Ein Apfelkuchen stand im Weg

Tag 191. Diese Woche hatte ich ein paar ruhige Tage. Mein Elan hatte selbsttätig auf Sparflamme geschaltet. Ich pustete zwar immer mal und versuchte, das Feuer zu entfachen. Aber da war nichts zu machen. Nun gut, ich hatte fünf Wochen hintereinander alles gegeben. Da war es sogar vernünftig in der sechsten Woche Zurückhaltung zu üben. Nächste Woche soll es endlich kühler werden. Ich freue mich drauf. Der Regen lässt jedoch weiter auf sich warten. Ein bis zwei Millimeter getröpfelt reicht nicht.

Am letzten Sonntag (Tag 185) hatte ich einen faulen Tag. Erst abends radelte ich 5 km und das sogar nur auf Stufe 2. Den Tag habe ich mehr oder weniger vergammelt und das tat gut. Unsere Balkonkrähen waren übrigens Sieger beim Revierkampf.

Am Montag (Tag 186) ging ich dann mit neuem Elan ans Aufwärmen (5 km / Stufe 3). Beine und core war anstrengend, aber es fühlte sich gut an. Nach wie vor muss ich das Video für Atempausen anhalten. Und trotzdem! Es macht mich glücklich. Wenn die Muskeln warm werden und die Konzentration auf die Übung den Alltag verdrängt, dann fühlt sich das gut an. Am Abend machte ich wieder nach dem Aufwärmen (5 km / Stufe 3) Stretch und Relax.

Am Dienstag (Tag 187) wärmte ich mich mit dem Zimmerfahrrad auf (5 km / Stufe 3). Danach ging es an Schultern und Brust. In der Frühe war es noch angenehm kühl. Später wurden es unangenehme 30 °C. Es regnete seit April nur ein paar Tropfen! Hier fand ich ein Video, das die staubige Trockenheit illustriert. Bei uns in der Stadt ist es nicht ganz so schlimm, denn ständig sind Kehrmaschinen unterwegs. Ich glaube fest daran, daß der Regen irgendwann den Staub verbannen wird. Derweil bejuble ich den ungeahnten Kraftzuwachs. Heute haben sich vor meinem Fenster im Kastanienbaum, dessen Blätter alle vertrocknet zu zu Boden gefallen sind, zwei Buntspechte ein Stelldichein gegeben. Die Natur lebt weiter! Abends entspannte ich mich nach dem Aufwärmen (5 km / Stufe 3) bei Stretch und Relax.

Am Mittwoch (Tag 188) war ich abends am Ententeich (4 km). Es war 28 °C und schwül. Die Gartenlokale auf dem Weg zum Park waren gut besetzt. Man hörte raunen und lachen. Im Park saßen auf dem Rasen verteilt kleine Menschengrüppchen zum späten Schwatz. Da beinahe Vollmond war, war es sehr romantisch.

Am Donnerstag (Tag 189) hatte ich einen riesigen Hunger. So backte ich einen herrlichen Apfelkuchen. Den aßen wir. Der Apfelkuchen stand im wahrsten Sinne des Wortes im Wege. Die Lunge konnte sich nicht recht entfalten, weil der Magen damit gefüllt war. Und das wohlige, satte Gefühl nach köstlicher Speise verbat jede ehrgeizige Störung. Ich ergab mich. Ich machte nur eine kurze Mobility-Einheit.

Am Freitag (Tag 190) hatte der Apfelkuchen seine Aufgabe erfüllt. Der Elan war zurück. Nach dem Aufwärmen mit dem Zimmerfahrrad (5 km / Stufe 3) ging es an Beine und Rücken. Ich war gut erholt und so waren die Übungen nicht schwer. Abends widmete ich mich nach dem neuerlichen Aufwärmen Stretch und Relax. Das ist eine sehr wohl tuende Einheit. Mit der Atmung habe ich das fast überhaupt keine Probleme. Das gezielte Dehnen eines Muskels gelingt mir auch immer besser.

