laufen mit copd

laufen mit copd

  • Dieser Blog handelt vom Laufglück, von den Momenten, wenn das Laufen leicht und locker wird, wenn die Grenze zwischen Innen und Außen verschwimmt, wenn es läuft, wenn die Landschaft durch die man läuft bunt wird, die Vögel anfangen zu singen und die Wolken weißer als weiß werden, wenn …
  • Mitte 2012 habe ich begonnen zu joggen. Jeder, wirklich jeder überholte mich.
  • Mein neu erworbenes Pulsoximeter (unter 30 Euro) zeigte mir, daß die Atemnot schon bei einem Puls von unter 120 eintrat und mit einem Abfall der Sauerstoffsättigung unter 90 % einherging. Mit zunehmenden Training trat Atemnot und Sättigungsabfall später ein.
  • Das Trainingsziel konnte am Anfang nur lauten, ein Zeitlupen-Joggen durchzuhalten und zu verlängern.
  • Um es kurz zu machen: Bis 25. Februar 2018 lief ich 4 Jahre 8 Monate und 21 Tage sogar täglich. Das Spiel „Täglich Laufen“ fiel einem Infekt zum Opfer.
  • Inzwischen (Stand März 2018) heißt mein neues Spiel „Täglich eine Sporteinheit“. Weiterhin werde ich laufen und im Sommer im See schwimmen. Hinzu kommen Tage mit Krafttraining, Dehnen und Radeln.
  • Wie es mir damit geht, berichte ich wöchentlich in meinem Lauftagebuch.
  • Jeder ist herzlich eingeladen mitzulesen, zu kommentieren oder über sich und seinen Umgang mit der Krankheit zu berichten.
  • Meine Streckenstatistik führe ich hier.

    Und meine Lungenfunktion findet sich hier.

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45 Kommentare zu “laufen mit copd

  1. Hallo, ich habe gerade deinen Blog entdeckt. Ich bin ganz begeistert!! Toll, was du erreicht hast!
    Ich hab mich grad auf Recherche begeben, da meine Mutter copd hat und sie heute das erste Mal mit mir laufen war. Es war echt hart für sie, aber sich hat sich echt tapfer geschlagen. Und wenn ich deine Beiträge so lese, bin ich guter Dinge und werde sie ermutigen weiterzumachen. Ich werde ihr auf jeden Fall diese Seite zeigen. Weiterhin viel Erfolg!!
    Liebe Grüße, Amata

  2. Das drumherum ist wurscht. Wenn du dich wohl fühlst, machst du alles Richtig. Ich als betroffener mit COPD nach Emphysem Op beidseitig, weiss wovon er spricht. 147 HF ist übrigens auch meine „Frequenz“. Weiter so!

  3. Ich bin an diesem Blog zufällig „verbeigeschliddert“. Ich laufe auch und höre viel über gute km-Zeiten; mir scheint es so, als ob es bei dieser Buhlerei wie um dem Kraftstoffverbrauch des eigenen PKW gehen würde (jeder Deutsche hat das bessere Auto).
    Auf dieser Seite geht es allerdings um wirkliche Freude am Laufen und den Zugewinn, den es für das tägliche Legen bringt. Hier habe ich in wenigen Minuten gelernt, dass man auch einem „langsamen“ Läufer sehr viel Hochachtung entgegenbringen muss.
    Danke!

    • Hallo Thommy,
      ich weiß nicht recht, was Du mit „Geschichte“ meinst. Was ich über mich und die Krankheit öffentlich mitteilen will, steht hier im Blog. Ich denke eine „Geschichte“ wird im Laufe der nächsten Jahre daraus. Noch stehe ich ja selber am Anfang. Ich habe ja noch knapp die Hälfte meiner Lungenfunktion. Noch kann ich laufen, noch kann ich Treppen steigen. Wie es weitergeht weiß ich nicht. Ob sich der Sport langfristig gesehen lohnt, ich weiß es nicht. Hast Du eine „Geschichte“? Willst Du Sie mitteilen?

