Mehr Kraft!

Tag 107. Diese Woche experimentierte ich mit Übungen zur Körperkraft. Ich möchte noch mehr Kraft haben. Das hilft in allen Lebenslagen. Ich turnte einige Videos von YouTube nach. Es machte Spaß, auch wenn es manchmal anstrengend war. Daneben freute ich mich an meinen Ausflügen zum See.

Am letzten Sonntag (Tag 101) turnte ich das 50 minütige Video hier für Beine und Core mit Dr. Daniel Gärtner fast durch. Nach vierzig Minuten musste ich aber aufhören. Mein kleinen Atempausen reichten nicht, um das Durchhalten möglich zu machen. Mir war es zu viel. Ein prima Grund, dranzubleiben und zu versuchen, ob ich es irgendwann doch noch schaffe.

Am Montag (Tag 102) nutzte ich den Weg zum See zur Regeneration (19 km), denn die Anstrengung vom Vortag merkte ich deutlich. Es war ein besonders schöner Tag. Der Himmel war grau und wolkenverhangen. Von den Bäumen fielen dicke Tropfen, die übrig geblieben waren vom nächtlichen Regen. Die Waldwege waren feucht, die Luft war kühl und die Blätter satt und zufrieden grün. Die Schwimmrunde habe ich mir geschenkt. Das wäre zu viel gewesen. Im Park, auf dem Weg zum See sah ich auf dem Boden eine sehr junge Elster sitzen. Zwei Amseln flogen schimpfend um sie herum und attackierten die kleine Elster. Sie hüpfte zur Seite, das reichte aber nicht. Sie wurde von den beiden Amseln gezwungen, den Platz zu räumen und auf den nächsten Baum zu fliegen. Tja, so ist das, kleine Elster:

Amseln und Spatzen gehört der Boden,

Die Elstern aber besitzen im Luftreich des Baums

Die Herrschaft unbestritten.

Am Dienstag (Tag 103) machte ich morgens die Übungen mit den einbeinigen Kniebeugen. Abends testete ich das 50 Minuten-Video hier von Dr. Daniel Gärtner für Brust & Rücken. Ich nahm mir vor, falls es mir schwer fallen sollte, nur jeweils drei Wiederholungen pro Satz zu machen. Auf jeden Fall aber, wollte ich alle Übungen einmal ausprobieren. Schließlich habe ich alles mitgeturnt. Und es ging gar nicht mal so schlecht. Juhu!

Am Mittwoch (Tag 104) war ich am See (19 km). Die Luft war angenehm und ich konnte fast normal atmen. Auf dem Weg zum See sah ich eine Amsel mit weißen Flecken. Ich sah sie schon zum zweiten Mal. Das Tier hat eine eindrucksvolle und sehr hübsche Pigmentstörung. Im Wald waren die ersten Brombeeren schon zu erkennen. Oh je, der Sommer hat doch noch gar nicht richtig angefangen, da kommen schon die ersten Vorboten des Herbstes.

Am Donnerstag (Tag 105) widmete ich mich meinen üblichen Übungen mit der einbeinigen Kniebeuge.

Am Freitag (Tag 106) war ich recht früh am See (19 km). Die Sonne strahlte schon. Es stand ein heißer Tag bevor. Im schattigen Wald war die Luft noch weich und kühl. Auch die kurze Schwimmrunde kühlte mich angenehm ab. Erst auf dem Heimweg wurde es zu warm.

Heute, am Samstag (Tag 107) machte ich morgens meine üblichen Rumpf-Stabi-Übungen. Nachmittags testete ich das 50 Minuten-Video hier von Dr. Daniel Gärtner für die Unter- und Oberarme. Ich habe die meisten Übungen mit dem Theraband durchgeführt. Das klappt sehr gut. Man kann die Anstrengung dem eigenen Können anpassen.

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Glücksschauer

Tag 30. Nach dreißig Tagen Teilnahme am dem Spiel „Täglich eine Sporteinheit“ fällt mein Resumé positiv aus. Das Spiel ist abwechslungsreich und fordert den ganzen Körper. Kraft, Beweglichkeit und Ausdauer sind Teilnehmer an diesem Spiel. Mit der Ausdauer bin ich ja schon lange sehr gut befreundet. Jetzt, da der Wald gerade sein neues Kleid mit dem zartesten Grün anlegt und Knoblauchdüfte den Wald durchziehen, stellt sich die Freude und das Glück von ganz allein ein. Mit Kraft und Beweglichkeit habe ich lange gefremdelt. Nun, da ich sie auch in meinen Freundeskreis aufgenommen habe, freunden wir uns allmählich miteinander an. Die Intensität kann ich anpassen, so daß der Muskelkater seine Rolle als Spielverderber ausgespielt hat. Er hat die Krallen eingefahren und schnurrt friedlich.

Am letzten Sonntag (Tag 24) radelte ich nach ausführlichem Dehnen am Abend 30 km auf Stufe 1 beim Fernsehen. Das Radeln auf Stufe 1 ist locker, aber doch nicht ganz ohne Anstrengung. Der ganze Körper wird warm und sogar etwas verschwitzt. Die Atemmuskulatur brannte auf den letzten 5 Kilometern, insbesondere das Zwerchfell. Das Radeln ist eine prima Abwechslung. Gegenüber dem Laufen liegt der Vorteil darin, daß sich die Belastung feiner dosieren lässt. Außerdem wage ich gelegentlich eine höhere Belastung. Ich könnte ja jederzeit abbrechen, denn ich bin ja schon zu Hause.

