Dienstag (Tag 355) war Ruhetag.

Am Mittwoch (Tag 356) wanderte ich bis zur Schafweide im Wald (16 km). Die Sonne schien und es war fast lauwarm. Gerade als ich auf dem Weg dahin am Bauernhof vorbei kam, flog in etwa 6 Meter Höhe, also zum Greifen nah, ein Mäusebussard über mich hinweg. Auf den ersten zwei Kilometer im Wald waren die Wegränder umgepflügt. Das heißt, die Wildschweine sind derzeit auf meinem Weg zu Gange! Morgens könnten wir uns begegnen. Die Schafweide war verlassen. Die Schafe sind wohl noch im Winterquartier. Auf dem Rückweg kam mir eine Frau im elektrischen Rollstuhl entgegen. Ich hatte schon von weitem gesehen, daß eine kleine Krähe die Frau begleitete. Sie setzte sich immer etwa einen Meter von der Frau entfernt auf den Zaun. Wenn die Frau vorbei war, flog er einen Meter weiter und wartete wieder auf die Frau. „Oh, ist das ihr Rabe?“ fragte ich. Die Frau hob schelmisch lächelnd ein Tütchen mit Leckerli an und sagte: „Das hier ist Honig, da klebt der dran. Das macht der Vogel immer so“.

Am Donnerstag (Tag 357) war Ruhetag.

Am Freitag (Tag 358) versuchte ich mich morgens an den alten Übungen vom Doktor. Die gingen recht gut trotz der langen Pause. Über Mittag machte ich die Einheit Schultern und Brust. Es war angenehm anstrengend.

Heute am Samstag (Tag 359) war Ruhetag. Ob ich zur Zeit etwas zu wenig tue oder ob das genau richtig ist werde ich wohl erst im Laufe der Zeit herausbekommen.

Die Krähen-Wippe

Am letzten Sonntag (Tag 346) war Ruhetag.

Am Montag (Tag 347) wanderte ich zum Wald und zurück (12 km). Die Sonne schien und es wurde stündlich wärmer. Unterwegs konnte ich zeitweise meine warme Jacke ausziehen und im langärmligen T-Shirt laufen. Sehr angenehm. Die Atmung ging anfangs nicht so gut. Am Ende wurde sie aber immer besser. Eine junge Krähe hat mich laut angekräht und ist dann in etwa 15 Meter Höhe auf einen sehr elastischen Zweig gesprungen. Dort hat sie es geschafft, auf und ab zu wippen und das Wippen durch ihre Bewegungen noch zu verstärken. Dabei schaute sie mich fröhlich an. Irgendwann kam sie dann doch aus dem Gleichgewicht und musste auf einen stabileren Ast fliegen/springen. Aber gleich ging es wieder zurück zum Wippen auf dem elastischen Ast. Ich schwöre, daß die Krähe spielte und auch noch stolz war, daß ich zuguckte.

Am Dienstag (Tag 348) war Ruhetag.

Am Mittwoch (Tag 349) wanderte ich zum Wald und ein ganzes Stück in den Wald (14 km). Der Himmel war blau, die Sonne strahlte. Anfangs war es noch kalt, dann aber wurde es sehr warm. Der Frühling war da! Die Vögel schleppten Äste durch die Gegend und bauten eifrig Nester. Zugvögel flogen gen Osten in kühlere Gefilde. Ich sah, wie sich vier Kraniche mit ausgebreiteten Schwingen im Aufwind nach oben schraubten. Diese filigranen Vögel schienen phantastisch irreal. Vom Sonnenlicht gut ausgeleuchtet und vor stahlblauem Himmel wirkten sie wie ein Kunstwerk. Auf dem Hin- und Rückweg laufe ich immer durch eine Schrebergartenkolonie. Da hat sich jetzt ein Schrebergärtner zwei Zwerge, je etwa 1 Meter groß, in den Garten gestellt. Der eine Zwerg reitet auf einem Schwein! Daneben steht ein Zwerg in Försters Kleidung mit einem Fernglas in der Hand. Kurz bevor ich nach Hause kam, stand eine Gruppe von ca. 60 Russen vor einem Haus in der Nachbarschaft und einer erklärte die Schönheit der Architektur oder die Bedeutung eines früheren Bewohners. Eins von beiden passiert immer, wenn man Gruppen sieht, egal welcher Nationalität.