  4. Hallo eichkatz, ich finde es klasse wie du das mit dem täglich laufen durchziehst. Ich habe selbst vor ca. 3,5 Jahren aufgehört nach dem mir gesagt wurde, dass mir ca. 30% Lungenfunktion fehlen und dies auf eine beginnende COPD hindeutet. Ich habe daraufhin auch dieses Sabulair und noch was anderes verschrieben bekommen und sollte zumindest das andere (mir fällt der Name nicht ein) täglich einen Hub nehmen. Da ich zu dieser Zeit auch mit dem Laufen begonnen habe ist mir aufgefallen, dass mein Puls generell niedriger war, wenn ich das Inhalieren vergessen habe. Ich habe es jetzt seit einem Jahr ganz weggelassen und bin letztes Jahr auch schon 2 Halbmarathon mitgelaufen. Seit das Laufen zu einem festen Bestandteil meines Lebens gehört, fühle ich mich in fast allen Lebensbereichen belastbarer und auch gelassener.
    Viele Grüße und weiterhin eine ständige Verbesserung deiner Lungenfunktion.
    wolfontour

    • Hallo wolfontour,
      Du weißt gar nicht wie glücklich Du mich mit Deinem Beitrag machst. Es gibt also doch noch ein paar andere, die um ihr Leben rennen. Daß du zwei Halbmarathon gelaufen bist finde ich wirklich gut. Du würdes gut in unsere Gesprächsecke bei den streakrunnern (streakrunner.de) passen. Wir fangen da gerade (seit gesternI unter dem Lauftagebuchnamen „Laufen trotz Schnaufen“ an, miteinander zu quatschen. Vielleicht schaust du mal rein und meldest Dich an? Wir würden uns über Verstärkung sehr freuen.
      eichkatz

  5. Hallo Wolfontour,
    ich habe gestern deinen Blog entdeckt und freue mich sehr für Dich. Ich komme gerade von der Reha und habe wie Du COPD III und einen Herzklappenfehler. Ich war frustriert und hatte Angst. Die taten so, als wenn ich bald tot bin bei der Reha. Nun nicht mehr, denn es motiviert mich ungemein. Früher bin ich Langstrecke gelaufen und habe viel sport gemacht. nun ging nichts mehr. Das lag aber auch an meiner Einstellung. Denn wenn ich sage es geht nicht, dann geht es auch nicht. Heute habe ich das erste mal seit langen mal wieder Holz gehackt. Gestern habe ich Rasen gemäht. Es ging langsam, aber es ging. Ich war hochmotiviert und es hat spaß gemacht, auch wenn das Atmen schwer war. Morgen werde ich das erste mal laufen. Den Puloximeter bestelle ich später noch und dann werde ich wie Du. Meiner Atemnot davon laufen. Ich wünsche Dir alles gute und werde wie Du auch Tagebuch schreiben. Denn zur Zeit ist jeder Rentner schneller als ich 🙂
    liebe Grüße Biggi
    Sag, wie lange hast Du für 5 Kilometer gebraucht? Ich meine wann, nach welcher Zeit konntest Du steigern?

    • Hallo Biggi,
      vielen Dank für Deinen Kommentar. Du bist hier auf dem Blog von eichkatz. wolfontour (http://www.wolfontour.de/) hat auch copd und schreibt darüber. Wenn Du auch über copd und Sport/Laufen/aktiv sein bloggst sind wir schon zu dritt. Zum Tempo: ich nenne das Tempo einen Spielverderber. Ich frage nicht nach dem Tempo, sondern danach, ob es mir Spaß macht. 5 Kilometer kannst Du schnell erreichen, wenn Du langsam läufst. Ich habe mit Radeln und Schwimmen im See angefangen. Lauf langsam und locker und pass auf, daß Dir nichts wehtut. Gehen ist übrigens auch keine Schande. Du merkst schnell, was geht und was nicht geht. Nach einer gewissen Zeit locker laufen wird das Atmen leichter. Außerdem kannst Du Atemnot auch besser aushalten, wenn du Sport machst. Das Pulsoximeter finde ich wichtig, weil ich da ablesen kann, wie es um den Sauerstoff steht. Mich beruhigt das, weil ich dann weiß, es ist nicht Trägheit, sondern mehr geht nicht. Sei auf jedenfall vorsichtig und bau Deine Kondition langsam auf. Ich sage mir immer, daß ich den Rest meines Lebens Zeit habe, schneller und weiter laufen zu können. Denke also in Jahren, nicht in Wochen.
      Wenn Du Deinen Blog eröffnet hast, schreib mir. Ich lese den ganz bestimmt.
      Viel Spaß bei „Meiner Atemnot davonlaufen“.
      eichkatz