Am Montag (Tag 25) wanderte ich zum Badesee (18 km). Die Sonne schien. Die Luft war warm und mild. Noch waren die Bäume kahl wie im Winter. Nur ein Kirschbaum im Park stand schon in voller Blüte. Am Badesee sah ich, wie erstaunlich weiße Kröten oder Frösche im Wasser in der Nähe des Ufers herumschwammen. Das Wasser des Sees war 9 °C kalt. Auf dem Heimweg schaute mir ein Raubvogel aus 5 Meter Entfernung zu, wie ich an ihm vorbeiging. Überall begegneten mir Zitronenfalter und Schmetterlinge.

Am Dienstag (Tag 26) radelte ich im Zimmer 20 km auf Stufe 2. Diesmal konnte ich schon fast ohne Pause durchradeln. Ich wurde nur zwischendurch immer wieder etwas langsamer. Vor dem Radeln hatte ich meinen halbjährlichen Termin beim Lungenarzt. Die Werte der Lungenfunktion waren wie immer. Zusätzlich konnte ich sogar eine Kurve ohne Bauch pusten. Den Infekt hat die Lunge wohl schadlos überstanden.

Am Mittwoch (Tag 27) lockte mich der leichte Grünschimmer auf der Pflanzenwelt zumal das Wetter sehr schön war. Aber ich hatte leichten Muskelkater und war angemüdet. Da ich ja nicht mehr zu den Täglichläufern gehöre, konnte ich die Variabilität des neuen Spieles „Täglich eine Sporteinheit“ genießen und machte abends nur das 15-minütige Workout für die Arme mit Dr. Daniel Gärtner. Auch mit kleinen Päuschen ist die Übung sehr effektiv.

Am Donnerstag (Tag 28) gings wieder zum Badesee (18 km). Mal lief ich, mal wanderte ich. Klar ist das nach dem Infekt noch etwas anstrengend. Der allmählich ergrünende Wald hat mich für die Anstrengung voll entschädigt. Das frische, zarte grün berührte die Seele und löste kleine Glücksschauer aus. Am See war ein Graureiher. Im Wasser lagen auf dem Grund Frösche oder Kröten. Am Ufer war Laich zu sehen. Na, da wird es bald Kaulquappen geben. Die Wassertemperatur war 12 °C.

Am Freitag (Tag 29) machte ich am Morgen Stabi-Übungen. Die sind nach wie vor ziemlich anstrengend und saugen die Kraft aus der Muskulatur. Abends radelte ich auf Stufe 2 beim Fernsehen 20 km.

Heute, am Samstag (Tag 30) begann ich den Tag wieder mit Stabi-Übungen vom Arzt. Rumpfstabilität klingt etwas lächerlich, scheint aber für das Radeln, für das Schwimmen für das Laufen und sogar für das Sitzen am Schreibtisch wichtig zu sein. Abends habe ich noch ein paar Übungen für den Bauch eingeplant. Da lasse ich mich wieder von Dr. Daniel Gärtner anleiten. Das Acht Minuten Workout für ein Sixpack halte ich zwischendurch immer mal an, wenn ich außer Atem komme. Bei all der Turnerei lerne ich meinen Körper immer besser kennen und finde, er wird immer wohnlicher. Und wenn der kleine Kater schnurrt breitet sich Behaglichkeit und Wohlbefinden aus.

Mein neues Spiel: Täglich eine Sporteinheit

Das tägliche Laufen fand am 25. Februar nach fast fünf Jahren durch einen Infekt sein jähes Ende. Ruhe in Frieden lieber Streak!

Wie geht es nun weiter? Ich werde eine neues Spiel unter dem Namen „Täglich eine Sporteinheit“ eröffnen. Das Spiel ist zu Ende, wenn 24 Stunden in der Zeit von 0.00 Uhr bis 24.00 Uhr ohne Sporteinheit vergangen sind. Die Sporteinheiten werde ich fortlaufend zählen. Die Art der Sporteinheit kann immer frei gewählt werden.

Ich stelle mir idealerweise vor, in der Woche drei Krafttrainings-Einheiten und drei Ausdauer-Einheiten durchzuführen. Am siebten Tag habe ich Dehnen als eigene Einheit angedacht. Die Art der Sporteinheit ist aber frei wählbar, so daß ich auch mal sieben Tage nur laufen oder nur radeln könnte.

Die vergangene Woche war eine erste Übergangswoche. Seit Mittwoch radelte ich täglich auf dem Standfahrrad im Zimmer. Ansonsten erholte ich mich vom Infekt. Beim Radeln ging meine Sauerstoffsättigung am ersten Tag binnen einer halben Minute auf 90 % runter. Das war ziemlich erschreckend. Meine Erfahrung tröstete mich aber und sagt mir, daß es mir bald wieder besser gehen wird. Und so wurde es dann auch täglich etwas besser. Aber ich werde wohl noch eine zweite Übergangswoche einschieben müssen, bevor ich das neue Spiel ausprobieren kann.

Ich würde mich freuen, wenn meine lieben Leser mir ein paar Anregungen für Sporteinheiten geben würden. Vielleicht weiß auch jemand, ob ich mir Hanteln kaufen muß? Danke im Voraus!