Drei Treppen

Tag 177. Das Krafttraining hat mich voll in seinen Bann gezogen. Das ist für den Leser/die Leserin vielleicht etwas langweilig. Ich erlebe gerade, wie die Kraft Wohnung in meinem Körper bezieht. Das ist ein grandioses Gefühl. Wunderbar am Krafttraining ist, daß ich meine Muskeln wirklich spüre. Das tut gut, auf eine andere Weise als das Laufen in der Natur. Aber es tut eben doch gut. Und gerade jetzt, wo ich unmittelbar an der Schwelle des Eingangs zum Club der 60-jährigen stehe, denke ich, es ist nicht nur ein gutes Gefühl, das ich mir da verschaffe, sonder es ist auch sehr vernünftig. Denn so eine schwache Alte will ich nicht werden. Mir reicht schon, daß ich mehr schnaufen muss als normale Leute. Wenn da noch Schwäche dazu käme, wäre das fatal. Und ich schwöre allen, die denken: „Aber ich hasse Sport!“, wenn man bescheiden anfängt, macht das allmählich jedem Spaß. Denn es tut dem Körper so gut und das Dankeschön des Körpers fühlt sich an wie „Spaß“.

Am letzten Sonntag (Tag 171) radelte ich 5 km zum Aufwärmen mit dem Zimmerfahrrad auf Stufe 2 von 8. Danach machte ich Sixpack und core, was mir gar nicht so anstrengend erschien. Abends radelte ich zum Aufwärmen nochmal 5 km auf Stufe 2. Danach machte ich das therapeutische Dehnen. Das wiederum war langwierig und sehr anstrengend. Je zwei Minuten die Dehnhaltung durchhalten war nicht leicht und es war auch nicht schmerzfrei. Danach fühlte sich mein Knie, die Hüfte und die gesamte rückwärtige Muskulatur angenehm warm und weich an. Mir kommt es so vor, als wären diese Übungen sinnvoll, auch wenn ich mich dazu überwinden muss.

Am letzten Montag (Tag 172) radelte ich wieder zum Aufwärmen je 5 km auf Stufe 2. Mit Krafttraining bedachte ich Schultern und Arme. Diese Übungen waren schwer. Ich kann jedenfalls nicht mehr behaupten, daß ich nicht schwitze. Der Körper wird bei dem Training richtig warm und braucht Kühlung und das geschieht nun mal durch den Schweiß. Aber egal, dafür gibt es ja die Dusche. Abends widmete ich mich nach dem Aufwärmen dem therapeutischen Dehnen.

Am Dienstag (Tag 173) beschränkte ich mich auf die Ententeichrunde (4 km).

Am Mittwoch (Tag 174), nach dem Aufwärmen mit dem Zimmerfahrrad (5 km / Stufe 2), erfreute ich Beine und core. Dabei lief wieder der Schweiß. Bei mancher Übung musste ich eine zusätzliche Verschnaufpause einlegen. Ich habe aber das gute Gefühl, daß ich stärker werde. Gestern konnte ich sogar einmal die Treppe fast bis in den dritten Stock hinaufrennen, obwohl ich einige Einkäufe mitschleppte. Nur die letzte halbe Treppe ging nicht mehr. Als ich wieder Luft schnappen konnte, ging es mir gut. Ich war stolz, auch wenn noch ein kleines Stückchen fehlte.

Am Donnerstag (Tag 175) wärmte ich mich mit 5 km Radeln auf. Danach widmete ich mich den Übungen mit dem Schwerpunkt Brust und Arme. Es war anstrengend, wobei die Übungen ja so gestrickt sind, daß jeder sie an sein eigenes Leistungsvermögen anpassen kann.

Am Freitag (Tag 176) radelte ich zum Aufwärmen auf Stufe 3 von acht möglichen Stufen. Danach entschied ich mich wieder für Stretch und Relax. Das therapeutische Dehnen wird auf Dauer doch etwas langweilig.