  6. Hallo, ich hatte im Frühjahr eine Lungenembolie, entdeckt erst durch eine weitere Thrombose. Im Krankenhaus bin ich dann auf diesen Blog gestoßen und lese ihn regelmäßig. Danke Eichkatz, Du hast mir viel Mut gemacht. Als Nebenwirkung habe ich – neben der COPD – ein schmerzendes Bein von der Thrombose, durch laufen geht der Schmerz weg. Anfangs bin ich gelaufen damit der Schmerz weggeht, dann bin ich gelaufen um dem Schmerz vorzubeugen, jetzt laufe ich aus Freude daran. Bei mir ist laufen allerdings zügiges gehen, joggen kann ich nur an guten Tagen und meist nur kurze Stücke. Inzwischen kenne ich meinen Körper ganz gut und den Pulsoximeter gebrauch ich nicht mehr so oft. Von 18 km joggen kann ich nur träumen – aber man braucht ja auch Ziele.
    Gruß an alle die den Kopf nicht hängen lassen!

    • Hallo Werner,

      ich danke Dir herzlich für Deinen Kommentar. Es bedeutet mir viel zu erfahren, daß Dir mein Blog Mut macht und daß er Dir geholfen hat. Wie weit und wie schnell man läuft, walkt, wandert oder … finde ich echt egal. Wichtig ist, wie Du schreibst, den Kopf nicht hängen lassen und nicht aufzugeben.

      Danke und viel Freude beim Laufen!

      eichkatz

  7. Hallo ihr, danke für den Blog und die Kommentare. Habe im Dezember die Diagnose COPD bekommen. Hab noch keine Ahnung welchen Schweregrade und und und…. Habe nächste Woche den ersten Termin bei einem Facharzt. Ich denke, der Schweregrad hält sich bei mir noch in Grenzen ( 1 oder 2) da ich täglich noch ganz gut zurecht komme und ich die Einschränkungen nur bei Belastung merke. Trotzdem habe ich natürlich eine Heidenangst vor dem Termin und wie es weitergeht. Hab mich auch schon eingehen informiert, was ich da eigentlich habe.
    Was ich jedoch nicht möchte ist mich von der Krankheit runterkriegen zu lassen und so lange es geht mein Leben genießen. Ich sehe es auch als eine Chance an mein bisheriges Leben zu überdenken und mein Dasein zu intensivieren. Ich werde auch wieder mit dem Laufen anfangen weil ich gut verstehen kann, dass dies wieder Kraft und Mut gibt. Also, Horrido an Alle und lasst euch nicht unterkriegen.
    T.

    • Hallo MrTom,

      schön das Du auf den Blog gestoßen bist. Mistige Krankheit, mistige! Aber man kann damit ganz gut leben, wenn man … na ja, du weißt schon. Laufen als Sport ist schon mal gar nicht schlecht. Ich hoffe Du erzählst, wie es Dir weiter ergeht.

      Erstmal alles Gute und Kopf hoch!

      eichkatz

      • Hallo ihr,
        nachdem mein Termin im Januar beim Arzt wegen Krankheit ihrerseits verschoben wurde, war es gestern nun soweit. Die Diagnose: Asthma Bronchiale. Leider hatte mein Hausarzt verpennt die Röntgenbilder an den Facharzt zu schicken so dass wir nicht näher auf das vermeindliche Emphysem eingehen konnten das er entdeckt hat. Das war doof. Ich hätte da doch gerne Klarheit gehabt. Jedenfalls: erfreulich war, dass ihrer Ansicht nach die Lungenwerte OK sind ( Werte habe ich aber keine bekommen). Im Dezember lag mein Lungenvolumen bei ca. 60%.!!! Hab nun Foster verschrieben bekommen. Das scheint auch erst mal ganz gut anzuschlagen.
        So, und da der Blog vom Laufglück handelt: bin nun auch wieder angefangen zu laufen. Langsam und nicht so weit aber es kommt so langsam. Nun freue ich mich auf wärmeres Wetter und sprießende Blumen.

      • Hallo MrTom,

        das freut mich richtig! Es klingt ja sehr erfreulich. Zu meinem Medikamentenmix gehört auch Foster. Ich liebe es. Ich nehme eine halbe Stunde vor dem Laufen immer einen Hub Foster und bin sehr glücklich damit.

