Ausdauer macht glücklich!

Tag 268. Jetzt wird wieder die Ausdauer gesteigert! Da mein Hals immer noch kratzt, radele ich zu Hause auf dem Zimmerfahrrad im wohltemperierten Raum. Und ich kann immer wieder sagen, so sehr Kraftzuwächse sichtbar, spürbar und wunderbar sind, so sehr macht die ausdauernde Belastung des Körpers glücklich. Nun steht das alte Problem wieder auf, wie ich meine Zeit auf Ausdauereinheiten und auf Krafteinheiten verteile. Im Moment gehe ich nach Gefühl.

Am letzten Sonntag (Tag 262) radelte ich 5 km auf Stufe 2 mit dem Zimmerfahrrad.

Am Montag (Tag 263) war nach dem Aufwärmen mit dem Zimmerfahrrad (5 km / Stufe 2) Brust und Arme dran. In dieser Übungseinheit macht man viele Liegestützen. Da bin ich inzwischen viel besser geworden. Als ich jung war, wären Frauen, die Liegestützen machen, unmöglich gewesen. Damals sollte eine Frau ein feingliedriges und zartes Wesen sein, fast wie eine Fee. Muskeln passten da nicht ins Bild. Es hat sich viel geändert und in diesem Fall sogar zum Besseren. Denn genauso wie ein Mann, fühlt sich eine Frau besser, wenn sie stark ist.

Am Dienstag (Tag 264) wärmte ich mich mit dem Zimmerfahrrad auf (5 km / Stufe 2). Danach war die Übungseinheit Beine und Core dran. Diese Einheit empfinde ich als extrem anstrengend und diesmal hatte ich sogar noch ein wenig Muskelkater, so daß ich vorher mit mir gehadert hatte, ob die Muskeln schon bereit seien für diese Einheit. Nach dem Aufwärmen und während der Übungen vergaß ich die Frage nach dem Muskelkater völlig. Und hinterher fühlte ich mich sogar besser als vorher!

Am Mittwoch (Tag 265) radelte ich 5 km auf Stufe 2 mit dem Zimmerfahrrad.

Am Donnerstag (Tag 266) radelte ich 10 km auf Stufe 2 mit dem Zimmerfahrrad. Es tat richtig gut, mal wieder etwas für die Ausdauer zu tun. Krafttraining macht zwar stark, aber nicht glücklich. Dagegen kann ich mit Ausdauertraining Glückshormone loseisen, die dann durch meinen Körper strömen.

Am Freitag (Tag 267) war nach dem Aufwärmen (Zimmerfahrrad 5 km / Stufe 2) Schultern und Brust dran.

Heute, am Samstag (Tag 268) radelte ich 10 km auf Stufe 2 mit dem Zimmerfahrrad. Meine Ausdauer ist durch die Beschränkung in den letzten Monaten auf das Krafttraining soweit reduziert, daß ich schon nach 10 km ermüde. Das wird sich aber bald ändern!

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Stark sein macht Spaß!

Tag 261. Die Kraft ist fast wieder da. Es fehlt nur noch ein kleines bisschen. Die Besonderheit dieser Woche war eine winzige Joggingrunde im Park am Morgen. Da konnte ich wieder feststellen, daß immer noch gilt: „Laufen macht glücklich!“ Leider kratzt seitdem der Hals. So will ich erst mal warten, bis das Kratzen aufhört, bevor ich mich an die nächste Runde wage. Derweil widme ich mich weiterhin dem Krafttraining, denn Stark sein macht Spaß!

Am letzten Sonntag (Tag 255) bin ich 5 km auf Stufe 1 mit dem Zimmerfahrrad geradelt.

Am Montag (Tag 256) habe ich mich nach dem Aufwärmen (5 km Stufe 2) auf Beine und Core gestürzt. Es war anstrengend, aber es ging besser als gedacht.

Am Dienstag (Tag 257) war nach dem Aufwärmen (5 km / Stufe 2) Schultern und Brust dran.

