Revierkampf

Tag 184. Weiter ging es diese Woche mit dem Krafttraining. Diese Woche habe ich die 5 km zum Aufwärmen auf dem Fahrradergometer immer auf Stufe 3 durchgeführt. Das ist sehr anstrengend. Aber nur so kann ich die Herzfrequenz auf 130 treiben. Die Atmung kommt bei dieser Belastung an ihre Grenze. Draußen hat es bis jetzt immer noch nicht geregnet. Am Donnerstag tröpfelte es eine Stunde lang. Aber das änderte nichts an der staubigen Trockenheit. Mich bestärkt das darin, froh und glücklich mit dem Krafttraining zu sein.

Den letzten Sonntag (Tag 178) verbrachte ich damit, Glennkill von der deutschen Autorin Leonie Swann fertig zu lesen und in Garou einzusteigen. In beiden Geschichten sind die Helden Schafe. Alles was passiert wird aus der Sicht der Schafe erzählt. Man blickt mit den wolligen Augen der Schafe auf die Welt. Das ist manchmal komisch bis schräg, oft aber erstaunlich bis beglückend. Die Autorin schafft wunderbare Sprachbilder. Nicht nur für Schafliebhaber sehr empfehlenswert! Bei Einbruch der Dunkelheit spazierte ich zum Ententeich (4 km). Der stank zum Himmel. Die Folgen der anhaltenden Hitze und Dürre machen mir überhaupt keinen Spaß.

Am Montag (Tag 179) hatte ich eigentlich eine Core-Einheit geplant. Aber meine Core-Muskeln brauchten etwas Ruhe. So war die Übungseinheit für die Oberarme- und Unterarme die beste Alternative. Abends widmete ich mich nach dem Aufwärmen mit dem Rad (5 km auf Stufe 3) Stretch und Relax. Vor dem Dehnen las ich noch irgendwo im Internet, wie langweilig es sei, jeden Tag zu laufen. Auch wenn zur Zeit die Kraft mein Thema ist, dann finde ich das tägliche Laufen nach wie vor spannend und ich lese gerne davon. Und wenn hier die Hitze und die Dürre zu Ende ist, werde ich auch wieder raus in die Natur gehen.

Am Dienstag (Tag 180) wärmte ich mich mit mit dem Fahrradergometer (5 km auf Stufe 3) auf. Danach war die Einheit Sixpack und core dran. Weil das besonders anstrengend war, habe ich geschaut, wann ich das das letzte mal gemacht habe. Und ja, zwei wochenlang habe ich es nicht gemacht. Es gibt ja eigentlich nur sieben 50-Minuten-Einheiten. Also müsste ich jede Woche diese Übung einmal machen. Aber noch schaffe ich nicht täglich eine von den 50-Minuten-Einheiten. Aber ich bleibe dran! Irgendwann turne ich alle sieben Übungen binnen einer Woche durch.

Am Mittwoch (Tag 181) machte ich nach dem Aufwärmen (5 km auf Stufe 3) Schultern und Brust. Abends wärmte ich mich nochmal auf mit 5 km Radeln auf Stufe 3. Danach widmete ich mich dem Stretch und Relax.

Am Donnerstag (Tag 182) wärmte ich mich mit dem Standfahrrad auf (5 km auf Stufe 3). Danach war Beine und Rücken dran. Diese Übungseinheit war leichter als erwartet.

Am Freitag (Tag 183) war nach dem Aufwärmen mit dem Fahrradergometer (5 km/Stufe 3) Brust und Arme dran.

Heute, am Samstag (Tag 184) wärmte ich mich mit dem Fahrradergometer (5km/Stufe3) am Morgen auf. Danach war Stretch und Relax dran. Nach dem Frühstück fand ein Revierkampf zwischen unseren Balkonkrähen und fremden Eindringlingen statt. Unser Krähen verteidigen ihren Balkon laut krähend und mit Flügen gegen die Fremden. Ob unsere Krähen gewinnen werden?

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Streifschuß!