Am Donnerstag (Tag 350) war Pausentag.

Am Freitag (Tag 351) war übles, kaltes, graues Wetter draußen . Ich machte zu Hause ein Ganzkörper-Krafttraining ohne Gewichte. Das war nicht sehr anstrengend und ein guter Auftakt für die nächsten Krafttrainings-Einheiten.

Heute, am Samstag (Tag 352) machte ich die Einheit Oberarme- und Unterarme. Die letzten beiden Arm-Übungen ließ ich aus, weil das mir zu anstrengend geworden wäre. Erst bei den Bauch-Übungen machte ich wieder mit. Die Hexenschuss-Pause zeigt ihre Wirkung! Ein paar Wochen Zurückhaltung beim Krafttraining machen sich überdeutlich bemerkbar. Mano man!

Voller Leben!

Tag 345. Diese Woche war ich voller Leben. Die Fahrten mit den Inline-Rollschuhen machten Spaß. Das Krafttraining nahm ich wieder in mein Programm auf. Unsere Balkonkrähen verteidigten ihr Revier – unseren Balkon – gegen ein anderes Paar sehr erfolgreich. Der Frühling steht vor der Tür. Da kann man nur gute Laune haben.

Am letzten Sonntag (Tag 339) fuhr ich bis zum Forschungsbauernhof mit den Rollschuhen (6 km). Die Atmung ging extrem schlecht, aber es war trotzdem herrlich. Die Sonne schien. Ich glitt über die Straßen als wären sie aus Glück gebaut. Kurz bevor ich nach Hause kam, stand ein etwa 8-jähriges Mädchen am Straßenrand. Sie hatte auch Inlineskater an den Füssen. Schon von weitem rief sie: „Wie machen Sie das bloß?“ Oh ja, trotz der schlechten Atmung hielt ich an. Ich packte das Mädchen an einer Hand, an der anderen Hand stützte die kleine Schwester. Ich zog das Mädchen einfach mit und sagte ihr, sie müsse immer abwechselnd auf einem Bein fahren. Und siehe da, ein paar Rollschuhschritte klappten. Ich rief: „Tschüss kleines Mädchen!“ (kleines Mädchen dachte ich nur) und fuhr nach Hause.

Am Montag (Tag 340) war Pausentag.

Am Dienstag (Tag 341) wanderte ich bis zum letzten Park vor dem Wald (8 km). Die Atmung ging gut.

Am Mittwoch (Tag 342) war Pausentag.

Am Donnerstag (Tag 343) fuhr ich mit den Rollschuhen bis an den Waldrand (12 km). Meine Laufwege konnte ich nicht nehmen, da sie für die Rollschuhe nicht geeignet sind. Also fuhr ich entlang der Straßen, wo mehr Autos fuhren als mir lieb war. Zwischendurch regnete es leicht. Die Bewegung war herrlich. Aber die Tatsache, daß ich mit den Rollschuhen nicht an den See ran komme, hat mich enttäuscht. Nun gut, alles kann ich nicht haben.

Am Freitag (Tag 344) war Pausentag.

Heute, am Samstag (Tag 345) wagte ich mich an die Krafttrainings-Einheit Schultern und Brust. Es war sehr anstrengend. Seit dem Hexenschuss sind vier Wochen vergangen. In dieser Zeit habe ich eindeutig an Kraft verloren. Gut ist, daß ich dadurch erkannt habe, wie viel die Übungen bringen. Ich muss also auf jeden Fall das Krafttraining neben dem Ausdauer-Training unterbringen.