        Ich würde mich sehr freuen, wenn Du über Dein weiteres Läuferleben berichtest. Es ist gut langsam anzufangen. Dann kann man leichter dabei bleiben. Mit Geduld kann sich ein richtig nettes Läuferleben entwickeln!

        Viel Spaß erstmal, eichkatz

  8. „Aber man kann damit ganz gut leben, wenn man …“???…das Rauchen aufgibt? Das habe ich zum Glück schon vor der Diagnose gemacht. Ich hatte ja gemerkt, dass irgendwas nicht stimmt. Donnerstag ist Termin beim LFA. Bis denne und Ahoi Mr.Tom

  9. Hallo lieber Unbekannter,
    kannst du mir bitte ein Paar Tipps geben, wie du bei der Anstrengung richtig atmest.
    Ich möchte mich auch von ganzem Herzen für dein Blog bedanken – wäre schön gewesen, wenn ich die Seite früher gefunden hätte.
    Liebe Grüße und alles Gute!
    Milena

    • Hallo liebe Milena,

      erstmal herzlich willkommen hier, bei der lieben Unbekannten (ich bin eine Läuferin). Das mit dem Atmen: Ich atme vier Schritte lang aus. Meine Atemwege sind so eng, daß ich vier Schritte brauche. Der gesunde Mensch schafft die Luft schon nach 2 Schritten aus dem Körper. Ich mache jedesmal, wenn der Fuß auf dem Boden ankommt, so einen Art Stoßseufzer. Das mache ich viermal hintereinander = 4 Schritte. Danach atme ich ein. Das dauert nur zwei Schritte. Damit komme ich im Moment ganz gut klar. Ich denke, das wichtigste ist, daß man alle Luft ausgeatmet hat, bevor man neue Luft einatmet.

      Ich hoffe, Du schreibst noch ein bißchen über Dich. Bist Du auch krank? Machst Du Sport?

      Viele Grüße, eichkatz

  10. Gratuliere was du leistest .Du bist vor der Krankheit davongelaufen!!!!! Frage wann hast du mit dem Rauchen aufgehört wie hast du dich dazu motiviert

    • Liebe Alexandra,
      erst mal vielen Dank für die Gratulation. Zu Deiner Frage, wie ich mit dem Rauchen aufhörte: Ich habe einfach aufgehört. Ein paar mal. Am 27. März 2012 war der letzte Tag, an dem ich einfach aufgehört habe. Es war viel einfacher als ich glaubte. Ich habe seither keine Zigarette mehr angefasst. Das ist der ganze Trick: Keine Zigarette mehr anfassen. Punkt. Jedes mal, wenn die Sehnsucht kam, habe ich mir gesagt, daß die ersten drei Wochen am schwersten sind und dann wird es leichter. Und jetzt bin ich doch schon so und so weit. Die Sehnsucht vergeht binnen Minuten, Sekunden, dann ist sie vergessen. Nur die kurze Zeit, in der die Sehnsucht einen quält ist es schwer. Momente später ist es wieder einfach. Weil ich an die Sucht glaubte, habe ich Nikotinpflaster benutzt. Die ersten drei Tage habe ich ein mittelgroßes Pflaster auf die Haut geklebt. Damit habe ich mich so nikotinsatt gefühlt, als hätte ich eine ganze Schachtel geraucht. Dann ab dem vierten Tag habe ich das Pflaster in der Mitte durchgeschnitten und nur noch das halbe Pflaster auf die Haut geklebt. Sobald mir das halbe Pflaster als Nikotindosis reichte habe ich jeden Tag das halbe Pflaster minus einen Millimeter abgeschnitten und aufgeklebt. Ich weiß: In der Anleitung steht man soll das Pflaster nicht zerschneiden. Ich hätte aber nie drei Monate Pflaster durchgehalten. Also habe ich immer weniger genommen. Das wichtigste ist, daß man sich ab sofort als Nichtraucher betrachtet. Nein, ich rauche nicht. Für mich war am besten nicht darüber zu sprechen, nicht daran zu denken. Die anderen merken seltsamerweise gar nicht, daß man nicht raucht. Die Sehnsucht vergeht. Am zweiten oder dritten Tag habe ich erst im Lauf des Vormittags daran gedacht. Und heute denke ich höchstens einmal im Monat daran. Weil ich nicht wieder von vorne anfangen will, fasse ich keine Zigarette mehr an. Punkt.
      Das Laufen hilft mir, denn man kann viel Seelen-Spannung abbauen. Man braucht nur loslaufen und schon ist man in einer anderen Welt. Das geht auch morgens, in der Mittagspause oder abends, eigentlich immer. Und ich habe durch das Laufen nicht an Gewicht zugenommen. Eher das Gegenteil. Der Figur tut das sehr gut. Durch die Lungenkrankheit bin ich körperlich etwas eingeschränkt. Laufen kompensiert das weitgehend, so daß ich körperlich viel belastbarer geworden bin. Jede andere Form der Bewegung ist aber auch gut. Vielleicht hilft manchen sogar Stricken oder sonst was. Bei mir steht das Laufen im Vordergrund. Daneben vernachlässige ich ein bisschen das Krafttraining und das Dehnen für die Beweglichkeit. Da arbeite ich noch dran.
      Ich wünsche Dir aus tiefstem Herzen, daß Du für Dich einen Weg findest. Eines kann ich Dir noch mit Sicherheit sagen: Selbsthass oder Selbstverachtung hilft Dir überhaupt nicht weiter. Mach Dir keinen Druck. Verlange aber auch von niemandem anderen, daß er dir hilft. Das geht niemanden etwas an. Fass‘ die Dinger einfach nicht mehr an. Die quälende Sehnsucht vergeht und kommt immer seltener. Darauf kannst Du Dich verlassen.
      Ich hoffe, Du schreibst, wie es Dir ergeht. Und wenn Du noch fragen hast, frage!
      LG, eichkatz