Tag 170. Diese Woche machte ich wieder Krafttraining. Außerdem entdeckte ich neue Dehnübungen. Draußen schien die Sonne fast ohne Unterbrechung. Alles war staubig und verbrannt. Da passte es gut, daß ich das häusliche Krafttraining für mich entdeckt habe. Das ist viel unterhaltsamer als ich mir je vorgestellt hatte. Es gibt mir ein gutes Gefühl. Stark sein ist prima! Es ist wirklich verrückt, obwohl ich doch nach dem Papier ziemlich krank bin, fühle ich mich fit und bin gut drauf. Juhu!

Am letzten Sonntag (Tag 164) radelte ich 10 km auf dem Zimmerfahrrad.

Am Montag (Tag 165) nahm ich morgens ein Erdnüsschen für unsere Balkonraben aus dem auf dem Boden stehenden Behälter. Als ich mich aufrichtete, schoss mir die Hexe in den Rücken. Das war ausgesprochen schmerzhaft. So konnte ich mich an diesem Tage nur sehr vorsichtig bewegen. Ich beließ es bei einem Spaziergang zum Ententeich (4 km).

Am Dienstag (Tag 166) ging es mir schon wieder erstaunlich gut. Ich fuhr 5 km zum Aufwärmen mit dem Zimmerfahrrad. Danach machte ich Krafttraining für Ober- und Unterarme. Ich konnte es selbst kaum glauben, aber der „Hexenschuss“ behinderte mich nicht. Die Hexe hat anscheinend nur einen Streifschuß gelandet. Nach der Turnstunde war der Schmerz sogar völlig weg. Abends fuhr ich wieder 5 km mit dem Zimmerfahrrad zum Aufwärmen. Anschließend dehnte ich mich mit Stretch und Relax . So war der Dienstag entgegen aller Erwartungen doch noch zu einem vollwertigen Turntag geworden.

Am Mittwoch (Tag 167) schaute ich als erstes bei Youtube nach „Knieschmerzen innen“. Denn die Grätsche aus „Stretch und Relax“ verursacht bei mir „Knieschmerzen innen“. Ich lernte, daß diese durch die Verkürzung verschiedener Strukturen ausgelöst werden. Solche Verkürzungen treten häufig bei Leuten auf, die am Schreibtisch leben. Das soll sich bessern, wenn man täglich drei Übungen macht, die genau diese Schmerzen auslösen. Dadurch sollen die verkürzten Strukturen normalisiert werden und der Schmerz soll verschwinden. Na denn! Bewegung ist alles. Ich wärmte mich morgens 5 km lang mit dem Zimmerfahrrad auf. Dann machte ich die Anti-Verkürzungsübungen, die ich in Zukunft therapeutisches Dehnen nennen werde. Es fühlte sich gut an. Am späten Nachmittag turnte ich Beine und Core. Das abendliche Stretch und Relax ließ ich aus. Es wäre mir zuviel geworden.

Am Donnerstag (Tag 168) wärmte ich mich 5 km auf dem Fahrradergometer auf. Danach machte ich wieder das therapeutische Dehnen. Ich gehe dabei nach dieser Anleitung vor. So kann ich mein Manko spezifischer angehen. Deshalb machte ich morgens in der Frühe das therapeutische Dehnen. Abends turnte ich Schultern und Brust. Dieser Donnerstag war denkwürdig, denn es nieselte draußen ein klein wenig. Juhu!

Am Freitag (Tag 169) fuhr ich in der Frühe 5 km auf dem Fahrradergometer zum Aufwärmen. Danach machte ich das therapeutische Dehnen. Später turnte ich Beine und Rücken. Wieder empfand ich die Übung als extrem anstrengend.

Heute, am Samstag (Tag 170) stand ich in der Frühe noch vor der Dämmerung auf und ging zum Ententeich (4 km). Vom fahlen Mondschein wurden im Park scharfe Schattenrisse der Blätter der Bäume auf den Boden gezeichnet. Auf Schritt und Tritt huschten Kaninchen aus dem Weg. Am Ententeich sprang ein Fuchs aus dem Gebüsch. Ich sprach ihn an und er kam fröhlich auf mich zu und blieb zwei Meter vor mir stehen. Wir schauten uns an. Der Fuchs sah gesund und neugierig aus. Er wäre noch dichter an mich herangekommen, aber ich bekam Angst. Ich richtete mich auf und ging weiter. Nach meinem kleinen Ausflug an den Ententeich schlief ich noch eine Runde tief und fest.