Heute, am Samstag (Tag 191) war nach dem üblichen Aufwärmen (5 km / Stufe 3) Brust und Arme dran. Diesmal erschien es mir extrem anstrengend. Ich vermute daß Apfelkuchen und Kürbissüppchen nicht genug Brennstoff geliefert haben. Heute gab es ein dickes Lachsfilet mit gebackenen Kartoffelspalten und Tomaten. Vielleicht hilft das. Abends werde ich nichts mehr machen. Letzten Samstag hatte ich Stretch und Relax angekündigt, aber das fiel dann doch aus. Samstagabend ist halt Samstagabend.

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Hitze!

Tag 135. Diese Woche widmete ich dem Schwerpunkt Dehnen. Im Laufe der Woche lernte ich, wie gut das tägliche Dehnen tut. Vielleicht behalte ich das sogar als Abschluss des Tages am Abend bei. Daneben las ich das Buch „Musashi“ von Eiji Yoshikawa. Das Buch erschien ursprünglich als Zeitungsroman von 1935-1939 in der zweitgrößten Zeitung Japans und der Welt. Hauptfigur ist Musashi, ein unabhängiger, freier Samurai, der keinen Herrn hatte. Musashi lebte wirklich im frühen 17. Jahrhundert in Japan. Das Buch richtet sich gegen sinnlose Gewalt und Kraftmeierei. Ehre, Rache, Gewaltverherrlichung, Mißachtung des Lebens und der Frauen erweisen sich als missverstandene (Männlichkeits-) Ideale. Es ist ein spannender Roman in dem aus Jungen und Mädchen auf ihrem Weg durch das Leben mehr oder weniger kluge erwachsene Menschen werden. Etwas über Tausend Seiten pralles Leben. Ein ideales Buch für die Sommerferien.

Am letzten Sonntag (Tag 129) waren meine Gelenke und Muskeln von der Hantel-Erfahrung aus der Woche zuvor noch leicht mürrisch. So bot ich meinem Körper die vertrauten Übungen für Rumpf-Stabilität an. Das tat gut und war nicht zu anstrengend.

Am Montag (Tag 130) begab ich mich noch in der Morgendämmerung auf die Badeseerunde (19 km). Es war angenehm kühl. Als ich im Wald die Lichtung betrat, spielten zwei Füchse fangen. Ich blieb stehen. Als sie mich wahrnahmen, blieben auch die Füchse stehen. Sie schauten zu mir. Die Lefzen waren hochgezogen, die weißen Zähne blitzten, als lächelten die Füchse. Dann schöpften sie noch einmal tief Atem und setzten ihre wilde Jagd um zwei Bäume fort. Irgendwann verschwanden sie im Gebüsch. Einer kam noch einmal zurück, um zu gucken. Ich sprach ihn freundlich an. Da lief er davon.

Von Dienstag (Tag 131) bis Freitag (Tag 134) litt ich unter der Hitze. Ich begnügte mich mit Stretch und Relax am Abend. Nach einer kleinen Aufwärmeinheit wird ein Zirkeltraining durchgeführt. Es gibt drei Runden, in denen der Körper durchgedehnt wird. In jeder Runde wird nach einer anderen Methode gedehnt. Abschließend findet noch ein meditatives Entspannen statt. Mir bekam das richtig gut und ich konnte danach tief und fest schlafen -trotz der Hitze.

Heute, am Samstag (Tag 135) ist immer noch keine Abkühlung in Sicht. So bleibe ich beim abendlichen Stretch und Relax. Die neuen Hanteln wollten zwar bewegt werden, aber sie müssen noch warten.

Nein!

Tag 128. Nein! Ich will kein schwaches altes Mütterchen werden! Alt ist prima, aber schwach – nein Danke. Ich bin zwar froh, daß es in meinem Alltag keine körperlich schwere Arbeit gibt. Aber körperliche Schwäche ist die notgedrungene Folge dieser Annehmlichkeit. Damit will ich mich nicht abfinden. Letztes Jahr im Februar habe ich mit etwas Krafttraining für Rumpfstabilität und stärkere Beine angefangen. Ziemlich bald merkte ich, daß Stärke nützlich ist und Spaß macht. In den letzten Wochen habe ich die Videos von Dr. Daniel Gärtner entdeckt. Beim Nachturnen spürte ich, daß ich noch viel stärker werden könnte. Und mir wurde klar: Ja, ich will stark werden! Also kaufte ich am Dienstag (Tag 124) Hanteln! Und los ging es in die neue Welt. Es wird ein schönes Abenteuer werden.

