Es geht aufwärts!

Tag 247. Diese Woche ging es mir Tag für Tag besser. Meine Lust zum Krafttraining und zum Laufen/Wandern lugte voller Tatendrang um die Ecke. Das Leben geht weiter!

Am letzten Sonntag (Tag 241) spazierte ich um den Ententeich. Husten und Schnupfen traten nur noch gelegentlich auf. Zum Krafttraining war ich nach der Erkältung noch nicht in der Lage. Da musste so ein kleiner Spaziergang zur Belüftung der Lunge genügen.

Am Montag (Tag 242) ging ich wieder zum Ententeich (3,5 km). Anschließend turnte ich noch ein wenig auf dem Spielplatz, der völlig leer war. Abends radelte ich 5 km auf Stufe 2 mit dem Zimmerfahrrad. Ich fühlte mich schon viel besser. Mein kleines Pulsoximeter zeigte mir die Sauerstoffsättigung an. Schon bei ganz kleinen Zwischenspurts auf dem Rad sank sie unter 90 %. Die Folgen der Erkältung steckten noch in mir. Es wird noch etwas dauern. Aber auch das wird wieder werden.

Am Dienstag (Tag 243) radelte ich 5 km auf Stufe 2. Der Sauerstoff sank nicht mehr unter 90%. Husten und Schnupfen machten sich noch seltener bemerkbar. Na also, es wird wieder.

Am Mittwoch (Tag 244) spazierte ich warm eingemummelt um den Ententeich (3,5 km). Es fühlte sich gut an. Die Treppe am Ententeich lief ich vier mal hoch. Auf dem Ententeich schwammen ein paar Enten. In dem Teich sah ich seit langem mal wieder den riesigen roten Goldfisch. Also lebt er noch! Abends radelte ich 5 km auf Stufe 2 zur Entspannung.

Am Donnerstag (Tag 245) radelte ich am Morgen 5 km auf Stufe 2. Danach machte ich mich auf eine Reise an das andere Ende von Deutschland.

Am Freitag (Tag 246) radelte ich am Morgen 5 km auf Stufe 2. Bei meinem Bruder stand ein Zimmerfahrrad, so daß ich dort radeln konnte. Gegen Mittag war die Beerdigung unseres Vaters bei Sonnenschein. Er war mit 86 Jahren drei Wochen zuvor bei einem Italienurlaub verstorben. Die Beerdigung fand im Wald statt. Das war sehr schön. Jetzt bin ich Vollweise.

Am Samstag (Tag 247) spazierte ich morgens in aller Frühe zu meiner alten Schule. Dies war die heutige Sporteinheit. Danach fuhr ich mit dem Zug quer durch Deutschland und kam am frühen Abend nach Hause. Nun geht es mit vollem Elan in die neue Woche!

Advertisements

Radeln zum See, Juche!

Tag 233. Endlich wagte ich mich wieder hinaus! Am Mittwoch fuhr ich mit dem Rad durch den Sonnenschein zum See. Das war eine schöne Abwechslung, die ich dringend brauchte. Vor zwei Wochen wurde meine Medikation etwas umgestellt. Nun kann ich wieder besser atmen. Ich habe das richtig genossen. Locker und leicht zum See radeln und dabei in die Sonne blinzeln. Wie gut das tut!

Am letzten Sonntag (Tag 227) war nach dem Aufwärmen (5 km / Stufe 4) die Einheit Schultern und Brust dran. Ich fühlte mich relativ schwach. Ob es noch der Schnupfen von letzter Woche war, der da rumorte oder etwas anderes. Ich weiß es nicht. Es ist ja auch egal. Es gibt immer mal solche Tage. Abhaken und vergessen! Unsere Krähen schimpften morgens furchtbar. Wegen der Winterzeit kamen wir mit unseren Nüsschen eine Stunde zu spät! Frechheit, was sich die Menschen so erlauben! Als ich dann das Futter raus legte, flog der empörte Vogel mir fast gegen den Kopf.

Den Montag (Tag 228) habe ich morgens nach dem Aufwärmen (5 km / Stufe 2) mit Stretch und Relax eröffnet. Eigentlich wäre Beine und Core dran gewesen. Aber die Core-Muskeln murrten unzufrieden. Das fasste ich als einen Wunsch nach Dehnen auf. Diesen Wunsch erfüllte ich leichten Herzens. Und tatsächlich fühlte ich mich nach dem Dehnen wohl und erholt.