Nein!

Tag 128. Nein! Ich will kein schwaches altes Mütterchen werden! Alt ist prima, aber schwach – nein Danke. Ich bin zwar froh, daß es in meinem Alltag keine körperlich schwere Arbeit gibt. Aber körperliche Schwäche ist die notgedrungene Folge dieser Annehmlichkeit. Damit will ich mich nicht abfinden. Letztes Jahr im Februar habe ich mit etwas Krafttraining für Rumpfstabilität und stärkere Beine angefangen. Ziemlich bald merkte ich, daß Stärke nützlich ist und Spaß macht. In den letzten Wochen habe ich die Videos von Dr. Daniel Gärtner entdeckt. Beim Nachturnen spürte ich, daß ich noch viel stärker werden könnte. Und mir wurde klar: Ja, ich will stark werden! Also kaufte ich am Dienstag (Tag 124) Hanteln! Und los ging es in die neue Welt. Es wird ein schönes Abenteuer werden.

Am letzten Sonntag (Tag 122) dehnte ich mich ausführlich. Als Anleitung benutzte ich das Video Strech und Relax  mit Dr. Daniel Gärtner. Das war ausgesprochen angenehm. Ich dehnte den gesamten Körper in ruhiger Atmosphäre dreimal durch. Danach waren die Muskeln tief innen drinnen warm. Aber ich war trotzdem nicht aufgeputscht.

Am Montag (Tag 123) machte ich noch einmal Strech und Relax. Das war wieder sehr angenehm. Ich fühlte mich gefordert, aber doch so, daß ich nach den Übungen entspannt war.

Am Dienstag (Tag 124) widmete ich mich abends den alten Übungen für die Rumpfstabilität. Morgens hatte ich an diesem Tag Decathlon, einen Sportladen, besucht. Ich erstand dort ein Hantelset mit 20 kg für knapp 40 Euro. Beim Tragen half mir vom Laden bis zur Haustür ein Metallgestell auf Rädern. Der Weg von der Haustür in den dritten Stock war dann eine eigene Trainingseinheit. Die erste Treppe konnte ich die 20 kg noch als Ganzes hoch tragen. Aber dann! Ich musste die Kilos in zwei Etappen die nächsten Treppen hochwuchten. Das war richtig schwer! Die gesamte Muskulatur wurde mehr beansprucht als beim normalen Training mit dem eigenen Körpergewicht. Oh ja, die Hanteln könnten wirklich bei der Stärkung des Körpers helfen.

Am Mittwoch (Tag 125) war die Seerunde mit kurzem Schwimmen dran (19 km). Es war warm, aber ein kühler Wind milderte die Hitze. Der Wald war grün. Das wirkte nicht wie höchste Waldbrandstufe, nur wenn man auf einen Ast trat, knackte es sehr trocken. Der See war mit 22 °C angenehm kühl. Auf dem Heimweg lauerten mir 6 Eichelhäher auf. Ich hatte den Eindruck, die spielten, „Wer wagt sich am dichtesten an den Menschen ran?“. Dabei kreischten sie nicht, sondern flogen fast lautlos von Baum zu Baum und guckten zu, wie sich einer aus der Horde löste und an mich heranflog. Das wiederholten sie von Baum zu Baum ein paar Hundert Meter weit. Dann kreischte einer und alle hauten ab. Abends testete ich noch Stretch und Relax nach dem langen Lauf. Und ich muß sagen, das tat wirklich gut. Die Muskeln konnten sich dehnen und entspannen. So erholten sie sich sehr gut.