Am letzten Sonntag (Tag 122) dehnte ich mich ausführlich. Als Anleitung benutzte ich das Video Strech und Relax  mit Dr. Daniel Gärtner. Das war ausgesprochen angenehm. Ich dehnte den gesamten Körper in ruhiger Atmosphäre dreimal durch. Danach waren die Muskeln tief innen drinnen warm. Aber ich war trotzdem nicht aufgeputscht.

Am Montag (Tag 123) machte ich noch einmal Strech und Relax. Das war wieder sehr angenehm. Ich fühlte mich gefordert, aber doch so, daß ich nach den Übungen entspannt war.

Am Dienstag (Tag 124) widmete ich mich abends den alten Übungen für die Rumpfstabilität. Morgens hatte ich an diesem Tag Decathlon, einen Sportladen, besucht. Ich erstand dort ein Hantelset mit 20 kg für knapp 40 Euro. Beim Tragen half mir vom Laden bis zur Haustür ein Metallgestell auf Rädern. Der Weg von der Haustür in den dritten Stock war dann eine eigene Trainingseinheit. Die erste Treppe konnte ich die 20 kg noch als Ganzes hoch tragen. Aber dann! Ich musste die Kilos in zwei Etappen die nächsten Treppen hochwuchten. Das war richtig schwer! Die gesamte Muskulatur wurde mehr beansprucht als beim normalen Training mit dem eigenen Körpergewicht. Oh ja, die Hanteln könnten wirklich bei der Stärkung des Körpers helfen.

Am Mittwoch (Tag 125) war die Seerunde mit kurzem Schwimmen dran (19 km). Es war warm, aber ein kühler Wind milderte die Hitze. Der Wald war grün. Das wirkte nicht wie höchste Waldbrandstufe, nur wenn man auf einen Ast trat, knackte es sehr trocken. Der See war mit 22 °C angenehm kühl. Auf dem Heimweg lauerten mir 6 Eichelhäher auf. Ich hatte den Eindruck, die spielten, „Wer wagt sich am dichtesten an den Menschen ran?“. Dabei kreischten sie nicht, sondern flogen fast lautlos von Baum zu Baum und guckten zu, wie sich einer aus der Horde löste und an mich heranflog. Das wiederholten sie von Baum zu Baum ein paar Hundert Meter weit. Dann kreischte einer und alle hauten ab. Abends testete ich noch Stretch und Relax nach dem langen Lauf. Und ich muß sagen, das tat wirklich gut. Die Muskeln konnten sich dehnen und entspannen. So erholten sie sich sehr gut.

Am Donnerstag (Tag 126) widmete ich mich der Übung Ober- und Unterarme. Hier wendete ich meine neuen Hanteln an. Ich benutzte für alle Übungen 3,2 Kilo pro Hantel. Eine Hantelstange wiegt 2 kg. Mit der 200 gr. schweren Schraube befestigte ich je Hantel eine Eisenscheibe von 1 kg. Das war genug. Die Übungen machten mit den Hanteln sehr viel Spaß. Der ganze Körper war daran beteiligt, die Hanteln zu tragen. Meine schon vorhandene Rumpfstabilität kam mir sehr zu gute. Es war ein sehr intensives körperliches Erlebnis. Erstaunlich!

Am Freitag (Tag 127) machte ich die alten Übungen mit den einbeinigen Kniebeugen. Bei den Kniebeugen nahm ich in jede Hand eine 3,2 kg schwere Hantel. Das ging gut.

Heute, am Samstag (Tag 128) streckte mich die Sommerhitze nieder und ich hatte Muskelkater. Also werde ich am Abend eine Pflichtübung machen und mich ansonsten pflegen.

Darf ich das?