Heute, am Samstag (Tag 177) radelte ich wieder 5 km auf Stufe 3 zum Aufwärmen. Danach kräftigte ich Beine und Rücken. Abends will ich wieder mit Stretch und Relax für die Geschmeidigkeit des Körpers sorgen.

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Hitze!

Tag 135. Diese Woche widmete ich dem Schwerpunkt Dehnen. Im Laufe der Woche lernte ich, wie gut das tägliche Dehnen tut. Vielleicht behalte ich das sogar als Abschluss des Tages am Abend bei. Daneben las ich das Buch „Musashi“ von Eiji Yoshikawa. Das Buch erschien ursprünglich als Zeitungsroman von 1935-1939 in der zweitgrößten Zeitung Japans und der Welt. Hauptfigur ist Musashi, ein unabhängiger, freier Samurai, der keinen Herrn hatte. Musashi lebte wirklich im frühen 17. Jahrhundert in Japan. Das Buch richtet sich gegen sinnlose Gewalt und Kraftmeierei. Ehre, Rache, Gewaltverherrlichung, Mißachtung des Lebens und der Frauen erweisen sich als missverstandene (Männlichkeits-) Ideale. Es ist ein spannender Roman in dem aus Jungen und Mädchen auf ihrem Weg durch das Leben mehr oder weniger kluge erwachsene Menschen werden. Etwas über Tausend Seiten pralles Leben. Ein ideales Buch für die Sommerferien.

Am letzten Sonntag (Tag 129) waren meine Gelenke und Muskeln von der Hantel-Erfahrung aus der Woche zuvor noch leicht mürrisch. So bot ich meinem Körper die vertrauten Übungen für Rumpf-Stabilität an. Das tat gut und war nicht zu anstrengend.

Am Montag (Tag 130) begab ich mich noch in der Morgendämmerung auf die Badeseerunde (19 km). Es war angenehm kühl. Als ich im Wald die Lichtung betrat, spielten zwei Füchse fangen. Ich blieb stehen. Als sie mich wahrnahmen, blieben auch die Füchse stehen. Sie schauten zu mir. Die Lefzen waren hochgezogen, die weißen Zähne blitzten, als lächelten die Füchse. Dann schöpften sie noch einmal tief Atem und setzten ihre wilde Jagd um zwei Bäume fort. Irgendwann verschwanden sie im Gebüsch. Einer kam noch einmal zurück, um zu gucken. Ich sprach ihn freundlich an. Da lief er davon.

Von Dienstag (Tag 131) bis Freitag (Tag 134) litt ich unter der Hitze. Ich begnügte mich mit Stretch und Relax am Abend. Nach einer kleinen Aufwärmeinheit wird ein Zirkeltraining durchgeführt. Es gibt drei Runden, in denen der Körper durchgedehnt wird. In jeder Runde wird nach einer anderen Methode gedehnt. Abschließend findet noch ein meditatives Entspannen statt. Mir bekam das richtig gut und ich konnte danach tief und fest schlafen -trotz der Hitze.

Heute, am Samstag (Tag 135) ist immer noch keine Abkühlung in Sicht. So bleibe ich beim abendlichen Stretch und Relax. Die neuen Hanteln wollten zwar bewegt werden, aber sie müssen noch warten.

Nein!

Tag 128. Nein! Ich will kein schwaches altes Mütterchen werden! Alt ist prima, aber schwach – nein Danke. Ich bin zwar froh, daß es in meinem Alltag keine körperlich schwere Arbeit gibt. Aber körperliche Schwäche ist die notgedrungene Folge dieser Annehmlichkeit. Damit will ich mich nicht abfinden. Letztes Jahr im Februar habe ich mit etwas Krafttraining für Rumpfstabilität und stärkere Beine angefangen. Ziemlich bald merkte ich, daß Stärke nützlich ist und Spaß macht. In den letzten Wochen habe ich die Videos von Dr. Daniel Gärtner entdeckt. Beim Nachturnen spürte ich, daß ich noch viel stärker werden könnte. Und mir wurde klar: Ja, ich will stark werden! Also kaufte ich am Dienstag (Tag 124) Hanteln! Und los ging es in die neue Welt. Es wird ein schönes Abenteuer werden.

