Darf ich das?

Tag 121. Für mich ist die Umstellung auf die neuen Übungen hochinteressant. Ich decke Schwächen auf und ich erkenne Stärken. Es macht Spaß, den eigenen Körper immer wohnlicher zu machen. Mir geht es gut damit! Die Turntage machen mich glücklich. Ich spüre, wie die Kraft wächst und die Schwäche weicht. Es fühlt sich gut an, der Krankheit ein Schnippchen zu schlagen. Aber darf ich so viel Zeit mit meinem eigenen Körper verbringen. Darf ich das? Bin ich zu egozentrisch? Kreise ich nur um meine eigenes Wohlbefinden und vergesse die Sorgen der Welt? Reicht es, daß ich niemandem schade? Fragen über Fragen auf die ich auch keine Antwort weiß. Sobald sich der Körper angepasst haben wird, wird sich zeigen, daß die Übungen nicht mehr im Zentrum stehen. Das Leben wird sich nach einiger Zeit wieder normalisieren. Solange werde ich die Entwicklung genießen und mir den Spaß gönnen.

Am letzten Sonntag (115) machte ich morgens die Übungen mit den einbeinigen Kniebeugen. Am Abend war dann Beine und Core dran. Nach 30 Minuten wurde ich unterbrochen und verschob den Rest auf den nächsten Tag.

Am Montag (Tag 116) beendete ich die Beine und Core Übungseinheit. Das war anstrengend. Die Core-Übungen fallen mir nicht schwer. Aber dieses Auf und Ab auf einem Bein mit Theraband oder Hanteln fiel mir schwer. Dafür hatte ich mit dem Gleichgewicht keine allzu großen Probleme.

Am Dienstag (Tag 117) war dann Entspannung am See angesagt (19 km). Der Wald war sehr trocken. Es roch angenehm nach Harz. Die schattenspendenden Blätter waren satt grün. Die Luft war noch kühl und feucht. Am See stand ein kleiner Graureiher – wobei was heißt klein? Der Graureiher geht mir immerhin bis zur Hüfte, wenn wir beide stehen. Der Graureiher versteckte sich im Gebüsch und wir beobachteten einander. Zum Baden war mir an diesem Tag nicht zu Mute, also ging ich frohgemut wieder nach Hause.

Am Mittwoch (Tag 118) widmete ich mich den Übungen für Brust und Rücken. Während der Übungen ballten sich draußen dicke Wolken zusammen. Der erhoffte Regen kam erst in der Nacht. Es regnete kräftig und über mehrere Stunden. Etwas besseres konnte nicht passieren. Immerhin hatte es seit April erst einmal und nur recht wenig geregnet.

Auch am Donnerstag (Tag 119) regnete es weiter. Ich übte Sixpack und Core. Das beanspruchte meine Muskeln stark. Es machte wirklich Spaß. Wenn ich dabeibleibe, wird der Gewinn für die Atemmuskeln auch groß sein, glaube ich. Diese Kraftübungen verlangen eine kontrollierte Atmung. Und es ist gar nicht so leicht, das Zwerchfell bei der Einatmung zu entspannen, aber gleichzeitig die Bauchmuskeln anzuspannen.

Am Freitag (Tag 120) ging es wieder hinaus zum See in die Natur (19 km). Diesmal kam ich mit einem kräftigen Muskelkater zurück. Ah ja, die Vorbelastung plus 19 km zu Fuß erzeugt Muskelkater.

Heute, am Samstag (Tag 121) hindert mich der Muskelkater am Krafttraining. Auch dehnen ist bei Muskelkater keine gute Idee. Ich ziehe es daher vor, auf Stufe 1 immer mal wieder über den Tag verteilt insgesamt 10 km auf dem Fahrradergometer zu fahren.

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Mehr Kraft!

Tag 107. Diese Woche experimentierte ich mit Übungen zur Körperkraft. Ich möchte noch mehr Kraft haben. Das hilft in allen Lebenslagen. Ich turnte einige Videos von YouTube nach. Es machte Spaß, auch wenn es manchmal anstrengend war. Daneben freute ich mich an meinen Ausflügen zum See.

Am letzten Sonntag (Tag 101) turnte ich das 50 minütige Video hier für Beine und Core mit Dr. Daniel Gärtner fast durch. Nach vierzig Minuten musste ich aber aufhören. Mein kleinen Atempausen reichten nicht, um das Durchhalten möglich zu machen. Mir war es zu viel. Ein prima Grund, dranzubleiben und zu versuchen, ob ich es irgendwann doch noch schaffe.