Am Dienstag (Tag 229) machte ich die Einheit Oberarme- und Unterarme. Das ist eine gute Einheit, wenn der Elan ein bisschen darnieder liegt.

Am Mittwoch (Tag 230) schien die Sonne vor strahlend blauem Himmel. Ich hatte Zeit und Lust. So pumpte ich mein Fahrrad auf und fuhr zum See. Es war herrlich. Die Luft war kühl, nur einmal wirbelte eine Windböe den alten Staub vom Sommer auf. Mein Körper hatte kein Problem, die 14 km zu bewältigen. Seit zwei Wochen nehme ich täglich zwei zusätzliche Hübe Flutiform. Das scheint sich zu lohnen, denn ich konnte recht gut atmen. Auch das Krafttraining hat sicherlich dabei geholfen, daß mir das Radeln nicht anstrengend vorkam. Abends machte ich nach leichtem Aufwärmen (5 km / Stufe 2) Stretch und Relax.

Am Donnerstag (Tag 231) ruhte ich mich aus und radelte nur 5 km auf Stufe 1. Ich gönnte mir quasi einen Feiertag. Es ging mir sehr gut und ich war so glücklich, daß mir die Radtour am Vortag so leicht gefallen war. Mein Rad, das ich immer einen Dampfer nenne, weil es so schwer ist, schien mir leicht zu sein. Und der Weg schien mir auch viel kürzer als ich ihn in Erinnerung hatte. Schon regte sich in mir die Idee, daß ich vielleicht nächstes Jahr mit dem Rad zum Schwimmen im See fahre. Warum nicht?

Am Freitag (Tag 232) schob ich noch mal die anstehende Einheit Beine und Core auf. Ich weiß nicht warum, aber irgendwie kam ich nicht in die Gänge. Abends raffte ich mich gerade so zu 5 km auf Stufe 1 mit dem Rad auf.

Heute am Samstag (Tag 233) wollte ich den Wochenbericht mit einer guten Nachricht beenden. Ich fuhr zum Aufwärmen (5 km / Stufe 2) mit dem Zimmerfahrrad. Anschließend machte ich die so lange aufgeschobene Einheit Beine und Core. Die Übungen fielen mir leichter als erwartet. Ich fragte mich, warum ich mich die ganze Woche vor dieser Einheit gegruselt hatte, warum sich wohl ein solch unerklärlicher Widerstand im Inneren erhoben hatte, obwohl ich wieder besser atmen konnte und sogar die Nase nicht mehr verstopft war. Die Menschenseele ist schon ein seltsames Ding. Was soll‘s. Ich habe den Widerstand überwunden. Und außerdem war ich diese Woche am See, Juhe!

Wie Wasser

Tag 226. Ein kleiner Infekt hatte mich zur Mitte der Woche hin angegriffen. Im Kampf gegen den Infekt folgte ich der militärischen Taktik des Generals Sunzi aus uralten Zeiten. Laut General Sunzi müsse militärische Taktik dem Wasser ähnlich sein; denn das Wasser strömt in seinem natürlichen Lauf von hohen Orten herunter und eilt bergab. Es bahnt sich seinen Weg entsprechend der Natur des Bodens, auf dem es fließt. Sunzi sagt: „Wie das Wasser erkämpft sich der Soldat seinen Weg entsprechend der Natur des Feindes, dem er gegenübersteht.“ Ich verhielt mich wie Wasser, das keine Form kennt und den Hindernissen ausweicht. Ich mied das Krafttraining als wäre ich Wasser, das ein Hindernis umfließt. Wie das Wasser sich ein weiches Bett sucht, suchte ich die leichten Radel-Einheiten und gestaltete die Tage entspannt. Der Körper konnte so mit aller Kraft den Infekt bekämpfen. Durch die Ausweich-Taktik des Sunzi konnte ich schnell meinen Weg zur Stärke weiter gehen und die Strategie, die zum Gesamtsieg führt, weiter verfolgen.

Am letzten Sonntag (Tag 220) wärmte ich mich auf Stufe 4 mit dem Fahrrad 6 km auf. Danach war Beine und core dran. Auf die vergangene Woche schaute ich mit Wohlgefallen zurück. Ich hielt gut durch und meine Stimmung war gut.