Tag 121. Für mich ist die Umstellung auf die neuen Übungen hochinteressant. Ich decke Schwächen auf und ich erkenne Stärken. Es macht Spaß, den eigenen Körper immer wohnlicher zu machen. Mir geht es gut damit! Die Turntage machen mich glücklich. Ich spüre, wie die Kraft wächst und die Schwäche weicht. Es fühlt sich gut an, der Krankheit ein Schnippchen zu schlagen. Aber darf ich so viel Zeit mit meinem eigenen Körper verbringen. Darf ich das? Bin ich zu egozentrisch? Kreise ich nur um meine eigenes Wohlbefinden und vergesse die Sorgen der Welt? Reicht es, daß ich niemandem schade? Fragen über Fragen auf die ich auch keine Antwort weiß. Sobald sich der Körper angepasst haben wird, wird sich zeigen, daß die Übungen nicht mehr im Zentrum stehen. Das Leben wird sich nach einiger Zeit wieder normalisieren. Solange werde ich die Entwicklung genießen und mir den Spaß gönnen.

Am letzten Sonntag (115) machte ich morgens die Übungen mit den einbeinigen Kniebeugen. Am Abend war dann Beine und Core dran. Nach 30 Minuten wurde ich unterbrochen und verschob den Rest auf den nächsten Tag.

Am Montag (Tag 116) beendete ich die Beine und Core Übungseinheit. Das war anstrengend. Die Core-Übungen fallen mir nicht schwer. Aber dieses Auf und Ab auf einem Bein mit Theraband oder Hanteln fiel mir schwer. Dafür hatte ich mit dem Gleichgewicht keine allzu großen Probleme.

Am Dienstag (Tag 117) war dann Entspannung am See angesagt (19 km). Der Wald war sehr trocken. Es roch angenehm nach Harz. Die schattenspendenden Blätter waren satt grün. Die Luft war noch kühl und feucht. Am See stand ein kleiner Graureiher – wobei was heißt klein? Der Graureiher geht mir immerhin bis zur Hüfte, wenn wir beide stehen. Der Graureiher versteckte sich im Gebüsch und wir beobachteten einander. Zum Baden war mir an diesem Tag nicht zu Mute, also ging ich frohgemut wieder nach Hause.

Am Mittwoch (Tag 118) widmete ich mich den Übungen für Brust und Rücken. Während der Übungen ballten sich draußen dicke Wolken zusammen. Der erhoffte Regen kam erst in der Nacht. Es regnete kräftig und über mehrere Stunden. Etwas besseres konnte nicht passieren. Immerhin hatte es seit April erst einmal und nur recht wenig geregnet.

Auch am Donnerstag (Tag 119) regnete es weiter. Ich übte Sixpack und Core. Das beanspruchte meine Muskeln stark. Es machte wirklich Spaß. Wenn ich dabeibleibe, wird der Gewinn für die Atemmuskeln auch groß sein, glaube ich. Diese Kraftübungen verlangen eine kontrollierte Atmung. Und es ist gar nicht so leicht, das Zwerchfell bei der Einatmung zu entspannen, aber gleichzeitig die Bauchmuskeln anzuspannen.

Am Freitag (Tag 120) ging es wieder hinaus zum See in die Natur (19 km). Diesmal kam ich mit einem kräftigen Muskelkater zurück. Ah ja, die Vorbelastung plus 19 km zu Fuß erzeugt Muskelkater.

Heute, am Samstag (Tag 121) hindert mich der Muskelkater am Krafttraining. Auch dehnen ist bei Muskelkater keine gute Idee. Ich ziehe es daher vor, auf Stufe 1 immer mal wieder über den Tag verteilt insgesamt 10 km auf dem Fahrradergometer zu fahren.

Mehr Kraft!

Tag 107. Diese Woche experimentierte ich mit Übungen zur Körperkraft. Ich möchte noch mehr Kraft haben. Das hilft in allen Lebenslagen. Ich turnte einige Videos von YouTube nach. Es machte Spaß, auch wenn es manchmal anstrengend war. Daneben freute ich mich an meinen Ausflügen zum See.