Am letzten Sonntag (Tag 122) dehnte ich mich ausführlich. Als Anleitung benutzte ich das Video Strech und Relax  mit Dr. Daniel Gärtner. Das war ausgesprochen angenehm. Ich dehnte den gesamten Körper in ruhiger Atmosphäre dreimal durch. Danach waren die Muskeln tief innen drinnen warm. Aber ich war trotzdem nicht aufgeputscht.

Am Montag (Tag 123) machte ich noch einmal Strech und Relax. Das war wieder sehr angenehm. Ich fühlte mich gefordert, aber doch so, daß ich nach den Übungen entspannt war.

Am Dienstag (Tag 124) widmete ich mich abends den alten Übungen für die Rumpfstabilität. Morgens hatte ich an diesem Tag Decathlon, einen Sportladen, besucht. Ich erstand dort ein Hantelset mit 20 kg für knapp 40 Euro. Beim Tragen half mir vom Laden bis zur Haustür ein Metallgestell auf Rädern. Der Weg von der Haustür in den dritten Stock war dann eine eigene Trainingseinheit. Die erste Treppe konnte ich die 20 kg noch als Ganzes hoch tragen. Aber dann! Ich musste die Kilos in zwei Etappen die nächsten Treppen hochwuchten. Das war richtig schwer! Die gesamte Muskulatur wurde mehr beansprucht als beim normalen Training mit dem eigenen Körpergewicht. Oh ja, die Hanteln könnten wirklich bei der Stärkung des Körpers helfen.

Am Mittwoch (Tag 125) war die Seerunde mit kurzem Schwimmen dran (19 km). Es war warm, aber ein kühler Wind milderte die Hitze. Der Wald war grün. Das wirkte nicht wie höchste Waldbrandstufe, nur wenn man auf einen Ast trat, knackte es sehr trocken. Der See war mit 22 °C angenehm kühl. Auf dem Heimweg lauerten mir 6 Eichelhäher auf. Ich hatte den Eindruck, die spielten, „Wer wagt sich am dichtesten an den Menschen ran?“. Dabei kreischten sie nicht, sondern flogen fast lautlos von Baum zu Baum und guckten zu, wie sich einer aus der Horde löste und an mich heranflog. Das wiederholten sie von Baum zu Baum ein paar Hundert Meter weit. Dann kreischte einer und alle hauten ab. Abends testete ich noch Stretch und Relax nach dem langen Lauf. Und ich muß sagen, das tat wirklich gut. Die Muskeln konnten sich dehnen und entspannen. So erholten sie sich sehr gut.

Am Donnerstag (Tag 126) widmete ich mich der Übung Ober- und Unterarme. Hier wendete ich meine neuen Hanteln an. Ich benutzte für alle Übungen 3,2 Kilo pro Hantel. Eine Hantelstange wiegt 2 kg. Mit der 200 gr. schweren Schraube befestigte ich je Hantel eine Eisenscheibe von 1 kg. Das war genug. Die Übungen machten mit den Hanteln sehr viel Spaß. Der ganze Körper war daran beteiligt, die Hanteln zu tragen. Meine schon vorhandene Rumpfstabilität kam mir sehr zu gute. Es war ein sehr intensives körperliches Erlebnis. Erstaunlich!

Am Freitag (Tag 127) machte ich die alten Übungen mit den einbeinigen Kniebeugen. Bei den Kniebeugen nahm ich in jede Hand eine 3,2 kg schwere Hantel. Das ging gut.

Heute, am Samstag (Tag 128) streckte mich die Sommerhitze nieder und ich hatte Muskelkater. Also werde ich am Abend eine Pflichtübung machen und mich ansonsten pflegen.

Darf ich das?