Am Montag (Tag 102) nutzte ich den Weg zum See zur Regeneration (19 km), denn die Anstrengung vom Vortag merkte ich deutlich. Es war ein besonders schöner Tag. Der Himmel war grau und wolkenverhangen. Von den Bäumen fielen dicke Tropfen, die übrig geblieben waren vom nächtlichen Regen. Die Waldwege waren feucht, die Luft war kühl und die Blätter satt und zufrieden grün. Die Schwimmrunde habe ich mir geschenkt. Das wäre zu viel gewesen. Im Park, auf dem Weg zum See sah ich auf dem Boden eine sehr junge Elster sitzen. Zwei Amseln flogen schimpfend um sie herum und attackierten die kleine Elster. Sie hüpfte zur Seite, das reichte aber nicht. Sie wurde von den beiden Amseln gezwungen, den Platz zu räumen und auf den nächsten Baum zu fliegen. Tja, so ist das, kleine Elster:

Amseln und Spatzen gehört der Boden,

Die Elstern aber besitzen im Luftreich des Baums

Die Herrschaft unbestritten.

Am Dienstag (Tag 103) machte ich morgens die Übungen mit den einbeinigen Kniebeugen. Abends testete ich das 50 Minuten-Video hier von Dr. Daniel Gärtner für Brust & Rücken. Ich nahm mir vor, falls es mir schwer fallen sollte, nur jeweils drei Wiederholungen pro Satz zu machen. Auf jeden Fall aber, wollte ich alle Übungen einmal ausprobieren. Schließlich habe ich alles mitgeturnt. Und es ging gar nicht mal so schlecht. Juhu!

Am Mittwoch (Tag 104) war ich am See (19 km). Die Luft war angenehm und ich konnte fast normal atmen. Auf dem Weg zum See sah ich eine Amsel mit weißen Flecken. Ich sah sie schon zum zweiten Mal. Das Tier hat eine eindrucksvolle und sehr hübsche Pigmentstörung. Im Wald waren die ersten Brombeeren schon zu erkennen. Oh je, der Sommer hat doch noch gar nicht richtig angefangen, da kommen schon die ersten Vorboten des Herbstes.

Am Donnerstag (Tag 105) widmete ich mich meinen üblichen Übungen mit der einbeinigen Kniebeuge.

Am Freitag (Tag 106) war ich recht früh am See (19 km). Die Sonne strahlte schon. Es stand ein heißer Tag bevor. Im schattigen Wald war die Luft noch weich und kühl. Auch die kurze Schwimmrunde kühlte mich angenehm ab. Erst auf dem Heimweg wurde es zu warm.

Heute, am Samstag (Tag 107) machte ich morgens meine üblichen Rumpf-Stabi-Übungen. Nachmittags testete ich das 50 Minuten-Video hier von Dr. Daniel Gärtner für die Unter- und Oberarme. Ich habe die meisten Übungen mit dem Theraband durchgeführt. Das klappt sehr gut. Man kann die Anstrengung dem eigenen Können anpassen.

Buchfinkenschlag

Tag 100. Weiter, Weiter! Mehr, mehr! So fühlte ich mich zu Beginn dieser Woche. Ich hätte Bäume ausreißen können! Die Erholungswoche hat ihren Zweck erfüllt. Der Körper fühlte sich wohl und das Gemüt schloss sich der guten Gefühlslage an. Jetzt nur nicht übertreiben. Schön vorsichtig am Ball bleiben!

Am letzten Sonntag (Tag 94) machte ich das 30-Minuten Ganzkörpertraining von Dr. Daniel Gärtner. Das Video hier sah ziemlich anstrengend aus. So war ich ganz erleichtert, als ich besser als erwartet mitturnen konnte. Wobei ich natürlich viele Pausen brauchte. Und ich kann im dritten Stock nicht springen, sonst würde der Familie unter mir der Kronleuchter auf den Kopf fallen. Also machte ich statt Sprüngen Schwünge, d.h. ohne abzuheben. Trotzdem hat mich die halbe Stunde zum Schwitzen gebracht. Na also, geht doch! Ich denke oft daran, daß ich mehr als ein Jahr brauchte, um eine einigermaßen anständige Liegestütze hinzubekommen. Man muss dranbleiben. Das ist wie mit allen Dingen. Die Wiederholung ist die Mutter jeder Fähigkeit. Und die Belohnung ist, daß die Übungen je besser ich sie kann, desto mehr Spaß machen.