  11. Danke das du dir so viel Zeit für mich nimmst und mich motivierst war heute schon 40 Minuten am Laufband und muss sagen das es mir seelisch gut getan hat habe mir das Ziel gesetzt am Wochenende aufzuhören mit der Raucherei danke für deine guten Ratschläge bis bald lg alexandra

    • Liebe Alexandra,

      ich wünsche Dir ein schönes Wochenende. Mach‘ an dem Wochenende etwas schönes und lass ja keine Langeweile aufkommen.

      Alles Gute erstmal, eichkatz

  12. Seit 2006 habe ich COPD.
    Ich fing an zu walken, bekam.einen Hund – und hatte einen Unfall vor 3 Jahren…

    Nun gehts langsam zurück ins Leben.
    Spazieren gehen, walken, Ernährung umstellen (veggie und vegan). Und dann…laufen.
    Ja, ich will laufen können. Und ich weiss, dass ich es packen werde.
    Dein Blog ist eine Inspiration.

    Danke dafür.

    Liebe Grüsse
    Susi

    • Hallo Susi,

      ich wünsche Dir alles erdenklich gute für Deinen weiteren Weg. Ich würde mich freuen, wenn Du berichtest, wie es Dir weiter ergeht.

      Schöne Grüße

      eichkatz

  13. Liebe Eichkatz,

    durch eine Suche nach den Begriffen „COPD“ und „Laufen“ fand ich als einen der ersten Treffer Deinen hiesigen Blog. Zuallererst möchte ich Dir zur kompletten Umkrempelung Deines Lebens vor ein paar Jahren herzlichst gratulieren. Es ist faszinierend, was Du geschafft hast! Ich bin immer noch schwerstens beeindruckt angesichts Deines unbändigen Willens, der Krankheit den Stinkefinger zu zeigen!

    Der Grund weshalb ich die Suchmaschine nach obigen Schlüsselworten durchsuchte, ist natürlich leider klar: Ich leide selbst an dieser Krankheit. Zwar nicht in Stufe III wie Du, aber auch nach der (neueren) Einteilung der Krankheit nach GOLD (ich liege zwischen Stufe A und B mit einem FEV1 von derzeit 70%) weiss ich, dass nicht damit zu spassen ist. Die Krankheit hält einen im wahrsten Sinne des Wortes ganz schön auf Trab.

    Wie Du versuche ich der Krankheit die Schärfe zu nehmen, in dem ich laufe. Ich bin zwar noch weit, weit von Deinem Level weg, habe aber im Laufe des letzten Jahres nach der Diagnose es bereits geschafft, viele alte Zöpfe in meinem Leben abzuschneiden: Natürlich das Rauchen (das war die übelste Herausforderung), aber auch Ernährung, Bewegung, Sport und Achtsamkeit meiner Gesundheit gegenüber habe ich nachhaltig verändert. Medikamentös bin ich sehr gut „eingestellt“, und ich geniesse eine ausgezeichnete medizinische Behandlung, wofür ich unendlich dankbar bin.