Am Montag (Tag 221) wärmte ich mich mit dem Rad auf (5 km auf Stufe 4). Danach machte ich die Einheit Brust und Arme. Auf die Hantel schraubte ich ein halbes Kilo mehr als in den letzten sechs Wochen. Es ging erstaunlich gut. Meine Laune war bestens und ich freute mich an meiner Kraft und am Leben. Draußen regnete es leise und nieselig. Ein grauer Tag. Die Luft war frisch und kalt. Endlich! Nach dem abendlichen Radeln (5 km auf Stufe 4) dehnte ich mit Stretch und Relax.

Am Dienstag (Tag 222) radelte ich beim Fernsehen 10 km am Stück auf Stufe 4. Das ging gut. Ich war glücklich.

Am Mittwoch (Tag 223), wir hatten endlich die Heizung angestellt, war die Nase verstopft und ich fühlte mich matt. Nach dem normalen Tagesgeschäft schonte ich mich und radelte 5 km auf Stufe 1. Danach ging ich mit „Die drei Sprünge des Wang-lun. Chinesischer Roman“ von Alfred Döblin ins Bett. Die Sprache ist knapp, rasant und bildhaft. Expressionistische Neuwortschöpfungen erfreuen den Leser. Zur Klarstellung sei noch gesagt, daß das Buch von Döblin gar nichts mit dem chinesischen General Sunzi zu tun hat.

Am Donnerstag (Tag 224) erwachte ich leicht verschnupft. Der Taktik des General Sunzi folgend schonte ich meinen Körper. Abends radelte ich 5 km auf Stufe 1.

Am Freitag (Tag 225) fühlte ich mich wieder etwas besser. Ich radelte 5 km auf Stufe 4. Danach machte ich die Einheit Sixpack und core. Ich schwitzte mehr als sonst und ließ teilweise die letzten Wiederholungen aus – ganz ohne schlechtes Gewissen, denn ich befolgte nur die Wasser-Taktik des großen chinesischen General Sunzi aus uralten Zeiten. Später entdeckte ich ein Video auf YouTube mit dem professionellen französischen Radler Guillaume Bonnafond. Für das Video fuhr er einmal den Berg normal hoch. Danach radelte er mit einer Maske über Mund und Nase, die eine Copd mit einer Obstruktion von 50% simulierte. Auch mit der Maske schaffte er den Berg – aber wie! Torkelnd und stöhnend. Oben angekommen sank er total erschöpft in die Polster des Begleitfahrzeugs und erzählte, er sei beinahe in Ohnmacht gefallen. Ha! Das habe ich mir immer gewünscht, mal zu sehen, wie ein voll aus trainierter Profi mit so einer Obstruktion zurecht kommt. Jetzt hasse ich die Leute noch mehr, die behaupten, Laufen fange überhaupt erst bei 7 km/h (8 Min pro Kilometer) an. Die sollen sich das Video angucken und dann sollen sie mir noch einmal ins Gesicht sagen, langsames Laufen sei kein Laufen! Was maßen diese Leute sich an!

Heute, am Samstag (Tag 226) waren Beine und Rücken nach der üblichen Radel-Einheiten (5 km auf Stufe 4) dran. Es ging ganz gut und so kann ich nächste Woche wieder frohgemut und voller Energie ans Werk gehen.

Das Exoskelett

Tag 198. Diese Woche hatte ich beim Treppensteigen plötzlich das Gefühl, jemand hätte mir über Nacht ein Exoskelett geschenkt. Es war, als ob zusätzliche Federn den Körper nach oben schnellen lassen würden. Die schleichenden, wöchentlichen Miniverbesserungen, die sich allmählich summiert haben, waren plötzlich sehr beeindruckend wahrnehmbar. Als wäre eine Verbesserung der Kraft über Nacht eingetreten. Ein neues Level war erreicht. Das Level gilt es nun zu festigen. Das Laufen und Wandern muss noch etwas zurückstehen. Meine Angst dabei ist, daß meine Atmung unterdessen vielleicht schlechter wird und ich den Rückweg zum Laufen nicht schaffe. Aber die Angst ist irrational. Ich hatte ja schon bei meiner ersten Krafttrainingsphase Anfang 2017 erlebt, daß das Laufen nach einer Krafttrainingsphase besser geht. Der Rückweg war gar nicht so schwer. Ich lass mir Zeit, habe Geduld und dann werde ich die Vorteile aus dem Krafttraining beim Laufen nutzen können. Geduld ist alles!