Am Montag (Tag 95) lief ich zum See (19 km). Der Himmel war bedeckt und ein leichter Wind kühlte mich. Das Wasser war mit 22 °C sehr angenehm. Ja, ich habe ein neues Thermometer gekauft und damit die Temperatur des Wassers gemessen. Die letzten fünf Kilometer des Heimweges waren sehr anstrengend. Das lag sicher an der Vorermüdung durch die Krafttrainings der letzten Tage. Auf dem Rückweg saß ein Buchfinkenmännchen auf einem Zweig in meiner Augenhöhe. Er betrachtete mich und ich betrachtete ihn. Ich hätte das hübsche Vögelchen glatt ergreifen können, so nah war er.

Den Dienstag (Tag 96) eröffnete ich mit den Übungen, zu denen die einbeinigen Kniebeugen gehören. Obwohl sie mehr als ein Jahr lang meine Schreckensübung waren, klappten sie plötzlich ganz gut. Zur Zeit habe ich mal wieder eine Phase, in der ich immer wieder überrascht bin, wie viel man erreichen kann, auch wenn die Lunge angeschlagen ist.

Am Mittwoch (Tag 97) schlenderte ich zum See (19 km) und badete eine kleine Runde. Wieder hatte ich mit einem Buchfinkenmännchen Blickkontakt. Er hatte eine zarte Daunenfeder im Schnabel. Als sich unsere Blicke kreuzten, flüchtete er. Noch immer hatte es nicht geregnet. So waren die Bäume zwar noch saftig und grün, aber der Boden war trocken und einige Pflanzen ließen die Blätter hängen.

Am Donnerstag (Tag 98) verschwand mein leichter Muskelkater beim Aufwärmen. Ich machte die Rumpf-Stabi-Übungen am Morgen. Diese Übungen sind eine vorzügliche Körperpflege. So ein stabiler Rumpf, der hilft bei der Fortbewegung, beim Sitzen, beim Tragen und eigentlich immer. Abends machte ich das Armtraining. Auch diese Übungen klappen um so besser, je öfter ich sie mache. Und selbstverständlich werde ich es nie so schön und leicht schaffen wie der Ex-Weltmeitster im Kickboxen Dr. Daniel Gärtner. Ja, ich musste sogar das Video immer wieder anhalten, weil die Luft nicht reichte. Spaß machte das Nachturnen der Übungen aber trotzdem.

Am Freitag (Tag 99) spazierte ich zum See (19 km). Über Nacht hatte es einen Temperatursturz gegeben, so daß die Luft kühle 13 °C hatte. Der Himmel war bedeckt und gelegentliche Sturmböen bogen die Bäume. Ein paar hundert Meter vor dem See hörte ich den Buchfinkenschlag. Der Buchfink stieß drei Pfiffe aus, gefolgt von einer kurzen zwitschernden Melodie. Das soll den Regen ankündigen. Tatsächlich kam ein Wind auf und der Regen brach los. Ich wartete unter einem Baum, bis das Schlimmste vorüber war. Schwimmen ging ich nicht, denn ich war schon nass und kalt. Auf dem Heimweg wurde ich nochmal, diesmal aber ohne Ankündigung, vom Regen, ja sogar Hagel, überrascht. Nach dem Gestöhne über Hitze und Dürre, war der nasse Guss himmlisch!

Heute, am Samstag (Tag 100), machte ich morgens die Übungen mit den einbeinigen Kniebeugen. Abends werde ich dann noch die kurze Baucheinheit machen. Das Geturne gefällt mir immer besser. Irgendwie freut es den Körper und das wiederum freut den Menschen.

Laufen im Wald

Tag 37. Laufen im Wald birgt eine unvergleichliche Magie. Ich federe über den Waldboden, atme die würzige Luft. Alles Denken kommt zur Ruhe. Ich lebe im Hier und Jetzt. Grüne Blätter spenden mir Schatten. Sonnenflecken tanzen mit mir durch den Wald. Vögel grüßen zwitschernd. Am Boden raschelt ein Tier. Irgendwo hämmert ein Specht. Das Leben ist Glück! Tap, Tap, Tap der Wald fliegt vorbei. Wild und frei weht der Wind. Er umschmeichelt zärtlich die Haut und weht wohlige Düfte herbei. Die Sonne glänzt am blauen Himmel. Keine Wolke trübt die Stimmung.