Am letzten Sonntag (Tag 101) turnte ich das 50 minütige Video hier für Beine und Core mit Dr. Daniel Gärtner fast durch. Nach vierzig Minuten musste ich aber aufhören. Mein kleinen Atempausen reichten nicht, um das Durchhalten möglich zu machen. Mir war es zu viel. Ein prima Grund, dranzubleiben und zu versuchen, ob ich es irgendwann doch noch schaffe.

Am Montag (Tag 102) nutzte ich den Weg zum See zur Regeneration (19 km), denn die Anstrengung vom Vortag merkte ich deutlich. Es war ein besonders schöner Tag. Der Himmel war grau und wolkenverhangen. Von den Bäumen fielen dicke Tropfen, die übrig geblieben waren vom nächtlichen Regen. Die Waldwege waren feucht, die Luft war kühl und die Blätter satt und zufrieden grün. Die Schwimmrunde habe ich mir geschenkt. Das wäre zu viel gewesen. Im Park, auf dem Weg zum See sah ich auf dem Boden eine sehr junge Elster sitzen. Zwei Amseln flogen schimpfend um sie herum und attackierten die kleine Elster. Sie hüpfte zur Seite, das reichte aber nicht. Sie wurde von den beiden Amseln gezwungen, den Platz zu räumen und auf den nächsten Baum zu fliegen. Tja, so ist das, kleine Elster:

Amseln und Spatzen gehört der Boden,

Die Elstern aber besitzen im Luftreich des Baums

Die Herrschaft unbestritten.

Am Dienstag (Tag 103) machte ich morgens die Übungen mit den einbeinigen Kniebeugen. Abends testete ich das 50 Minuten-Video hier von Dr. Daniel Gärtner für Brust & Rücken. Ich nahm mir vor, falls es mir schwer fallen sollte, nur jeweils drei Wiederholungen pro Satz zu machen. Auf jeden Fall aber, wollte ich alle Übungen einmal ausprobieren. Schließlich habe ich alles mitgeturnt. Und es ging gar nicht mal so schlecht. Juhu!

Am Mittwoch (Tag 104) war ich am See (19 km). Die Luft war angenehm und ich konnte fast normal atmen. Auf dem Weg zum See sah ich eine Amsel mit weißen Flecken. Ich sah sie schon zum zweiten Mal. Das Tier hat eine eindrucksvolle und sehr hübsche Pigmentstörung. Im Wald waren die ersten Brombeeren schon zu erkennen. Oh je, der Sommer hat doch noch gar nicht richtig angefangen, da kommen schon die ersten Vorboten des Herbstes.

Am Donnerstag (Tag 105) widmete ich mich meinen üblichen Übungen mit der einbeinigen Kniebeuge.

Am Freitag (Tag 106) war ich recht früh am See (19 km). Die Sonne strahlte schon. Es stand ein heißer Tag bevor. Im schattigen Wald war die Luft noch weich und kühl. Auch die kurze Schwimmrunde kühlte mich angenehm ab. Erst auf dem Heimweg wurde es zu warm.

Heute, am Samstag (Tag 107) machte ich morgens meine üblichen Rumpf-Stabi-Übungen. Nachmittags testete ich das 50 Minuten-Video hier von Dr. Daniel Gärtner für die Unter- und Oberarme. Ich habe die meisten Übungen mit dem Theraband durchgeführt. Das klappt sehr gut. Man kann die Anstrengung dem eigenen Können anpassen.

Buchfinkenschlag

Tag 100. Weiter, Weiter! Mehr, mehr! So fühlte ich mich zu Beginn dieser Woche. Ich hätte Bäume ausreißen können! Die Erholungswoche hat ihren Zweck erfüllt. Der Körper fühlte sich wohl und das Gemüt schloss sich der guten Gefühlslage an. Jetzt nur nicht übertreiben. Schön vorsichtig am Ball bleiben!