Am letzten Sonntag (Tag 192) blickte ich glücklich auf den Samstag zurück. Denn am Samstag war ich am späten Nachmittag 8 km gewandert. Und es war schön! Sehr anstrengend zwar und die Atmung war sehr behäbig, aber die Seele war wie befreit. Es war 18 °C kühl, ein leichter Wind ging. Der ganze Körper wurde vom Laufen ganz anders ergriffen als beim Hanteln Stemmen oder beim Radeln auf dem Zimmerfahrrad. Allerdings knirschte der Staub zwischen den Zähnen, weil der Wind den trockenen Boden mit sich trug. Als Krafttraining machte ich am letzten Sonntag nach dem Aufwärmen mit dem Zimmerfahrrad (5 km / Stufe 3) Sixpack und core. Abends war nach dem Aufwärmen (5 km / Stufe 3) Stretch und Relax dran .

Am Montag (Tag 193) fühlte ich mich wie gerädert. Ein Temperatursturz über Nacht auf 8 °C und Sturm begrüßten mich am Morgen. Ich war eine halbe Stunde draußen unterwegs, um einiges zu erledigen. Kalter Wind riss mich fast um. Das ging mir auf die Atmung und auf die Stimmung. Am Nachmittag setzte ich mich versuchsweise auf das Zimmerfahrrad. Das Aufwärmen (5 km / Stufe 3) hat dann trotz Atemnot sogar Spaß gemacht. Danach war Schultern und Arme dran. Das ist teil des Trainings-Programms, das ich mir bei YouTube heruntergeladen habe. Es ist für junge, gesunde Menschen entworfen. Alle Übungen sind so konzipiert, daß sportliche und unsportliche Leute voll auf ihre Kosten kommen können. Im Video sind die schwachen und die starken Turner zu sehen. Ich kann da prima mithalten. Allerdings muss ich wegen Atemnot mehr und längere Pausen einlegen. Da halte ich dann das Video an, schnaufe ein paar mal und dann geht es weiter. Das Hantelgewicht konnte ich vor zwei Wochen bei den meisten Übungen sogar pro Hantel von 3,2 kg auf 3,7 kg erhöhen. Wobei man für die Übungen keine Hanteln braucht. Man kann sie auch mit einem Theraband ausführen. Auch das ist im Video zu sehen. Um die Veränderungen genauer festzustellen, habe ich mir nun eine Liste mit den einzelnen Übungen angelegt. Da trage ich ein, wie oft, mit welchem Gewicht und vor allen Dingen, mit welchen Pausen ich die Übungen schaffte. So musste ich zum Beispiel bei einem Satz mit 30 Wiederholungen nach zehn mal eine Verschnaufpause machen, um doch noch auf die 30 zu kommen. Aber das stört mich nicht. Das Video kann ich ja – wie gesagt – jeder Zeit anhalten. Das ist der große Vorteil gegenüber dem Turnen in einer Gruppe. Da müsste ich die mittleren 10 Wiederholungen auslassen, um dann die letzten 10 wieder zu schaffen. Übrigens habe ich keine Angst vor Muskelbergen. Als Frau bekommt man so etwas nicht. Alles wird nur ein bisschen straffer und im Alltag wird manches leichter.

Am Dienstag (Tag 194) hatte ich viele Termine. Ich wanderte 4 km an diesem Tag.

Am Mittwoch (Tag 195) ging es nach Aufwärmen mit dem Standfahrrad (5 km / Stufe 3) mit Beine und core weiter. Bei dieser Einheit habe ich immer auf die schreckliche Übung gewartet, die ich kaum bewältigen konnte. Sie kam nicht! Juhu – ein Fortschritt! Abends war nach Aufwärmen mit dem Standfahrrad (5 km / Stufe 3) Stretch und Relax dran. Auch hier zeigt sich allmählich eine Wirkung, wenn auch nur millimeterweise.

Am Donnerstag (Tag 196) habe ich mich nach dem Aufwärmen mit dem Standfahrrad (5 km / Stufe 3) Brust und Rücken gewidmet. Es ging gut. Abends hatte ich keine Lust zum Dehnen.

Am Freitag (Tag 197) erwachte ich mit einem kleinen Infekt. Die Nase war zu und die Brust etwas enger als sonst. Mist! Jetzt ist ein paar Tage Geduld gefragt. Ich werde etwas Ruhe halten, heißes Wasser trinken und nicht weitermachen wie immer. Ja komisch, seit einem Jahr trinke ich heißes Wasser und sonst nichts. Das schmeckt mir. Abends radelte ich 5 km auf Stufe 1.