Am letzten Sonntag (Tag 31) war wieder ausführliches Dehnen angesagt. Ich dehne zwar täglich, aber richtig ausführlich nur am Sonntag. Da habe ich Ruhe und kann mich gut entspannen. Abends radelte ich 30 km auf Stufe 1 zur Regeneration.

Am Montag (Tag 32) regnete es am Morgen und war kalt. So blieb ich zu Hause und eröffnete den Tag mit Stabi-Übungen. Die Atmung ging gut.

Am Dienstag (Tag 33) lief ich im Wald zum Badesee (18 km). Wild und frei wehte der Wind. Die Sonne strahlte freundlich das sich entfaltende Grün an. Der Wald glänzte frisch und grün. Das Wasser im See war 13 °C warm – noch zu kalt zum Baden. Ein Bussard zog seine Kreise am blauen Himmel. Eine Krähe zwang ihn zur Landung auf einem Baum neben mir. Auf dem Heimweg querte ein Graureiher im eiligen Flug meinen Weg. Die Atmung ging gut. Lieber Frühling, so liebe ich Dich!

Am Mittwoch (Tag 34) turnte ich die Stabi-Übungen.

Am Donnerstag (Tag 35) lief ich zum Badesee (14 km). Zwei Kilometer vor dem See kehrte ich um. Ein Termin, der eingehalten werden musste, stand im Weg. Abends habe ich Krafttraining für die Arme gemacht. Bald kann man ja wieder im See schwimmen. Da braucht es Kraft in den Armen.

Am Freitag (Tag 36) waren noch einmal die Stabi-Übungen dran.

Heute, am Samstag (Tag 37) lief ich zum Badesee (18 km). Die Atmung brachte ich mit einem Extraschuss Salbutamol auf Trab. Die Sonne lachte wärmend vom strahlend blauen Himmel. Zartes Grün und Blüten erfüllten die Luft mit freundlichen Düften. Das Wasser im Badesee hatte eine Temperatur von knapp 17 °C. Ein Mensch schwamm im Wasser. Mir war es für Schwimmen noch zu kalt. Bald werde aber auch ich den Verlockungen des Sees erliegen.

Tra la!

Tag 16. Leise und noch etwas verhalten singt in mir eine fröhliche Stimme. Die Kraft kehrt zurück, das Leben sprudelt wieder. Tra la! Der Frühling kommt. Er vertreibt die Eiswinde. Ich bin bereit. In der vergangenen Woche ging es mir täglich besser. Jetzt werde ich ungeduldig. Ich will das neue Spiel mit Läufen im Wald und zum See erproben. Sobald die Luft etwas milder ist, geht es los. Tra la!

Am letzten Sonntag (Tag 10) bin ich im Park 4 km spazieren gegangen. Ich hatte Muskelkater und war gestresst. So verzichtete ich auf allen Ehrgeiz und freute mich an den paar Sonnenstrahlen, die sich durch das graue Einerlei bohren konnten.

Am Montag (Tag 11) hatte ich weiterhin Muskelkater. Ich wanderte zum Waldrand und zurück (11 km). Auf dem Hinweg malte ein Mäusebussard selbstvergessen Kreise an den Himmel. Plötzlich erklang das Kriegsgeheul einer einzelnen Krähe. Sie flog auf den Bussard zu. Dann verschwand sie aus meiner Sicht und der Bussard schien in Ruhe seine Kreise zu ziehen. Aber als ich wenig später noch einmal aufschaute, da hackte die Krähe schon am Bussard herum und zwang ihn immer tiefer zu fliegen. Auf dem Rückweg sah ich eine Krähe mit einem Zweig für den Nestbau im Schnabel herumfliegen. Wenn man bedenkt, daß ein Bussard die kleinen Krähenkinder aus ihren Nestern raubt, dann versteht man, warum die Krähen die Bussarde angreifen.

Am Dienstag (Tag 12) radelte ich 25 km, während Dr. Who im Fernsehen lief. Nach einer Stunde hatte ich die 25 km abgeradelt (auf Stufe 1).

Am Mittwoch (Tag 13) radelte ich 20 km (auf Stufe 2) mit dem Zimmerfahrrad beim Fernsehen.