Am letzten Sonntag (Tag 94) machte ich das 30-Minuten Ganzkörpertraining von Dr. Daniel Gärtner. Das Video hier sah ziemlich anstrengend aus. So war ich ganz erleichtert, als ich besser als erwartet mitturnen konnte. Wobei ich natürlich viele Pausen brauchte. Und ich kann im dritten Stock nicht springen, sonst würde der Familie unter mir der Kronleuchter auf den Kopf fallen. Also machte ich statt Sprüngen Schwünge, d.h. ohne abzuheben. Trotzdem hat mich die halbe Stunde zum Schwitzen gebracht. Na also, geht doch! Ich denke oft daran, daß ich mehr als ein Jahr brauchte, um eine einigermaßen anständige Liegestütze hinzubekommen. Man muss dranbleiben. Das ist wie mit allen Dingen. Die Wiederholung ist die Mutter jeder Fähigkeit. Und die Belohnung ist, daß die Übungen je besser ich sie kann, desto mehr Spaß machen.

Am Montag (Tag 95) lief ich zum See (19 km). Der Himmel war bedeckt und ein leichter Wind kühlte mich. Das Wasser war mit 22 °C sehr angenehm. Ja, ich habe ein neues Thermometer gekauft und damit die Temperatur des Wassers gemessen. Die letzten fünf Kilometer des Heimweges waren sehr anstrengend. Das lag sicher an der Vorermüdung durch die Krafttrainings der letzten Tage. Auf dem Rückweg saß ein Buchfinkenmännchen auf einem Zweig in meiner Augenhöhe. Er betrachtete mich und ich betrachtete ihn. Ich hätte das hübsche Vögelchen glatt ergreifen können, so nah war er.

Den Dienstag (Tag 96) eröffnete ich mit den Übungen, zu denen die einbeinigen Kniebeugen gehören. Obwohl sie mehr als ein Jahr lang meine Schreckensübung waren, klappten sie plötzlich ganz gut. Zur Zeit habe ich mal wieder eine Phase, in der ich immer wieder überrascht bin, wie viel man erreichen kann, auch wenn die Lunge angeschlagen ist.

Am Mittwoch (Tag 97) schlenderte ich zum See (19 km) und badete eine kleine Runde. Wieder hatte ich mit einem Buchfinkenmännchen Blickkontakt. Er hatte eine zarte Daunenfeder im Schnabel. Als sich unsere Blicke kreuzten, flüchtete er. Noch immer hatte es nicht geregnet. So waren die Bäume zwar noch saftig und grün, aber der Boden war trocken und einige Pflanzen ließen die Blätter hängen.

Am Donnerstag (Tag 98) verschwand mein leichter Muskelkater beim Aufwärmen. Ich machte die Rumpf-Stabi-Übungen am Morgen. Diese Übungen sind eine vorzügliche Körperpflege. So ein stabiler Rumpf, der hilft bei der Fortbewegung, beim Sitzen, beim Tragen und eigentlich immer. Abends machte ich das Armtraining. Auch diese Übungen klappen um so besser, je öfter ich sie mache. Und selbstverständlich werde ich es nie so schön und leicht schaffen wie der Ex-Weltmeitster im Kickboxen Dr. Daniel Gärtner. Ja, ich musste sogar das Video immer wieder anhalten, weil die Luft nicht reichte. Spaß machte das Nachturnen der Übungen aber trotzdem.

Am Freitag (Tag 99) spazierte ich zum See (19 km). Über Nacht hatte es einen Temperatursturz gegeben, so daß die Luft kühle 13 °C hatte. Der Himmel war bedeckt und gelegentliche Sturmböen bogen die Bäume. Ein paar hundert Meter vor dem See hörte ich den Buchfinkenschlag. Der Buchfink stieß drei Pfiffe aus, gefolgt von einer kurzen zwitschernden Melodie. Das soll den Regen ankündigen. Tatsächlich kam ein Wind auf und der Regen brach los. Ich wartete unter einem Baum, bis das Schlimmste vorüber war. Schwimmen ging ich nicht, denn ich war schon nass und kalt. Auf dem Heimweg wurde ich nochmal, diesmal aber ohne Ankündigung, vom Regen, ja sogar Hagel, überrascht. Nach dem Gestöhne über Hitze und Dürre, war der nasse Guss himmlisch!