Heute, am Samstag (Tag 198) geht es mir schon wieder gut. Ich werde trotzdem nur 5 km auf Stufe 1 radeln. Montag geht es dann wieder richtig weiter.

Ein Apfelkuchen stand im Weg

Tag 191. Diese Woche hatte ich ein paar ruhige Tage. Mein Elan hatte selbsttätig auf Sparflamme geschaltet. Ich pustete zwar immer mal und versuchte, das Feuer zu entfachen. Aber da war nichts zu machen. Nun gut, ich hatte fünf Wochen hintereinander alles gegeben. Da war es sogar vernünftig in der sechsten Woche Zurückhaltung zu üben. Nächste Woche soll es endlich kühler werden. Ich freue mich drauf. Der Regen lässt jedoch weiter auf sich warten. Ein bis zwei Millimeter getröpfelt reicht nicht.

Am letzten Sonntag (Tag 185) hatte ich einen faulen Tag. Erst abends radelte ich 5 km und das sogar nur auf Stufe 2. Den Tag habe ich mehr oder weniger vergammelt und das tat gut. Unsere Balkonkrähen waren übrigens Sieger beim Revierkampf.

Am Montag (Tag 186) ging ich dann mit neuem Elan ans Aufwärmen (5 km / Stufe 3). Beine und core war anstrengend, aber es fühlte sich gut an. Nach wie vor muss ich das Video für Atempausen anhalten. Und trotzdem! Es macht mich glücklich. Wenn die Muskeln warm werden und die Konzentration auf die Übung den Alltag verdrängt, dann fühlt sich das gut an. Am Abend machte ich wieder nach dem Aufwärmen (5 km / Stufe 3) Stretch und Relax.

Am Dienstag (Tag 187) wärmte ich mich mit dem Zimmerfahrrad auf (5 km / Stufe 3). Danach ging es an Schultern und Brust. In der Frühe war es noch angenehm kühl. Später wurden es unangenehme 30 °C. Es regnete seit April nur ein paar Tropfen! Hier fand ich ein Video, das die staubige Trockenheit illustriert. Bei uns in der Stadt ist es nicht ganz so schlimm, denn ständig sind Kehrmaschinen unterwegs. Ich glaube fest daran, daß der Regen irgendwann den Staub verbannen wird. Derweil bejuble ich den ungeahnten Kraftzuwachs. Heute haben sich vor meinem Fenster im Kastanienbaum, dessen Blätter alle vertrocknet zu zu Boden gefallen sind, zwei Buntspechte ein Stelldichein gegeben. Die Natur lebt weiter! Abends entspannte ich mich nach dem Aufwärmen (5 km / Stufe 3) bei Stretch und Relax.

Am Mittwoch (Tag 188) war ich abends am Ententeich (4 km). Es war 28 °C und schwül. Die Gartenlokale auf dem Weg zum Park waren gut besetzt. Man hörte raunen und lachen. Im Park saßen auf dem Rasen verteilt kleine Menschengrüppchen zum späten Schwatz. Da beinahe Vollmond war, war es sehr romantisch.

Am Donnerstag (Tag 189) hatte ich einen riesigen Hunger. So backte ich einen herrlichen Apfelkuchen. Den aßen wir. Der Apfelkuchen stand im wahrsten Sinne des Wortes im Wege. Die Lunge konnte sich nicht recht entfalten, weil der Magen damit gefüllt war. Und das wohlige, satte Gefühl nach köstlicher Speise verbat jede ehrgeizige Störung. Ich ergab mich. Ich machte nur eine kurze Mobility-Einheit.

Am Freitag (Tag 190) hatte der Apfelkuchen seine Aufgabe erfüllt. Der Elan war zurück. Nach dem Aufwärmen mit dem Zimmerfahrrad (5 km / Stufe 3) ging es an Beine und Rücken. Ich war gut erholt und so waren die Übungen nicht schwer. Abends widmete ich mich nach dem neuerlichen Aufwärmen Stretch und Relax. Das ist eine sehr wohl tuende Einheit. Mit der Atmung habe ich das fast überhaupt keine Probleme. Das gezielte Dehnen eines Muskels gelingt mir auch immer besser.