    Nach meinem Rauchstopp im November 2015 startete ich mit dem Laufen. Ich begann mit Nordic Walking, nahm im Frühjahr 2016 noch das Radfahren mit hinzu (bisher fast 2.000 in diesem Jahr), im Oktober 2016 dann ein (moderates) Kraftraining und das Laufen auf dem Band. Ich komme mittlerweile – mit wenigen sehr unangenehmen Ausnahmen, Du kennst sie… – sehr gut zurecht. Alle meine Vitalwerte haben sich massivst verbessert: Blutdruck, Sauerstoffsättigung (meistens bei 95-98%), Lungenvolumen, FEV1, Flow etc. Noch viel wichtiger: Ich habe die Krankheit als einen Teil von mir akzeptiert, der mich nicht mehr verlassen wird. Das war wahrscheinlich das allerschwerste und hat mich einige Panikattacken gekostet.

    So wie Du war ich vor einem Jahr, ich zitiere Dich, „sehr, sehr krank“.

    So langsam würde ich aber gerne die nächsten Schritte angehen. Mein Ziel ist es, den Abstand zwischen meinem heutigen Zustand und dem evtl. zu erwartenden Siechtum so weit wie möglich zu vergrössern. Wie bei Dir hilft mir das „an die Grenze gehen“ bei meiner „Schnauferei“ enorm. Ich will das gerne ausbauen, scheitere aber leider momentan. Meine normale „Walking“-Geschwindigkeit auf dem Band oder in der Natur bewegt sich ca. zwischen 5 und 7,5 km/h, je nach Luft und Laune. Ich halte diese Geschwindigkeiten sehr gut, auch über längere Zeiträume (5-15km). Wo ich aber Probleme bekomme, ist, wenn ich vom Gehen ins Traben bzw. Laufen wechsle. Meine HF steigt erbarmungslos innerhalb kürzester Zeit auf über 150 Schläge/min an und ich ermüde viel zu schnell.

    Mich würden daher ein paar Sachen ungemein interessieren und ich wäre über eine Antwort Deinerseits sehr, sehr dankbar: Darf ich fragen, wie groß und schwer Du bist? Dein Alter hast Du ja mal verraten… Darf ich weiterhin fragen, mit welchen Geschwindigkeiten Du Dein Pensum abspulst? Du berichtest leider immer nur von den Distanzen, aber nie, wie lange Du dafür brauchst.

    Ich vermute, dass ich ein Gewichtsproblem habe und mir deswegen auch bereits das leichte Traben (v=6,5 km/h) sehr schwer fällt. Meine Knochen und mein Herz sind einwandfrei in Ordnung (getestet), aber ich habe nach dem Rauchstopp innerhalb kürzester Zeit von 78 auf mittlerweile 90kg zugenommen bei 186 cm Größe. Mein Sportmediziner tröstet mich immer, dass ich geduldig sein soll, aber ich würde sehr gerne einschätzen, wie andere „Betroffene“ ihr Tempo gestalten und vor allem: wie sie dahin gekommen sind und wie lange sie dafür gebraucht haben.

    Jetzt ist mein Post doch sehr lange geworden, ich hoffe, es war nicht ermüdend.

    Vielen Dank im voraus und viele Grüße,
    Joachim.

    PS: Ein wenig meiner persönlichen „Nichtraucherkarriere“ kannst Du im Nichtraucherforum bei der BZgA nachlesen, wenn Du magst: https://www.rauchfrei-info.de/community/forum/?tx_mmforum_pi1%5Baction%5D=list_post&tx_mmforum_pi1%5Btid%5D=5462

  14. Lieber Joachim,

    erst einmal herzlichen Glückwunsch zu Deinem Lebenswandel. Mach weiter so. Zu Deiner Frage antworte ich: Ich bin 52 Kilo schwer bei einer Grösse von 1,62 cm. Mein Gewicht hat sich durch Nichtrauchen und das Laufen nicht geändert. Ich kann aber viel mehr essen als früher. Ich würde sagen: doppelt so viel. Meine Geschwindigkeit beim Laufen ist lächerlich niedrig. Wenn ich 6,5 km / h schaffe, dann war der Lauf gut. Mein Sportarzt sagt, wenn ich mich darüber beklage: „Das wird besser.“ Ich soll Geduld haben. Ich soll langsam laufen und dann wird das schon. Ich gehe davon aus, daß er recht hat. Man kann davon ausgehen, daß man mindestens 15 Jahre braucht, bis man seine körperlichen Fähigkeiten ausgereizt hat.