Am Donnerstag (Tag 126) widmete ich mich der Übung Ober- und Unterarme. Hier wendete ich meine neuen Hanteln an. Ich benutzte für alle Übungen 3,2 Kilo pro Hantel. Eine Hantelstange wiegt 2 kg. Mit der 200 gr. schweren Schraube befestigte ich je Hantel eine Eisenscheibe von 1 kg. Das war genug. Die Übungen machten mit den Hanteln sehr viel Spaß. Der ganze Körper war daran beteiligt, die Hanteln zu tragen. Meine schon vorhandene Rumpfstabilität kam mir sehr zu gute. Es war ein sehr intensives körperliches Erlebnis. Erstaunlich!

Am Freitag (Tag 127) machte ich die alten Übungen mit den einbeinigen Kniebeugen. Bei den Kniebeugen nahm ich in jede Hand eine 3,2 kg schwere Hantel. Das ging gut.

Heute, am Samstag (Tag 128) streckte mich die Sommerhitze nieder und ich hatte Muskelkater. Also werde ich am Abend eine Pflichtübung machen und mich ansonsten pflegen.

Darf ich das?

Tag 121. Für mich ist die Umstellung auf die neuen Übungen hochinteressant. Ich decke Schwächen auf und ich erkenne Stärken. Es macht Spaß, den eigenen Körper immer wohnlicher zu machen. Mir geht es gut damit! Die Turntage machen mich glücklich. Ich spüre, wie die Kraft wächst und die Schwäche weicht. Es fühlt sich gut an, der Krankheit ein Schnippchen zu schlagen. Aber darf ich so viel Zeit mit meinem eigenen Körper verbringen. Darf ich das? Bin ich zu egozentrisch? Kreise ich nur um meine eigenes Wohlbefinden und vergesse die Sorgen der Welt? Reicht es, daß ich niemandem schade? Fragen über Fragen auf die ich auch keine Antwort weiß. Sobald sich der Körper angepasst haben wird, wird sich zeigen, daß die Übungen nicht mehr im Zentrum stehen. Das Leben wird sich nach einiger Zeit wieder normalisieren. Solange werde ich die Entwicklung genießen und mir den Spaß gönnen.

Am letzten Sonntag (115) machte ich morgens die Übungen mit den einbeinigen Kniebeugen. Am Abend war dann Beine und Core dran. Nach 30 Minuten wurde ich unterbrochen und verschob den Rest auf den nächsten Tag.

Am Montag (Tag 116) beendete ich die Beine und Core Übungseinheit. Das war anstrengend. Die Core-Übungen fallen mir nicht schwer. Aber dieses Auf und Ab auf einem Bein mit Theraband oder Hanteln fiel mir schwer. Dafür hatte ich mit dem Gleichgewicht keine allzu großen Probleme.

Am Dienstag (Tag 117) war dann Entspannung am See angesagt (19 km). Der Wald war sehr trocken. Es roch angenehm nach Harz. Die schattenspendenden Blätter waren satt grün. Die Luft war noch kühl und feucht. Am See stand ein kleiner Graureiher – wobei was heißt klein? Der Graureiher geht mir immerhin bis zur Hüfte, wenn wir beide stehen. Der Graureiher versteckte sich im Gebüsch und wir beobachteten einander. Zum Baden war mir an diesem Tag nicht zu Mute, also ging ich frohgemut wieder nach Hause.

Am Mittwoch (Tag 118) widmete ich mich den Übungen für Brust und Rücken. Während der Übungen ballten sich draußen dicke Wolken zusammen. Der erhoffte Regen kam erst in der Nacht. Es regnete kräftig und über mehrere Stunden. Etwas besseres konnte nicht passieren. Immerhin hatte es seit April erst einmal und nur recht wenig geregnet.

Auch am Donnerstag (Tag 119) regnete es weiter. Ich übte Sixpack und Core. Das beanspruchte meine Muskeln stark. Es machte wirklich Spaß. Wenn ich dabeibleibe, wird der Gewinn für die Atemmuskeln auch groß sein, glaube ich. Diese Kraftübungen verlangen eine kontrollierte Atmung. Und es ist gar nicht so leicht, das Zwerchfell bei der Einatmung zu entspannen, aber gleichzeitig die Bauchmuskeln anzuspannen.