Tag 121. Für mich ist die Umstellung auf die neuen Übungen hochinteressant. Ich decke Schwächen auf und ich erkenne Stärken. Es macht Spaß, den eigenen Körper immer wohnlicher zu machen. Mir geht es gut damit! Die Turntage machen mich glücklich. Ich spüre, wie die Kraft wächst und die Schwäche weicht. Es fühlt sich gut an, der Krankheit ein Schnippchen zu schlagen. Aber darf ich so viel Zeit mit meinem eigenen Körper verbringen. Darf ich das? Bin ich zu egozentrisch? Kreise ich nur um meine eigenes Wohlbefinden und vergesse die Sorgen der Welt? Reicht es, daß ich niemandem schade? Fragen über Fragen auf die ich auch keine Antwort weiß. Sobald sich der Körper angepasst haben wird, wird sich zeigen, daß die Übungen nicht mehr im Zentrum stehen. Das Leben wird sich nach einiger Zeit wieder normalisieren. Solange werde ich die Entwicklung genießen und mir den Spaß gönnen.

Am letzten Sonntag (115) machte ich morgens die Übungen mit den einbeinigen Kniebeugen. Am Abend war dann Beine und Core dran. Nach 30 Minuten wurde ich unterbrochen und verschob den Rest auf den nächsten Tag.

Am Montag (Tag 116) beendete ich die Beine und Core Übungseinheit. Das war anstrengend. Die Core-Übungen fallen mir nicht schwer. Aber dieses Auf und Ab auf einem Bein mit Theraband oder Hanteln fiel mir schwer. Dafür hatte ich mit dem Gleichgewicht keine allzu großen Probleme.

Am Dienstag (Tag 117) war dann Entspannung am See angesagt (19 km). Der Wald war sehr trocken. Es roch angenehm nach Harz. Die schattenspendenden Blätter waren satt grün. Die Luft war noch kühl und feucht. Am See stand ein kleiner Graureiher – wobei was heißt klein? Der Graureiher geht mir immerhin bis zur Hüfte, wenn wir beide stehen. Der Graureiher versteckte sich im Gebüsch und wir beobachteten einander. Zum Baden war mir an diesem Tag nicht zu Mute, also ging ich frohgemut wieder nach Hause.

Am Mittwoch (Tag 118) widmete ich mich den Übungen für Brust und Rücken. Während der Übungen ballten sich draußen dicke Wolken zusammen. Der erhoffte Regen kam erst in der Nacht. Es regnete kräftig und über mehrere Stunden. Etwas besseres konnte nicht passieren. Immerhin hatte es seit April erst einmal und nur recht wenig geregnet.

Auch am Donnerstag (Tag 119) regnete es weiter. Ich übte Sixpack und Core. Das beanspruchte meine Muskeln stark. Es machte wirklich Spaß. Wenn ich dabeibleibe, wird der Gewinn für die Atemmuskeln auch groß sein, glaube ich. Diese Kraftübungen verlangen eine kontrollierte Atmung. Und es ist gar nicht so leicht, das Zwerchfell bei der Einatmung zu entspannen, aber gleichzeitig die Bauchmuskeln anzuspannen.

Am Freitag (Tag 120) ging es wieder hinaus zum See in die Natur (19 km). Diesmal kam ich mit einem kräftigen Muskelkater zurück. Ah ja, die Vorbelastung plus 19 km zu Fuß erzeugt Muskelkater.

Heute, am Samstag (Tag 121) hindert mich der Muskelkater am Krafttraining. Auch dehnen ist bei Muskelkater keine gute Idee. Ich ziehe es daher vor, auf Stufe 1 immer mal wieder über den Tag verteilt insgesamt 10 km auf dem Fahrradergometer zu fahren.

Entdeckerlaune!

Tag 114. Die gärtnerischen Videos versetzten mich in Entdeckerlaune. Ich habe Reserven in meinem Körper entdeckt, die ich wie Schätze heben kann. Und wieder ist Geduld gefragt. So schnell entwickeln sich Kräfte nicht. Das dauert! Aber es macht Spaß, wenn sich hier und da ein erste Verbesserung einstellt. Wenn der eine oder andere Hügel kürzer wird, wenn die eine oder andere Übung plötzlich doch nicht so schwer ist, freut sich der Mensch. Also dranbleiben, weiter machen und auch kleine Erfolge genießen. Die Kraft macht‘s! Aber ohne Spaß ist alles nichts, also immer gemach!