Heute, am Samstag (Tag 191) war nach dem üblichen Aufwärmen (5 km / Stufe 3) Brust und Arme dran. Diesmal erschien es mir extrem anstrengend. Ich vermute daß Apfelkuchen und Kürbissüppchen nicht genug Brennstoff geliefert haben. Heute gab es ein dickes Lachsfilet mit gebackenen Kartoffelspalten und Tomaten. Vielleicht hilft das. Abends werde ich nichts mehr machen. Letzten Samstag hatte ich Stretch und Relax angekündigt, aber das fiel dann doch aus. Samstagabend ist halt Samstagabend.

Revierkampf

Tag 184. Weiter ging es diese Woche mit dem Krafttraining. Diese Woche habe ich die 5 km zum Aufwärmen auf dem Fahrradergometer immer auf Stufe 3 durchgeführt. Das ist sehr anstrengend. Aber nur so kann ich die Herzfrequenz auf 130 treiben. Die Atmung kommt bei dieser Belastung an ihre Grenze. Draußen hat es bis jetzt immer noch nicht geregnet. Am Donnerstag tröpfelte es eine Stunde lang. Aber das änderte nichts an der staubigen Trockenheit. Mich bestärkt das darin, froh und glücklich mit dem Krafttraining zu sein.

Den letzten Sonntag (Tag 178) verbrachte ich damit, Glennkill von der deutschen Autorin Leonie Swann fertig zu lesen und in Garou einzusteigen. In beiden Geschichten sind die Helden Schafe. Alles was passiert wird aus der Sicht der Schafe erzählt. Man blickt mit den wolligen Augen der Schafe auf die Welt. Das ist manchmal komisch bis schräg, oft aber erstaunlich bis beglückend. Die Autorin schafft wunderbare Sprachbilder. Nicht nur für Schafliebhaber sehr empfehlenswert! Bei Einbruch der Dunkelheit spazierte ich zum Ententeich (4 km). Der stank zum Himmel. Die Folgen der anhaltenden Hitze und Dürre machen mir überhaupt keinen Spaß.

Am Montag (Tag 179) hatte ich eigentlich eine Core-Einheit geplant. Aber meine Core-Muskeln brauchten etwas Ruhe. So war die Übungseinheit für die Oberarme- und Unterarme die beste Alternative. Abends widmete ich mich nach dem Aufwärmen mit dem Rad (5 km auf Stufe 3) Stretch und Relax. Vor dem Dehnen las ich noch irgendwo im Internet, wie langweilig es sei, jeden Tag zu laufen. Auch wenn zur Zeit die Kraft mein Thema ist, dann finde ich das tägliche Laufen nach wie vor spannend und ich lese gerne davon. Und wenn hier die Hitze und die Dürre zu Ende ist, werde ich auch wieder raus in die Natur gehen.

Am Dienstag (Tag 180) wärmte ich mich mit mit dem Fahrradergometer (5 km auf Stufe 3) auf. Danach war die Einheit Sixpack und core dran. Weil das besonders anstrengend war, habe ich geschaut, wann ich das das letzte mal gemacht habe. Und ja, zwei wochenlang habe ich es nicht gemacht. Es gibt ja eigentlich nur sieben 50-Minuten-Einheiten. Also müsste ich jede Woche diese Übung einmal machen. Aber noch schaffe ich nicht täglich eine von den 50-Minuten-Einheiten. Aber ich bleibe dran! Irgendwann turne ich alle sieben Übungen binnen einer Woche durch.

Am Mittwoch (Tag 181) machte ich nach dem Aufwärmen (5 km auf Stufe 3) Schultern und Brust. Abends wärmte ich mich nochmal auf mit 5 km Radeln auf Stufe 3. Danach widmete ich mich dem Stretch und Relax.

Am Donnerstag (Tag 182) wärmte ich mich mit dem Standfahrrad auf (5 km auf Stufe 3). Danach war Beine und Rücken dran. Diese Übungseinheit war leichter als erwartet.

Am Freitag (Tag 183) war nach dem Aufwärmen mit dem Fahrradergometer (5 km/Stufe 3) Brust und Arme dran.

Heute, am Samstag (Tag 184) wärmte ich mich mit dem Fahrradergometer (5km/Stufe3) am Morgen auf. Danach war Stretch und Relax dran. Nach dem Frühstück fand ein Revierkampf zwischen unseren Balkonkrähen und fremden Eindringlingen statt. Unser Krähen verteidigen ihren Balkon laut krähend und mit Flügen gegen die Fremden. Ob unsere Krähen gewinnen werden?