Am Mittwoch (Tag 258) wärmte ich mich auf (5 km / Stufe 2). Danach widmete ich mich der Einheit Oberarme- und Unterarme. Auch diese Einheit beinhaltet letztendlich Ganzkörpertraining mit Schwerpunkt Arme. Die Übungen sind genauso schwer, wie die Gewichte die ich wähle. Man kann jede Übung sehr gut an die Fähigkeiten des Körpers anpassen. Es ist sehr wichtig, um den Körper gesund zu erhalten, nicht zu schwere Gewichte zu wählen. Da die Sonne so freundlich in die kalte Welt ihr Licht warf, spazierte ich über Mittag zum Ententeich (3,5 km). Vor mir lief ein Mann in dem Tempo, das auch ich schaffte. Es sah gemütlich aus, aber es sah nach Laufen aus. Warum also nicht wieder laufen? Gegen die kalte Luft könnte ich ja ein Tuch vor den Mund nehmen. Mal sehen!

Am Donnerstag (Tag 259) stand ich lange vor Sonnenaufgang auf. Ich lief ganz gemütlich drei Kilometer im Park. Obwohl es noch dunkel war, war ich nicht allein. Hunde mit blinkenden Leuchthalsbändern wurden ausgeführt, Jogger drehten ihre Runden. Ich trabte ganz langsam vor mich hin. Es fühlte sich wunderbar an. Ich hatte den Mund mit einem Tuch verdeckt und war ziemlich warm angezogen. So konnten mir die Minusgrade und der Wind nichts anhaben. Der Ententeich war zugefroren. Wieder zu Hause, war ich ungemein glücklich. Endlich wieder gelaufen! Juhu! Mal sehen, wie die Atemwege reagieren.

Am Freitag (Tag 260) radelte ich zum Aufwärmen (5 km / Stufe 2). Ein Kratzen im Hals erinnerte noch an die kleine Joggingrunde vom Morgen davor. Ich widmete mich Sixpack und Core. Es ging gut.

Heute, am Samstag (Tag 261) war nach dem Aufwärmen (5 km / Stufe 2) Beine und Rücken dran. Im Hals kratzte es immer noch. Es war aber nicht schlimmer geworden, was ja gut ist.

Wie Wasser

Tag 226. Ein kleiner Infekt hatte mich zur Mitte der Woche hin angegriffen. Im Kampf gegen den Infekt folgte ich der militärischen Taktik des Generals Sunzi aus uralten Zeiten. Laut General Sunzi müsse militärische Taktik dem Wasser ähnlich sein; denn das Wasser strömt in seinem natürlichen Lauf von hohen Orten herunter und eilt bergab. Es bahnt sich seinen Weg entsprechend der Natur des Bodens, auf dem es fließt. Sunzi sagt: „Wie das Wasser erkämpft sich der Soldat seinen Weg entsprechend der Natur des Feindes, dem er gegenübersteht.“ Ich verhielt mich wie Wasser, das keine Form kennt und den Hindernissen ausweicht. Ich mied das Krafttraining als wäre ich Wasser, das ein Hindernis umfließt. Wie das Wasser sich ein weiches Bett sucht, suchte ich die leichten Radel-Einheiten und gestaltete die Tage entspannt. Der Körper konnte so mit aller Kraft den Infekt bekämpfen. Durch die Ausweich-Taktik des Sunzi konnte ich schnell meinen Weg zur Stärke weiter gehen und die Strategie, die zum Gesamtsieg führt, weiter verfolgen.

Am letzten Sonntag (Tag 220) wärmte ich mich auf Stufe 4 mit dem Fahrrad 6 km auf. Danach war Beine und core dran. Auf die vergangene Woche schaute ich mit Wohlgefallen zurück. Ich hielt gut durch und meine Stimmung war gut.

Am Montag (Tag 221) wärmte ich mich mit dem Rad auf (5 km auf Stufe 4). Danach machte ich die Einheit Brust und Arme. Auf die Hantel schraubte ich ein halbes Kilo mehr als in den letzten sechs Wochen. Es ging erstaunlich gut. Meine Laune war bestens und ich freute mich an meiner Kraft und am Leben. Draußen regnete es leise und nieselig. Ein grauer Tag. Die Luft war frisch und kalt. Endlich! Nach dem abendlichen Radeln (5 km auf Stufe 4) dehnte ich mit Stretch und Relax.

Am Dienstag (Tag 222) radelte ich beim Fernsehen 10 km am Stück auf Stufe 4. Das ging gut. Ich war glücklich.