Am letzten Sonntag (Tag 108) versuchte ich mich vormittags an dem Video Beine und Rücken. Ich verwendete ein Theraband. Das war sehr anstrengend, hat aber großen Spaß gemacht. Schon an Tag 103, als ich mich am Video Brust und Rücken versuchte, hatte ich den leisen Verdacht, daß ich eine Schwäche im Rücken habe. Das hat sich bei diesen Übungen bestätigt. Zwischen den Schulterblättern bin ich schwach. Seltsam! Auch meine Beine sind enttäuschend schwach. Also gut, es ist nicht so schlimm. Aber ich musste kämpfen. Das hatte ich so nicht erwartet. Das zeigt mir, daß ich noch riesige Reserven habe, um meine Probleme mit der Lunge zu kompensieren. Also weiter, weiter lieber Körper, trage mich durch die Welt!

Am Montag (Tag 109) war ich am See (19 km). Es war ein kühler Morgen. Der Himmel war blau und die Sonne schien. Die Wassertemperatur war knapp 20 °C. Ich schwamm nur kurz. Es wurde mir schnell kalt.

Am Dienstag (Tag 110) beschränkte ich mich auf die kurze Baucheinheit und am Mittwoch (Tag 111) auf die drei Übungen, bei denen auch die Übung mit der einbeinigen Kniebeuge ist und die ich seit Februar 2017 mache. Meine Beine waren noch müde von den ungewohnten Übungen am Sonntag.

Am Donnerstag (Tag 112) war ich sehr früh am See (19 km). Ich war noch vor der angekündigten Hitze wieder zu Hause. Die Menschen schliefen fast alle noch. Der frühe Morgen war kühl. Die Vögel besangen lautstark den schönen Tag. Das Wasser im See war kalt und erfrischend. Die Wasserqualität nimmt allerdings von Mal zu Mal ab. Das Wasser war schon ganz grün und roch etwas muffig. Die Hitzeperiode dauert schon zu lang.

Am Freitag (Tag 113) war mein Körper müde. Ich machte die drei Rumpf-Stabi-Übungen, die ich seit Februar 2017 mache. Damals musste ich das Laufen für eine ganze Weile drastisch reduzieren, bis ich mich an diese Übungen gewöhnt hatte. Die neuen Übungen erfordern wieder eine vorübergehende Zurückhaltung beim Laufen. Ob man nun die Übungen mit dem eigenen Körpergewicht, mit dem Theraband oder mit Hanteln durchführt – es ist egal. Wie ich das gestalte, muss ich in den nächsten Wochen erproben. Ich bin schon ganz neugierig, wie sich alles entwickelt. Wieder werde ich Neuland betreten, das erobert werden will. Auf ins Abenteuer!

Heute, am Samstag (Tag 114) testete ich das Video von Dr. Gärtner für Schultern und Brust. Für die meisten Übungen war mein Theraband zu stark. So benutzte ich meine 1,5 kg leichten Hanteln. Und das genügte bei den Übungen, bei denen das Theraband zu schwer war. Ich freue mich schon auf die nächsten Wochen und auf das, was die Übungen bewirken.

Mehr Kraft!

Tag 107. Diese Woche experimentierte ich mit Übungen zur Körperkraft. Ich möchte noch mehr Kraft haben. Das hilft in allen Lebenslagen. Ich turnte einige Videos von YouTube nach. Es machte Spaß, auch wenn es manchmal anstrengend war. Daneben freute ich mich an meinen Ausflügen zum See.

Am letzten Sonntag (Tag 101) turnte ich das 50 minütige Video hier für Beine und Core mit Dr. Daniel Gärtner fast durch. Nach vierzig Minuten musste ich aber aufhören. Mein kleinen Atempausen reichten nicht, um das Durchhalten möglich zu machen. Mir war es zu viel. Ein prima Grund, dranzubleiben und zu versuchen, ob ich es irgendwann doch noch schaffe.