Drei Treppen

Tag 177. Das Krafttraining hat mich voll in seinen Bann gezogen. Das ist für den Leser/die Leserin vielleicht etwas langweilig. Ich erlebe gerade, wie die Kraft Wohnung in meinem Körper bezieht. Das ist ein grandioses Gefühl. Wunderbar am Krafttraining ist, daß ich meine Muskeln wirklich spüre. Das tut gut, auf eine andere Weise als das Laufen in der Natur. Aber es tut eben doch gut. Und gerade jetzt, wo ich unmittelbar an der Schwelle des Eingangs zum Club der 60-jährigen stehe, denke ich, es ist nicht nur ein gutes Gefühl, das ich mir da verschaffe, sonder es ist auch sehr vernünftig. Denn so eine schwache Alte will ich nicht werden. Mir reicht schon, daß ich mehr schnaufen muss als normale Leute. Wenn da noch Schwäche dazu käme, wäre das fatal. Und ich schwöre allen, die denken: „Aber ich hasse Sport!“, wenn man bescheiden anfängt, macht das allmählich jedem Spaß. Denn es tut dem Körper so gut und das Dankeschön des Körpers fühlt sich an wie „Spaß“.

Am letzten Sonntag (Tag 171) radelte ich 5 km zum Aufwärmen mit dem Zimmerfahrrad auf Stufe 2 von 8. Danach machte ich Sixpack und core, was mir gar nicht so anstrengend erschien. Abends radelte ich zum Aufwärmen nochmal 5 km auf Stufe 2. Danach machte ich das therapeutische Dehnen. Das wiederum war langwierig und sehr anstrengend. Je zwei Minuten die Dehnhaltung durchhalten war nicht leicht und es war auch nicht schmerzfrei. Danach fühlte sich mein Knie, die Hüfte und die gesamte rückwärtige Muskulatur angenehm warm und weich an. Mir kommt es so vor, als wären diese Übungen sinnvoll, auch wenn ich mich dazu überwinden muss.

Am letzten Montag (Tag 172) radelte ich wieder zum Aufwärmen je 5 km auf Stufe 2. Mit Krafttraining bedachte ich Schultern und Arme. Diese Übungen waren schwer. Ich kann jedenfalls nicht mehr behaupten, daß ich nicht schwitze. Der Körper wird bei dem Training richtig warm und braucht Kühlung und das geschieht nun mal durch den Schweiß. Aber egal, dafür gibt es ja die Dusche. Abends widmete ich mich nach dem Aufwärmen dem therapeutischen Dehnen.

Am Dienstag (Tag 173) beschränkte ich mich auf die Ententeichrunde (4 km).

Am Mittwoch (Tag 174), nach dem Aufwärmen mit dem Zimmerfahrrad (5 km / Stufe 2), erfreute ich Beine und core. Dabei lief wieder der Schweiß. Bei mancher Übung musste ich eine zusätzliche Verschnaufpause einlegen. Ich habe aber das gute Gefühl, daß ich stärker werde. Gestern konnte ich sogar einmal die Treppe fast bis in den dritten Stock hinaufrennen, obwohl ich einige Einkäufe mitschleppte. Nur die letzte halbe Treppe ging nicht mehr. Als ich wieder Luft schnappen konnte, ging es mir gut. Ich war stolz, auch wenn noch ein kleines Stückchen fehlte.

Am Donnerstag (Tag 175) wärmte ich mich mit 5 km Radeln auf. Danach widmete ich mich den Übungen mit dem Schwerpunkt Brust und Arme. Es war anstrengend, wobei die Übungen ja so gestrickt sind, daß jeder sie an sein eigenes Leistungsvermögen anpassen kann.

Am Freitag (Tag 176) radelte ich zum Aufwärmen auf Stufe 3 von acht möglichen Stufen. Danach entschied ich mich wieder für Stretch und Relax. Das therapeutische Dehnen wird auf Dauer doch etwas langweilig.

Heute, am Samstag (Tag 177) radelte ich wieder 5 km auf Stufe 3 zum Aufwärmen. Danach kräftigte ich Beine und Rücken. Abends will ich wieder mit Stretch und Relax für die Geschmeidigkeit des Körpers sorgen.