Am Donnerstag (Tag 14) schaute ich morgens aus dem Fenster und sah Schneegestöber! Der Muskelkater war verschwunden. Also entschied ich mich, das am Sonntag wegen Muskelkater ausgefallene Dehnen mit Dr. Daniel Gärtner nachzuholen. Zum Aufwärmen machte ich ein kleines Zirkeltraining aus Stabi-Übungen.

Am Freitag (Tag 15) fuhren mein Mann und ich zum großen Fluss hinter dem Berg. Es war sehr kalt und der Eiswind fegte über die Wasseroberfläche. Ich fror und es kam gar nicht in Frage, nach Hause zu laufen. So radelte ich zu Hause 20 km auf Stufe 2 vor dem Fernseher. Das radeln stärkt die Beinmuskeln. Das macht sich beim Treppensteigen angenehm bemerkbar. Die Idee mit dem Zimmerfahrrad hatte meine Schwester. Vielen Dank, die Idee war ausgezeichnet! Ich wäre über den Verlust des täglich Laufens nicht so leicht hinweggekommen. Danke!

Heute, am Samstag (Tag 16) wärmte ich mich mit 6 km Radeln auf Stufe 1 im Zimmer auf. Danach machte ich Stabi-Übungen. Die Kraft im Rumpf hat der Infekt gestohlen. Aber ich hole sie mir zurück!

Glück

Tag 1550. Kraft und Energie trugen mich durch diese Woche. Nur ein müder Tag schränkte mich ein. Ansonsten war ich guter Dinge und freute mich an der Welt da draußen. Täglich fühlte ich unbändiges Glück über meine wiedergewonnene Kraft und Ausdauer. Es gab heiße und kühle Tage. Beides gefiel mir. Ich hoffe der glückliche Zustand hält noch ein bisschen an.

Am letzten Sonntag (Tag 1544) turnte ich gleich am Morgen. Auf die Parkseerunde (7 km) begab ich mich erst am Abend. Die Sonne ging gerade hinter dem Horizont unter. Alles war in ein goldenes Licht getaucht. Unterwegs streikte die Atmung so sehr, daß ich mein Notfallmedikament nehmen musste. Als ich zu Hause war, war ich froh, daß ich die Runde durchgestanden hatte. Nervosität und Anspannung war von mir abgefallen. Die Atmung ging wieder normal. Unterwegs sind einige Karnickel und zwei Amseln über meinen Weg gehüpft. Danach habe ich geturnt.

Am Montag (Tag 1545) lief ich bei schönstem Wetter die Waldseerunde (15 km). Ich bin um den Bauernhof herum gelaufen. Das ist zwar etwas weiter und auch hügeliger. Die Aussicht über die Felder, die zum Bauernhof gehören, ist vom Hügel aus sehr schön. Die Sonne schien. Ein kühler Wind erfrischte. Majestätisch schwebten weiße Wolken über den Himmel. Es war ein Tag zum Jubilieren. Libellen jagten über den Waldwegen im Sonnenschein. Licht und Luft erfüllten die Welt. Es fühlte sich so an, als gebe es kein Übel.

Am Dienstag (Tag 1546) lief ich die Parkseerunde (7 km). Es war ein warmer Sommertag. Ein frischer Wind sorgte dafür, daß die Wärme angenehm war. Ich war wieder ungeduldig und rannte gegen die Atemnot an. Wenn es kalt wird, wird das sicher keinen Spaß mehr machen. Jetzt, in der Hitze, ist es aber sehr angenehm die Grenzen der eigenen Körperkräfte zu fühlen. Abends habe ich geturnt.

Am Mittwoch (Tag 1547) war ich auf der Waldseerunde mit Ausblick (15 km). Ich lief in schönstem Sonnenschein bei leichtem Wind. Der Himmel war blauer als blau. Schattiger Wald schützte mich davor, in der Hitze zu verglühen. Ich fühlte mich stark und glücklich. Yeah!

Am Donnerstag (Tag 1548) turnte ich am Morgen die gesamten Übungen durch. Abends lief ich kurz. Ich war müde wie selten.