Am Mittwoch (Tag 223), wir hatten endlich die Heizung angestellt, war die Nase verstopft und ich fühlte mich matt. Nach dem normalen Tagesgeschäft schonte ich mich und radelte 5 km auf Stufe 1. Danach ging ich mit „Die drei Sprünge des Wang-lun. Chinesischer Roman“ von Alfred Döblin ins Bett. Die Sprache ist knapp, rasant und bildhaft. Expressionistische Neuwortschöpfungen erfreuen den Leser. Zur Klarstellung sei noch gesagt, daß das Buch von Döblin gar nichts mit dem chinesischen General Sunzi zu tun hat.

Am Donnerstag (Tag 224) erwachte ich leicht verschnupft. Der Taktik des General Sunzi folgend schonte ich meinen Körper. Abends radelte ich 5 km auf Stufe 1.

Am Freitag (Tag 225) fühlte ich mich wieder etwas besser. Ich radelte 5 km auf Stufe 4. Danach machte ich die Einheit Sixpack und core. Ich schwitzte mehr als sonst und ließ teilweise die letzten Wiederholungen aus – ganz ohne schlechtes Gewissen, denn ich befolgte nur die Wasser-Taktik des großen chinesischen General Sunzi aus uralten Zeiten. Später entdeckte ich ein Video auf YouTube mit dem professionellen französischen Radler Guillaume Bonnafond. Für das Video fuhr er einmal den Berg normal hoch. Danach radelte er mit einer Maske über Mund und Nase, die eine Copd mit einer Obstruktion von 50% simulierte. Auch mit der Maske schaffte er den Berg – aber wie! Torkelnd und stöhnend. Oben angekommen sank er total erschöpft in die Polster des Begleitfahrzeugs und erzählte, er sei beinahe in Ohnmacht gefallen. Ha! Das habe ich mir immer gewünscht, mal zu sehen, wie ein voll aus trainierter Profi mit so einer Obstruktion zurecht kommt. Jetzt hasse ich die Leute noch mehr, die behaupten, Laufen fange überhaupt erst bei 7 km/h (8 Min pro Kilometer) an. Die sollen sich das Video angucken und dann sollen sie mir noch einmal ins Gesicht sagen, langsames Laufen sei kein Laufen! Was maßen diese Leute sich an!

Heute, am Samstag (Tag 226) waren Beine und Rücken nach der üblichen Radel-Einheiten (5 km auf Stufe 4) dran. Es ging ganz gut und so kann ich nächste Woche wieder frohgemut und voller Energie ans Werk gehen.

Kraft, Kraft – Löwenkraft!

Tag 219. Kraft, Kraft – Kraft, Kraft singt es in mir. Kraft, Kraft – Löwenkraft! Draußen herrscht weiter die staubige Dürre, auch wenn die Wetterprognostiker immer wieder Regen versprechen. Das Wetter hält sich einfach nicht daran! Da ist die Entdeckung des Split-Krafttrainings, das Dr. Daniel Gärtner dankenswerterweise über YouTube zur Verfügung stellt, für mich und meine Lunge geradezu die Rettung. Ohne diesen Kurs wäre ich glatt in Depressionen versunken oder ich hätte mir meine Lunge beim Joggen draußen vollends ruiniert. So überbrücke ich die Zeit bis zum nächsten Lauf mit Vergnügen. Ich stelle meinen Laptop in Augenhöhe und turne mit diesem grandiosen Sportler und seiner Gruppe. Das macht Spaß! Die Anleitung, damit man nichts falsch macht, könnte wohl bei einem Lehrer in Natur kaum besser sein. Also: Danke!

Am letzten Sonntag (Tag 213) wärmte ich mich 5 km auf Stufe 4 (von 8 Stufen) mit dem Zimmerfahrrad auf. Dabei legte ich keine Verschnaufpausen ein – auch keine Kurz-Spurts bis 30 km/h. Danach war Brust und Arme dran. Meine Hanteln belasse ich noch bei je 3,7 kg. Noch reicht mir die Belastung. Ich merke aber, daß es leichter wird. Die Liegestütze, bei denen die Füße auf dem Stuhl liegen, variierte ich. Meine Füße lagen diesmal auf einem Gymnastikball. Ich musste mehr schnaufen, weil die Koordination aller Muskeln und dazu zählen die Atemmuskeln eben auch, gar nicht so einfach ist.