Am Montag (Tag 102) nutzte ich den Weg zum See zur Regeneration (19 km), denn die Anstrengung vom Vortag merkte ich deutlich. Es war ein besonders schöner Tag. Der Himmel war grau und wolkenverhangen. Von den Bäumen fielen dicke Tropfen, die übrig geblieben waren vom nächtlichen Regen. Die Waldwege waren feucht, die Luft war kühl und die Blätter satt und zufrieden grün. Die Schwimmrunde habe ich mir geschenkt. Das wäre zu viel gewesen. Im Park, auf dem Weg zum See sah ich auf dem Boden eine sehr junge Elster sitzen. Zwei Amseln flogen schimpfend um sie herum und attackierten die kleine Elster. Sie hüpfte zur Seite, das reichte aber nicht. Sie wurde von den beiden Amseln gezwungen, den Platz zu räumen und auf den nächsten Baum zu fliegen. Tja, so ist das, kleine Elster:

Amseln und Spatzen gehört der Boden,

Die Elstern aber besitzen im Luftreich des Baums

Die Herrschaft unbestritten.

Am Dienstag (Tag 103) machte ich morgens die Übungen mit den einbeinigen Kniebeugen. Abends testete ich das 50 Minuten-Video hier von Dr. Daniel Gärtner für Brust & Rücken. Ich nahm mir vor, falls es mir schwer fallen sollte, nur jeweils drei Wiederholungen pro Satz zu machen. Auf jeden Fall aber, wollte ich alle Übungen einmal ausprobieren. Schließlich habe ich alles mitgeturnt. Und es ging gar nicht mal so schlecht. Juhu!

Am Mittwoch (Tag 104) war ich am See (19 km). Die Luft war angenehm und ich konnte fast normal atmen. Auf dem Weg zum See sah ich eine Amsel mit weißen Flecken. Ich sah sie schon zum zweiten Mal. Das Tier hat eine eindrucksvolle und sehr hübsche Pigmentstörung. Im Wald waren die ersten Brombeeren schon zu erkennen. Oh je, der Sommer hat doch noch gar nicht richtig angefangen, da kommen schon die ersten Vorboten des Herbstes.

Am Donnerstag (Tag 105) widmete ich mich meinen üblichen Übungen mit der einbeinigen Kniebeuge.

Am Freitag (Tag 106) war ich recht früh am See (19 km). Die Sonne strahlte schon. Es stand ein heißer Tag bevor. Im schattigen Wald war die Luft noch weich und kühl. Auch die kurze Schwimmrunde kühlte mich angenehm ab. Erst auf dem Heimweg wurde es zu warm.

Heute, am Samstag (Tag 107) machte ich morgens meine üblichen Rumpf-Stabi-Übungen. Nachmittags testete ich das 50 Minuten-Video hier von Dr. Daniel Gärtner für die Unter- und Oberarme. Ich habe die meisten Übungen mit dem Theraband durchgeführt. Das klappt sehr gut. Man kann die Anstrengung dem eigenen Können anpassen.

Glücksschauer

Tag 30. Nach dreißig Tagen Teilnahme am dem Spiel „Täglich eine Sporteinheit“ fällt mein Resumé positiv aus. Das Spiel ist abwechslungsreich und fordert den ganzen Körper. Kraft, Beweglichkeit und Ausdauer sind Teilnehmer an diesem Spiel. Mit der Ausdauer bin ich ja schon lange sehr gut befreundet. Jetzt, da der Wald gerade sein neues Kleid mit dem zartesten Grün anlegt und Knoblauchdüfte den Wald durchziehen, stellt sich die Freude und das Glück von ganz allein ein. Mit Kraft und Beweglichkeit habe ich lange gefremdelt. Nun, da ich sie auch in meinen Freundeskreis aufgenommen habe, freunden wir uns allmählich miteinander an. Die Intensität kann ich anpassen, so daß der Muskelkater seine Rolle als Spielverderber ausgespielt hat. Er hat die Krallen eingefahren und schnurrt friedlich.