Am Freitag (Tag 120) ging es wieder hinaus zum See in die Natur (19 km). Diesmal kam ich mit einem kräftigen Muskelkater zurück. Ah ja, die Vorbelastung plus 19 km zu Fuß erzeugt Muskelkater.

Heute, am Samstag (Tag 121) hindert mich der Muskelkater am Krafttraining. Auch dehnen ist bei Muskelkater keine gute Idee. Ich ziehe es daher vor, auf Stufe 1 immer mal wieder über den Tag verteilt insgesamt 10 km auf dem Fahrradergometer zu fahren.

Mehr Kraft!

Tag 107. Diese Woche experimentierte ich mit Übungen zur Körperkraft. Ich möchte noch mehr Kraft haben. Das hilft in allen Lebenslagen. Ich turnte einige Videos von YouTube nach. Es machte Spaß, auch wenn es manchmal anstrengend war. Daneben freute ich mich an meinen Ausflügen zum See.

Am letzten Sonntag (Tag 101) turnte ich das 50 minütige Video hier für Beine und Core mit Dr. Daniel Gärtner fast durch. Nach vierzig Minuten musste ich aber aufhören. Mein kleinen Atempausen reichten nicht, um das Durchhalten möglich zu machen. Mir war es zu viel. Ein prima Grund, dranzubleiben und zu versuchen, ob ich es irgendwann doch noch schaffe.

Am Montag (Tag 102) nutzte ich den Weg zum See zur Regeneration (19 km), denn die Anstrengung vom Vortag merkte ich deutlich. Es war ein besonders schöner Tag. Der Himmel war grau und wolkenverhangen. Von den Bäumen fielen dicke Tropfen, die übrig geblieben waren vom nächtlichen Regen. Die Waldwege waren feucht, die Luft war kühl und die Blätter satt und zufrieden grün. Die Schwimmrunde habe ich mir geschenkt. Das wäre zu viel gewesen. Im Park, auf dem Weg zum See sah ich auf dem Boden eine sehr junge Elster sitzen. Zwei Amseln flogen schimpfend um sie herum und attackierten die kleine Elster. Sie hüpfte zur Seite, das reichte aber nicht. Sie wurde von den beiden Amseln gezwungen, den Platz zu räumen und auf den nächsten Baum zu fliegen. Tja, so ist das, kleine Elster:

Amseln und Spatzen gehört der Boden,

Die Elstern aber besitzen im Luftreich des Baums

Die Herrschaft unbestritten.

Am Dienstag (Tag 103) machte ich morgens die Übungen mit den einbeinigen Kniebeugen. Abends testete ich das 50 Minuten-Video hier von Dr. Daniel Gärtner für Brust & Rücken. Ich nahm mir vor, falls es mir schwer fallen sollte, nur jeweils drei Wiederholungen pro Satz zu machen. Auf jeden Fall aber, wollte ich alle Übungen einmal ausprobieren. Schließlich habe ich alles mitgeturnt. Und es ging gar nicht mal so schlecht. Juhu!

Am Mittwoch (Tag 104) war ich am See (19 km). Die Luft war angenehm und ich konnte fast normal atmen. Auf dem Weg zum See sah ich eine Amsel mit weißen Flecken. Ich sah sie schon zum zweiten Mal. Das Tier hat eine eindrucksvolle und sehr hübsche Pigmentstörung. Im Wald waren die ersten Brombeeren schon zu erkennen. Oh je, der Sommer hat doch noch gar nicht richtig angefangen, da kommen schon die ersten Vorboten des Herbstes.

Am Donnerstag (Tag 105) widmete ich mich meinen üblichen Übungen mit der einbeinigen Kniebeuge.

Am Freitag (Tag 106) war ich recht früh am See (19 km). Die Sonne strahlte schon. Es stand ein heißer Tag bevor. Im schattigen Wald war die Luft noch weich und kühl. Auch die kurze Schwimmrunde kühlte mich angenehm ab. Erst auf dem Heimweg wurde es zu warm.