    Für mich ist beim Laufen und Sporteln das wichtigste, daß ich mir nicht den Spass mit irgendwelchen Messwerten verderbe. Das einzige was zählt ist, daß ich am nächsten Tag wieder laufe und das möglichst bis zum Ende meiner Tage. Unser Projekt ist ein langfristiges. Es sollte möglichst bis zum Ende unseres Lebens fortdauern. Dann haben wir gewonnen. Egal wie schnell wir gelaufen sind.

    Ich freue mich für Dich und wünsche Dir alles Gute!

    eichkatz

  15. Hallo Eichkatz,
    ich freue mich, diese Seite entdeckt zu haben. Deine Laufleistungen sind wirklich beachtlich!
    Ich selber ( Diagnose COPD II seit 2010, langjähriger Raucher, seit 2009 aber ohne), habe seit Januar auch das Laufen angefangen. Derzeit bin ich bei 3 km, die ich eigentlich ganz gut schaffe.
    Ich achte seit zwei Jahren vermehrt auf eine gesündere Ernährung und betreibe seitdem regelmäßig zuhause Kraftsport.
    Deine Seite motiviert mich, auch meine Laufleistung zu erhöhen, besten Dank dafür!
    Alles Gute!
    Gandalf

    • Hallo Gandalf,

      vielen Dank für Deinen Bericht. Auch für mich ist es motivierend von anderen Betroffenen zu lesen, wie sie mit der Krankheit umgehen. Für mich ist Kraftsport derzeit eine Baustelle, auf der ich regelmässig etwas tun möchte. Denn das Laufen ist für die Ausdauer und die Seele sehr gut. Für die Muskulatur reicht es aber nicht. Du hast Erfahrung mit Kraftsport gesammelt. Kannst Du mir sagen, wie lange es dauert, bis sich Erfolge einstellen? Wie oft in der Woche machst Du denn Kraftsport? Und was machst Du? Arbeitest Du mit dem eigenen Körpergewicht?

      Viele Fragen mit denen ich Dich überschütte. Entschuldige!

      Viele Grüsse,

      eichkatz

  16. Uau!
    und wird das Laufen nicht a) langweilig oder b) eine Sucht?
    ich kann mir aber vorstellen, dass ich durch die pulsoxi Kontrolle auch mutiger wäre, mehr Sport zu machen (chr. Asthma seit 2002, bin 49j. w. nr.) beim Arzt war die Messung immer 98% … egal was ich tat, und egal ob ich dachte genug Luft zu haben oder nicht(!) … ab wieviel% ist man „happy“ und unter wieviel% ist es nicht mehr lustig?

    • Hallo Eichhörnchen!

      Zu Deiner Frage a) Nein. Zu b) Sucht? Ja, man sucht das Glück und findet es.

      Wenn Du keine Probleme mit dem Sauerstoff hast, dann sei glücklich. Unter 90% soll man nicht über längeren Zeitraum sein. Da leiden die Organe, die Nieren z.B.. Aber wenn man am Hügel mal für kurze Zeit drunter ist, ist das egal.

      Raffe Dich auf zum Sport. Langsam und konsequent. Dann wirst Du das Glück finden und die Krankheit fast vergessen!

      eichkatz

  17. Danke, liebe Eichkatz,
    aha, zu 1) ist wohl wie Zeit zum Lesen haben ;-), und 2) lese ich: ‚Laufen kann glücklich machen‘
    Sauerstoffmangel, vielleicht nur selten; jedoch sicher oft genug das Gefühl nicht genug Luft zu bekommen (und ein Peak-flow der dann Sorgen macht); bei Sport schnell kurzatmig + Puls schnell hoch = Atemnot-Angst / Enge .. kennst Du sicher auch, nur im Umgang damit bist Du geübter und weiter.
    Hab ja auch schon Einiges seit 2002 dazugelernt … nur um mein größtes Aha-Erlebnis zu teilen: das „richtige“ Treppensteigen: 4 Stufen ausatmend steigen, dann ohne weiterzugehen einatmen (wenn keine Spannung am Bauch ist), dann wieder 4 aus, 0 ein … es war das erste Mal 2014 sagenhaft! 4 Stockwerke hoch ohne zu schnaufen – ok puls hoch, aber noch Luft …das hatte ich schon 12 Jahre nicht mehr so gekonnt … die „Nullrunde“ war für mich wie ein Sprungbrett.
    und nun wird der pulsoxi das nächste 🙂
    Danke, Eichhörnchen