Heute, am Samstag (Tag 100), machte ich morgens die Übungen mit den einbeinigen Kniebeugen. Abends werde ich dann noch die kurze Baucheinheit machen. Das Geturne gefällt mir immer besser. Irgendwie freut es den Körper und das wiederum freut den Menschen.

Ein kluges Kind!

Tag 93. Diese Woche habe ich es etwas ruhiger angehen lassen. Es gibt bei mir immer mal wieder eine Woche, in der Körper und Gemüt Ruhe benötigen. Warum das in dieser und nicht einer anderen Woche der Fall ist, kann ich nicht sagen. Eines habe ich aber in den Jahren gelernt. Ich gebe besser nach. Mit Gewalt kann ich eine Müdigkeitsphase nicht überwinden. Klar kann ich eine Woche oder zwei über die Müdigkeit hinweg laufen. Aber die Müdigkeit häuft sich dann auf und irgendwann geht gar nichts mehr. Also genieße ich eine reduzierte Woche und versuche, kein schlechtes Gewissen zu haben, was nicht so leicht ist.

Am letzten Sonntag (Tag 87) fühlte ich mich von der Aufregung am Vortag noch wie gerädert. Trotzdem raffte ich mich zu den Stabi-Übungen auf.

Am Montag (Tag 88) war der Himmel morgens noch bedeckt und die Luft etwas kühler als in der Woche zuvor. Mein Weg zum See (18 km) war frisch und angenehm. Das Wasser im See war lau. Mein Thermometer zum Messen der Wassertemperatur habe ich ja nicht mehr. Ich kann deshalb keinen Messwert angeben. Ich schwamm recht kurz und lief wieder nach Hause. Die Atmung ging ziemlich gut. Am einen oder anderen Hügel fühlte ich mich fast wieder stark und gesund – mit Betonung auf fast.

Am Dienstag (Tag 89) machte ich die Übungen mit der einbeinigen Kniebeuge. Dabei ging es mir gut und ich genoss die Stärke, die ich in mir fühlte. Auf unserem Balkon stellten die Krähen ein Junges ab. Es hatte noch einen roten Schlund. Wenn die alten zum Füttern kamen, riss es den Schnabel auf, krächzte und flatterte mit den Flügeln.

Am Mittwoch (Tag 90) wäre wieder ein Bad im See dran gewesen. Aber ich fühlte mich schlapp. So genoss ich in aller Ruhe den Morgen und blieb zu Haus. Abends machte ich die Kraftübungen für die Arme. Dem Krähenjungen legten die Eltern nun das Essen auf den Boden. Selber essen war angesagt. Da der Mittwoch ein heißer Tag war und das Krähenkind auf unserem Balkon in der Sonne auf die Eltern warten musste, wurde ihm furchtbar warm. Da badete es in der groß bemessenen Trinkschale, um sich abzukühlen. Ein kluges Kind!

Am Donnerstag (Tag 91) wiederholte ich den ruhigen häuslichen Morgen. Ich eröffnete den Tag mit dem kurzen Krafttraining für den Bauch. Damit war besiegelt, daß ich tatsächlich nicht zum See laufen würde. Die Woche würde also etwas ruhiger werden. Der Gedanke fühlte sich gut an. Mein Körper und mein Gemüt verlangten etwas Zurückhaltung. Sie sind kein Schweizer Uhrwerk. Deshalb kam ich dem Verlangen nach und genoss eine ruhigere Woche. Das schlechte Gewissen, das mich immer wieder ansprang, schüttelte ich ab so gut es ging.

Am Freitag (Tag 92) machte ich morgens Stabi-Übungen. Das schlechte Gewissen wurde lauter. Mit viel Mühe rang ich es nieder. Ich fühlte, wie sich Kraft in mir ausbreitete. Die Müdigkeit brandete nur noch in schwachen Wellen durch meinen Körper. Die Erholung näherte sich. Nächste Woche geht es wieder mit frischer Kraft ans Werk.

Heute, am Samstag (Tag 93) machte ich morgens Armtraining und nahm mir für den Abend die kurze Baucheinheit vor. Das Krähenjunge kam wieder zum Baden.