Am Montag (Tag 214) wärmte ich mich mit dem Fahrradergometer 5 km auf Stufe 4 auf. Danach kam die Einheit Sixpack und core. Hier sind keine Hanteln vorgesehen. Ich hatte diese Übungen das letzte Mal an Tag 201 gemacht. Da waren sie mir eher leicht gefallen. Diesmal aber erschienen sie mir ziemlich anstrengend. Abends dehnte ich mich nach dem Aufwärmen (5 km / Stufe 2) mit Stretch und Relax.

Am Dienstag (Tag 215) holte ich neue Lungenfunktionswerte beim Arzt ab. Der FEV1 war zum dritten Mal bis auf die Nachkommastelle identisch mit der Messung zuvor. Wahrscheinlich hätte ich wie bei einer Schnapszahl einen ausgeben müssen. Der Atemwegswiderstand war erhöht. Das habe ich ja gemerkt, die Atmung ging nicht so gut. Na was soll‘s. Die Medikation wurde angepasst und so wird die Lungenfunktion weiterhin stabil bleiben – hoffentlich! Ja, ganz sicher, garantiert! Wieder zu Hause wärmte ich mich auf (5 km / Stufe 4) und widmete mich der Einheit Schultern und Brust. Abends dehnte ich mich nach nochmaligem Aufwärmen mit dem Fahrradergometer (5 km / Stufe 4) mit Stretch und Relax.

Am Mittwoch (Tag 216) ging es gleich am Morgen weiter mit Aufwärmen (5 km / Stufe 4) und der Einheit Beine und Rücken. Wie jede andere Einheit auch, wird diese mit einem kurzen Training für die Bauchmuskeln beendet. Dann kommt nur noch das Cool Down. Ich empfand die Bauchmuskelübung als extrem hart. Der Körper hält immer wieder eine Überraschung bereit. Dafür war das sonstige Training für mich anstrengend, aber durchaus machbar. Nach der Sommerpause bin ich jetzt in der neunten Woche, seitdem ich diese Trainingseinheiten ganz regelmäßig mache. Da hat sich schon etwas getan. Nicht nur optisch, sondern eben auch kraftmässig. Ich frage mich, wann ich das Gewicht erhöhe. Ein Teil von mir möchte das möglichst bald machen. Ein anderer Teil mahnt und warnt vor Übereilung. Welcher Teil wann gewinnt, wird sogar für mich selbst spannend sein. Abends widmete ich mich nach dem Aufwärmen (5 km / Stufe 2) dem Dehnen mit Stretch und Relax. Stufe 4 war mir zu anstrengend.

Am Donnerstag (Tag 217) wärmte ich mich wieder mit dem Radel auf (5 km / Stufe 4). Dann machte ich die Einheit Oberarme- und Unterarme. Der Trizeps am Arm fand die Turnerei extrem anstrengend. Die anderen Muskeln waren zufrieden. Abends widmete ich mich dann in aller Ruhe nach dem Aufwärmen (5 km / Stufe 4 ) Stretch und Relax.

Am Freitag (Tag 218) war mein fauler Tag. Ich fuhr abends gemütliche 5 km auf Stufe 1 mit dem Fahrrad. Ein Kurz-Spurt mit 40 km/h war trotzdem möglich! Das war‘s.

Heute, am Samstag (Tag 219) radelte ich wieder 5 km auf Stufe 1. Die lockende Stimme in meinem Inneren sang lauter als gestern Kraft, Kraft – Löwenkraft! Die Sportwissenschaft sagt aber: „Muskeln wachsen in der Pause!“. Deshalb geht es erst morgen wieder ans Werk! Und dann singt der ganze Körper wieder: „Kraft, Kraft – Löwenkraft, !“

Stufe 4

Tag 212. Es ist schon seltsam, daß der Körper gestärkt wird, wenn er belastet wird -außer den Ohren, denn die leiden ja unter Belastung. Manchmal muss ich mich zum Turnen aufraffen. Es lohnt sich aber sehr! Die körperliche Geschicklichkeit, die Gewandtheit und die Leichtigkeit verbessern sich spürbar. Die neugewonnene Kraft macht Spaß. Solange mir die Atmung nicht ganz so leicht fällt, ist das Krafttraining ein guter Ersatz für das Laufen. Was allerdings fehlt, ist die Freiheit, die das Laufen vermittelt.