Auf ins Abenteuer!

Tag 338. Diese Woche bin ich am sehr frühen Morgen durch menschenleere Straßen mit Inlineskater gerollt. Mein Herz klopfte vor Aufregung bis zum Hals. Mit Protektoren für Kopf und alle Gelenke ausgestattet, glitt ich auf Rollen über Asphalt. Die Atmung klemmte vor Aufregung. Egal, es war ein gutes Gefühl. Juhu! Hin und wieder zwitscherte ein verfrühtes Vögelchen mir ein zaghaftes „Guten Morgen“ entgegen. Für alle Statistik-Freunde: Ich verbuche meine Läufe auf Rollen unter „Laufen“.

Am letzten Sonntag (Tag 332) war Ruhetag.

Am Montag (Tag 333) spazierte ich bei Sonnenschein und eisigem Wind zum Ententeich. Das war erfrischend.

Am Dienstag (Tag 334) lief ich in der finsteren Nacht noch lange vor dem Morgengrauen Richtung Wald. Nach 2 km kehrte ich kurz vor der alten Dorfkirche um. So früh gab es fast keinen Verkehr in den Seitenstraßen, durch die ich lief. Der eisige Wind vom Vortag wehte Geräusche von der Stadtautobahn herüber. Am Meer würde man ein ähnlich gleichmäßiges Brausen hören. Als ich beim Bäcker vorbei kam, wehte mir frischer Hefeduft und Zitronat entgegen. Die Atmung ging gut.

Am Mittwoch (Tag 335) war Ruhetag.

Am Donnerstag (Tag 336) stand ich um 3 Uhr am Morgen auf. Ich legte Protektoren für Knie, Ellbogen und Handgelenke an. Außerdem setzte ich einen Fahrradhelm auf meinen Kopf. Ich schnappte mir meine Rollschuhe und ging auf Strümpfen die drei Stockwerke nach unten. Auf der untersten Treppenstufe nahm ich Platz. Ich zog die Rollschuhe an. Die Schuhe sind eng und unbeweglich wie Skistiefel. Um halb vier Uhr war ich dann soweit: Ich rollte hinaus in den dunklen Morgen. Straßenlaternen beleuchteten die leeren Straßen. Die ersten Schritte waren sehr unsicher. Mit jedem Schritt ging es besser. Ich glitt über den Asphalt dahin. An der alten Dorfkirche kehrte ich um. Es war ein anstrengendes und atemberaubendes Abenteuer – insgesamt 5 km.

Am Freitag (Tag 337) radelte ich mit meinem Straßenfahrrad ein wenig durch die Gegend.

Heute, am Samstag (Tag 338) lief ich wieder mit Inlineskates etwa 4 km durch die Nebenstraßen in der Nachbarschaft bei schönstem Sonnenschein. Als ich zum Haus kam, johlten die Krähen vergnügt vom Dach. Mein Mann meinte, sie hätten gerufen: „Kauf dir Flügel statt Rollen!“

Regenerationstage

Tag 331. Diese Woche habe ich der Regeneration gewidmet. Ich nahm mir ein paar freie Tage, um wieder Kraft zu sammeln. Am Montag geht es weiter.

Die Regenerationstage verstehe ich ebenfalls als Sporteinheit, denn Regeneration gehört zum Sport dazu.

Am letzten Sonntag (Tag 325) radelte ich 15 km auf Stufe 3.

Am Montag (Tag 326) wärmte ich mich 5 km auf Stufe 3 auf. Danach machte ich die Einheit Stretch ohne den Relax-Teil. Das war sehr angenehm. Abends radelte ich noch 15 km auf Stufe 3.

Am Dienstag (Tag 327) und am Mittwoch Tag (328) radelte ich je 15 km auf Stufe 3.

Von Donnerstag (Tag 329) bis heute, Samstag (Tag 331) war Regeneration dran.