Heute, am Samstag (Tag 107) machte ich morgens meine üblichen Rumpf-Stabi-Übungen. Nachmittags testete ich das 50 Minuten-Video hier von Dr. Daniel Gärtner für die Unter- und Oberarme. Ich habe die meisten Übungen mit dem Theraband durchgeführt. Das klappt sehr gut. Man kann die Anstrengung dem eigenen Können anpassen.

Buchfinkenschlag

Tag 100. Weiter, Weiter! Mehr, mehr! So fühlte ich mich zu Beginn dieser Woche. Ich hätte Bäume ausreißen können! Die Erholungswoche hat ihren Zweck erfüllt. Der Körper fühlte sich wohl und das Gemüt schloss sich der guten Gefühlslage an. Jetzt nur nicht übertreiben. Schön vorsichtig am Ball bleiben!

Am letzten Sonntag (Tag 94) machte ich das 30-Minuten Ganzkörpertraining von Dr. Daniel Gärtner. Das Video hier sah ziemlich anstrengend aus. So war ich ganz erleichtert, als ich besser als erwartet mitturnen konnte. Wobei ich natürlich viele Pausen brauchte. Und ich kann im dritten Stock nicht springen, sonst würde der Familie unter mir der Kronleuchter auf den Kopf fallen. Also machte ich statt Sprüngen Schwünge, d.h. ohne abzuheben. Trotzdem hat mich die halbe Stunde zum Schwitzen gebracht. Na also, geht doch! Ich denke oft daran, daß ich mehr als ein Jahr brauchte, um eine einigermaßen anständige Liegestütze hinzubekommen. Man muss dranbleiben. Das ist wie mit allen Dingen. Die Wiederholung ist die Mutter jeder Fähigkeit. Und die Belohnung ist, daß die Übungen je besser ich sie kann, desto mehr Spaß machen.

Am Montag (Tag 95) lief ich zum See (19 km). Der Himmel war bedeckt und ein leichter Wind kühlte mich. Das Wasser war mit 22 °C sehr angenehm. Ja, ich habe ein neues Thermometer gekauft und damit die Temperatur des Wassers gemessen. Die letzten fünf Kilometer des Heimweges waren sehr anstrengend. Das lag sicher an der Vorermüdung durch die Krafttrainings der letzten Tage. Auf dem Rückweg saß ein Buchfinkenmännchen auf einem Zweig in meiner Augenhöhe. Er betrachtete mich und ich betrachtete ihn. Ich hätte das hübsche Vögelchen glatt ergreifen können, so nah war er.

Den Dienstag (Tag 96) eröffnete ich mit den Übungen, zu denen die einbeinigen Kniebeugen gehören. Obwohl sie mehr als ein Jahr lang meine Schreckensübung waren, klappten sie plötzlich ganz gut. Zur Zeit habe ich mal wieder eine Phase, in der ich immer wieder überrascht bin, wie viel man erreichen kann, auch wenn die Lunge angeschlagen ist.

Am Mittwoch (Tag 97) schlenderte ich zum See (19 km) und badete eine kleine Runde. Wieder hatte ich mit einem Buchfinkenmännchen Blickkontakt. Er hatte eine zarte Daunenfeder im Schnabel. Als sich unsere Blicke kreuzten, flüchtete er. Noch immer hatte es nicht geregnet. So waren die Bäume zwar noch saftig und grün, aber der Boden war trocken und einige Pflanzen ließen die Blätter hängen.

Am Donnerstag (Tag 98) verschwand mein leichter Muskelkater beim Aufwärmen. Ich machte die Rumpf-Stabi-Übungen am Morgen. Diese Übungen sind eine vorzügliche Körperpflege. So ein stabiler Rumpf, der hilft bei der Fortbewegung, beim Sitzen, beim Tragen und eigentlich immer. Abends machte ich das Armtraining. Auch diese Übungen klappen um so besser, je öfter ich sie mache. Und selbstverständlich werde ich es nie so schön und leicht schaffen wie der Ex-Weltmeitster im Kickboxen Dr. Daniel Gärtner. Ja, ich musste sogar das Video immer wieder anhalten, weil die Luft nicht reichte. Spaß machte das Nachturnen der Übungen aber trotzdem.