Am letzten Sonntag (Tag 24) radelte ich nach ausführlichem Dehnen am Abend 30 km auf Stufe 1 beim Fernsehen. Das Radeln auf Stufe 1 ist locker, aber doch nicht ganz ohne Anstrengung. Der ganze Körper wird warm und sogar etwas verschwitzt. Die Atemmuskulatur brannte auf den letzten 5 Kilometern, insbesondere das Zwerchfell. Das Radeln ist eine prima Abwechslung. Gegenüber dem Laufen liegt der Vorteil darin, daß sich die Belastung feiner dosieren lässt. Außerdem wage ich gelegentlich eine höhere Belastung. Ich könnte ja jederzeit abbrechen, denn ich bin ja schon zu Hause.

Am Montag (Tag 25) wanderte ich zum Badesee (18 km). Die Sonne schien. Die Luft war warm und mild. Noch waren die Bäume kahl wie im Winter. Nur ein Kirschbaum im Park stand schon in voller Blüte. Am Badesee sah ich, wie erstaunlich weiße Kröten oder Frösche im Wasser in der Nähe des Ufers herumschwammen. Das Wasser des Sees war 9 °C kalt. Auf dem Heimweg schaute mir ein Raubvogel aus 5 Meter Entfernung zu, wie ich an ihm vorbeiging. Überall begegneten mir Zitronenfalter und Schmetterlinge.

Am Dienstag (Tag 26) radelte ich im Zimmer 20 km auf Stufe 2. Diesmal konnte ich schon fast ohne Pause durchradeln. Ich wurde nur zwischendurch immer wieder etwas langsamer. Vor dem Radeln hatte ich meinen halbjährlichen Termin beim Lungenarzt. Die Werte der Lungenfunktion waren wie immer. Zusätzlich konnte ich sogar eine Kurve ohne Bauch pusten. Den Infekt hat die Lunge wohl schadlos überstanden.

Am Mittwoch (Tag 27) lockte mich der leichte Grünschimmer auf der Pflanzenwelt zumal das Wetter sehr schön war. Aber ich hatte leichten Muskelkater und war angemüdet. Da ich ja nicht mehr zu den Täglichläufern gehöre, konnte ich die Variabilität des neuen Spieles „Täglich eine Sporteinheit“ genießen und machte abends nur das 15-minütige Workout für die Arme mit Dr. Daniel Gärtner. Auch mit kleinen Päuschen ist die Übung sehr effektiv.

Am Donnerstag (Tag 28) gings wieder zum Badesee (18 km). Mal lief ich, mal wanderte ich. Klar ist das nach dem Infekt noch etwas anstrengend. Der allmählich ergrünende Wald hat mich für die Anstrengung voll entschädigt. Das frische, zarte grün berührte die Seele und löste kleine Glücksschauer aus. Am See war ein Graureiher. Im Wasser lagen auf dem Grund Frösche oder Kröten. Am Ufer war Laich zu sehen. Na, da wird es bald Kaulquappen geben. Die Wassertemperatur war 12 °C.

Am Freitag (Tag 29) machte ich am Morgen Stabi-Übungen. Die sind nach wie vor ziemlich anstrengend und saugen die Kraft aus der Muskulatur. Abends radelte ich auf Stufe 2 beim Fernsehen 20 km.

Heute, am Samstag (Tag 30) begann ich den Tag wieder mit Stabi-Übungen vom Arzt. Rumpfstabilität klingt etwas lächerlich, scheint aber für das Radeln, für das Schwimmen für das Laufen und sogar für das Sitzen am Schreibtisch wichtig zu sein. Abends habe ich noch ein paar Übungen für den Bauch eingeplant. Da lasse ich mich wieder von Dr. Daniel Gärtner anleiten. Das Acht Minuten Workout für ein Sixpack halte ich zwischendurch immer mal an, wenn ich außer Atem komme. Bei all der Turnerei lerne ich meinen Körper immer besser kennen und finde, er wird immer wohnlicher. Und wenn der kleine Kater schnurrt breitet sich Behaglichkeit und Wohlbefinden aus.