Am Freitag (Tag 1549) lief ich die Parkseerunde (7 km). Es war meteorologischer Herbstanfang. Dementsprechend waren die Temperaturen um mehr als 10 °C kühler als am Vortag. Die Sonne hatte sich hinter einer grauen Wolkendecke verkrochen. Ein kalter Wind versuchte mich zu belästigen. Es gelang ihm aber nicht. Dank meiner neuen Muskeln wurde es mir schon auf dem ersten Kilometer richtig warm. Ich konnte in sommerlicher Bekleidung meine Runde absolvieren. Abends turnte ich.

Heute, am Samstag (Tag 1550) lief ich die Waldseerunde mit Ausblick (15 km). Es war ein kühler Tag. Beim Laufen wurde mir angenehm warm. Wieder reichte die sommerliche Bekleidung, während die Spaziergänger schon mit Jacken und langen Hosen unterwegs waren. Am See machte ich an der Hundebadestelle eine kleine Pause und schaute den Hunden zu. Sie gingen ohne weiteres zur Abkühlung in das Wasser. D.h., noch ist das Wasser nicht zu kalt. Ich war etwas neidisch, weil es dieses Jahr bei mir mit dem Schwimmen im See nicht so geklappt hat. Abends werde ich wohl wieder turnen. Die Statistik über August ist hier.

Lunge, Seele, Muskeln

Tag 1473. Bald ist Sommeranfang! Jetzt ist es morgens schon sehr früh hell. Morgens laufe ich in der Stille der Stadt. Niemand begegnet mir. Auch im Wald sind in der Frühe keine Menschen unterwegs. Im See schwimme ich nur mit den Enten. Die Seele kann sich entspannen. Der Schlaf hängt noch ein bisschen in den Gliedern. Das Laufen ist entspannt. Der Atem stockt nur, wenn sich mir ein Wildschwein in den Weg stellt. Die Lunge, die Seele und die Muskeln arbeiten friedlich zusammen. Das morgendliche Vogelkonzert mischt sich mit dem Säuseln der Blätter im Wind. Noch ist es kühl. Der Morgen ist unschuldig. Es ist, als wäre ein so schöner Morgen für die Ewigkeit gemacht.

Am letzten Sonntag (Tag 1467) lief ich kurz zum Park. Das Krafttraining vom Vortag steckte mir noch in den Muskeln. Es war ein heißer Sommertag.

Am Montag (Tag 1468) stand ich früh auf und lief zum Badesee (19 km). Es war ein verregneter Sommermorgen. Als ich im Wald eintraf, war es noch recht dunkel. Rechts und links meines Weges knackte es unheimlich. Das Wildschwein, das ich den „Schülerlotsen“ nenne, stand heute auf dem Hang oberhalb des Weges zum See. Es schaute mich aufmerksam an und ließ mich passieren. Im See war es sehr angenehm. Ich schwamm zehn Minuten in eine Richtung und wieder zurück. Noch ist es zu kalt, um länger zu schwimmen. Auf dem Heimweg kam die Sonne kurz zum Vorschein.

Am Dienstag (Tag 1469) lief ich nur kurz und turnte nicht.

Am Mittwoch (Tag 1470) turnte ich gleich nach dem Frühstück. Später lief ich noch kurz.

Am Donnerstag (Tag 1471) lief ich die Parkseerunde (7 km). Es war ein warmer Sommertag. Die Atmung ging gut. Die Stimmung wurde mit jedem Schritt froher.

Am Freitag (Tag 1472) turnte ich am Morgen. Am Nachmittag lief ich nur kurz. Eigentlich wollte ich die Parkseerunde laufen. Aber gleich am Anfang fing es an in Strömen zu regnen. Da bin ich weich geworden und nach Hause abgedreht.

Heute, am Samstag (Tag 1473) lief ich früh zum Badesee. Am Feld mit den Heidschnucken sah ich im Gebüsch einen sehr gelben Vogel. Sowohl die Stimme, mit der er sang, als auch der Vogel selbst war mir unbekannt. Eine Recherche im Internet lässt mich vermuten, daß es sich um einen Pirol (http://www.deutsche-vogelstimmen.de/pirol/) handelt. Als ich am See ankam, wellte ein Wind die Oberfläche. Schwarze Wolken zogen drohend auf. Ich schwamm ein kleines Stückchen. Das reichte, um mir Lust auf das nächste Mal zu machen. Auf dem Rückweg sah ich einen Bussard, der sich von einem Baumwipfel erhob und davon flog. Die Stadt war noch still, als ich nach Hause kam. Unterwegs war mir kaum ein Mensch begegnet. Magisch mystische Ruhe lag über allen Dingen.