Am Freitag (Tag 99) spazierte ich zum See (19 km). Über Nacht hatte es einen Temperatursturz gegeben, so daß die Luft kühle 13 °C hatte. Der Himmel war bedeckt und gelegentliche Sturmböen bogen die Bäume. Ein paar hundert Meter vor dem See hörte ich den Buchfinkenschlag. Der Buchfink stieß drei Pfiffe aus, gefolgt von einer kurzen zwitschernden Melodie. Das soll den Regen ankündigen. Tatsächlich kam ein Wind auf und der Regen brach los. Ich wartete unter einem Baum, bis das Schlimmste vorüber war. Schwimmen ging ich nicht, denn ich war schon nass und kalt. Auf dem Heimweg wurde ich nochmal, diesmal aber ohne Ankündigung, vom Regen, ja sogar Hagel, überrascht. Nach dem Gestöhne über Hitze und Dürre, war der nasse Guss himmlisch!

Heute, am Samstag (Tag 100), machte ich morgens die Übungen mit den einbeinigen Kniebeugen. Abends werde ich dann noch die kurze Baucheinheit machen. Das Geturne gefällt mir immer besser. Irgendwie freut es den Körper und das wiederum freut den Menschen.

Laufen im Wald

Tag 37. Laufen im Wald birgt eine unvergleichliche Magie. Ich federe über den Waldboden, atme die würzige Luft. Alles Denken kommt zur Ruhe. Ich lebe im Hier und Jetzt. Grüne Blätter spenden mir Schatten. Sonnenflecken tanzen mit mir durch den Wald. Vögel grüßen zwitschernd. Am Boden raschelt ein Tier. Irgendwo hämmert ein Specht. Das Leben ist Glück! Tap, Tap, Tap der Wald fliegt vorbei. Wild und frei weht der Wind. Er umschmeichelt zärtlich die Haut und weht wohlige Düfte herbei. Die Sonne glänzt am blauen Himmel. Keine Wolke trübt die Stimmung.

Am letzten Sonntag (Tag 31) war wieder ausführliches Dehnen angesagt. Ich dehne zwar täglich, aber richtig ausführlich nur am Sonntag. Da habe ich Ruhe und kann mich gut entspannen. Abends radelte ich 30 km auf Stufe 1 zur Regeneration.

Am Montag (Tag 32) regnete es am Morgen und war kalt. So blieb ich zu Hause und eröffnete den Tag mit Stabi-Übungen. Die Atmung ging gut.

Am Dienstag (Tag 33) lief ich im Wald zum Badesee (18 km). Wild und frei wehte der Wind. Die Sonne strahlte freundlich das sich entfaltende Grün an. Der Wald glänzte frisch und grün. Das Wasser im See war 13 °C warm – noch zu kalt zum Baden. Ein Bussard zog seine Kreise am blauen Himmel. Eine Krähe zwang ihn zur Landung auf einem Baum neben mir. Auf dem Heimweg querte ein Graureiher im eiligen Flug meinen Weg. Die Atmung ging gut. Lieber Frühling, so liebe ich Dich!

Am Mittwoch (Tag 34) turnte ich die Stabi-Übungen.

Am Donnerstag (Tag 35) lief ich zum Badesee (14 km). Zwei Kilometer vor dem See kehrte ich um. Ein Termin, der eingehalten werden musste, stand im Weg. Abends habe ich Krafttraining für die Arme gemacht. Bald kann man ja wieder im See schwimmen. Da braucht es Kraft in den Armen.

Am Freitag (Tag 36) waren noch einmal die Stabi-Übungen dran.

Heute, am Samstag (Tag 37) lief ich zum Badesee (18 km). Die Atmung brachte ich mit einem Extraschuss Salbutamol auf Trab. Die Sonne lachte wärmend vom strahlend blauen Himmel. Zartes Grün und Blüten erfüllten die Luft mit freundlichen Düften. Das Wasser im Badesee hatte eine Temperatur von knapp 17 °C. Ein Mensch schwamm im Wasser. Mir war es für Schwimmen noch zu kalt. Bald werde aber auch ich den Verlockungen des Sees erliegen.