  18. Hallo ihr laufenden Schnaufer,habe auch COPD und laufe nun seit 1 Jahr.Der Anfang war nicht leicht,aber wenn man trotzdem weitermacht wird es immer besser.Ein wenig Ergeiz gehört schon dazu…Mein Ziel ist auch mal ein Halbmarathon,das wärs für mein prustendes Ego.Mittlerweile kann ich schon 1,5 Std.durchlaufen bei Ca.7,5-8 kmh.Das macht richtig stolz.Ein Problem ist wohl mein Ehrgeiz,ich überfordere mich zu schnell.Laufe doch Mal ZU schnell,oder nach Tagesverfassung doch ZU lange.Mach ich ZU viel geht es mir auch nicht mehr gut,dann pruste und japse ich noch 3 Tage später.Man Muß sein Maß herausfinden.Und auch,wenn man sich evtl.schämt ,weil sogar Walker dich überholen,man läuft!Und darauf kann man stolz sein!Also wünsch ich allen schnaufenden Läufern weiterhin alles Gute und mehr und mehr Kondition 😉

    • Hallo!
      Erstmal: Danke für Deinen Kommentar. Du bist jetzt ein Jahr gelaufen! Herzlichen Glückwunsch! Ein Jahr, das ist schon ganz schön viel. Dieses Jahr schaffts Du die 21 Kilometer am Stück. Da bin ich ganz sicher. Muß es schnell, schneller am schnellsten sein? Ist es Dir wichtig, ob Du als 10.000 ste oder als 12.000 ste über die Linie läufst? Dein Körper wird Dir schon sagen, was er davon hält. Der ist das Maß. Viel Spaß im neuen Laufjahr!

  19. Hallo eichkatz…..ich will auch mal wieder ein Lebenszeichen von mir geben. Zunächst einmal habe ich mich bei den „streakrunnern“ angemeldet und in deinem entsprechenden Tagebuch gestöbert. Allerdings ist es da in letzter Zeit auch etwas ruhig geworden. Ansonsten Hut ab vor deinen Km-Umfängen. Bei mir ist momentan etwas der Wurm drin…. die Motivation ist nicht mehr da. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich mir für dieses Jahr noch kein „highlight“ vorgenommen habe. Letztes Jahr bin ich meinen ersten Ultra (73 km mit 1900 hm) gelaufen. Da war auch die Trainingsmotivation eine ganz andere……Im Herbst hatte ich dann noch einen Bergmarathon (1600 hm) und danach war die Lust weg und die Kilos kamen wieder. Jetzt werd ich mich auch mal mit dem „streaken“ versuchen. Ansonsten habe ich inzwischen keinerlei „merkbare“ Einschränkungen mehr durch meine Lungen. Durch den vielen Sport und die damit verbundene Fitness hatte ich (Klopf auf Holz) auch seit ca. 2 Jahren keine Erkältung mehr. Ich möchte allen hier empfehlen, nicht in Wochen und Monaten zu denken. Erfolge und Besserung von Beschwerden kommen langsam…. aber sie kommen. In dem Sinne wünsche ich allen denen es noch nicht so gut geht, einen festen Willen zum dranbleiben und natürlich auch allen anderen noch viele schöne Läufe in der Natur.
    Viele Grüße
    Wolfgang

    • Hallo Wolfgang,
      es freut mich sehr, von Dir etwas zu hören. Nach so einem harten Jahr, wie Du es schilderst, kannst Du es ja mal etwas ruhiger angehen. Täglich laufen ist da eine prima Idee. Man bleibt dran und muß aber nichts beweisen, denn das Dranbleiben ist ja schon die Leistung. Und es ist gar nicht so leicht wie es klingt. Schreib mal wieder und bleib schön gesund,
      eichkatz

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