Am letzten Sonntag (Tag 206) beschränkte ich mich auf 5 km mit dem Zimmerfahrrad. Ich stellte es auf Stufe 1. Der Besuch war weg und nun wirkte die Anstrengung der Woche nach. Ich gönnte mir diesen „Ruhe“-Tag.

Am Montag (Tag 207) kämpfte ich noch mit einer leichten Müdigkeit. Zog aber nach dem Aufwärmen mit dem Rad (5 km / Stufe 3) die Einheit Beine und core durch. Ich nahm sogar zu den „reverse Squat“, bei denen man mit einem Bein auf den Stuhl steigt und wieder runter, meine schweren Hanteln (3,7 kg). Das war schwer und ich musste nach 5 dieser Rückwärtskniebeugen eine Atempause einlegen. Die vorgesehenen 25, 20 und 15 pro Bein haben dadurch länger gedauert. Geschafft habe ich es aber trotzdem! Zum Stretchen konnte ich mich abends aber nicht mehr aufraffen. Der Core-Bereich des Körpers hatte durch die schweren Hanteln einen starken Reiz erhalten. Da wollte ich nicht noch das Dehnen drauf setzen. Einen heftigen Muskelkater kann ich nicht gebrauchen.

Am Dienstag (Tag 208) war ich immer noch müde und lustlos. Ich fuhr auf dem Fahrradergometer 5 km auf Stufe 1.

Am Mittwoch (Tag 209) machte ich die Einheit für Schultern und Arme. Vorher wärmte ich mich mit dem Zimmerfahrrad auf. Diesmal wählte ich für die 5 km Stufe 4 von acht Stufen. Bis jetzt bin ich nur einmal im April auf Stufe vier gefahren. Damals erschien mir das unendlich schwer. Diesmal war es schwer, aber mit Pausen könnte ich mir vorstellen, es wieder zu tun. Abends machte ich nach erneutem Aufwärmen mit dem Zimmerfahrrad (5 km / Stufe 3) Stretch und Relax.

Am Donnerstag (Tag 210) fuhr ich auf dem Zimmerfahrrad 5 km auf Stufe 1.

Am Freitag (Tag 211) wärmte ich mich wieder 5 km auf Stufe 4 mit dem Zimmerfahrrad auf. Danach war die Einheit Beine und Rücken dran.

Heute, am Samstag (Tag 212) hatten wir ein sättigendes Mittagessen. Da kam ich dann erst gegen Abend zum Aufwärmen mit dem Zimmerfahrrad (5 km / Stufe 1) und dabei beließ ich es. Die beiden Radtouren auf Stufe 4 in dieser Woche sorgten für einen fauchenden Muskelkater. Danach war Stufe 1 schon anstrengend.

Ausgebremst

Tag 205. In der Woche zuvor hatte mich ein Infekt etwas ausgebremst. Nach einem Tag fühlte ich mich besser. Aber ich wollte geduldig sein und mich schonen. So verfiel ich auf eine gute Idee. Ich fing nicht zu früh mit dem Krafttraining an, sondern entstaubte unsere Wohnung. Jetzt, da der Winter kommt und die Fenster wieder geschlossen werden, lauerte überall der Staub, den der Sommer durch die offenen Fenster hereingetragen hatte. Beim Entfernen des Staubes konnte ich die neugewonnenen Kräfte sinnvoll einsetzen. Das hat Spaß gemacht. Zusätzlich waren die drei Treppen zum Mülleimer mit schweren Zeitungsstapeln ein erstklassiges Training. Die Heizperiode kann beginnen. Kein Staubkörnchen wird mehr aufgewirbelt werden.

Am letzten Sonntag (Tag 199) fuhr ich einmal 5 km auf Stufe 1.

Am Montag (Tag 200) hatte ich den leichten Infekt besänftigt. Ich lief die Ententeichrunde (4 km). Erst war ich froh und es lief gut. Dann kam der Wind und die Atmung wurde schlechter. Der verdammte Staub knirschte zwischen den Zähnen.

Am Dienstag (Tag 201) wärmte ich mich mit dem Zimmerfahrrad 5 km lang auf Stufe 3 auf. Danach machte ich Einheit Sixpack und core. Da ich gut erholt war, fiel mir diese Einheit leicht. Die Übungen werden mit dem eigenen Körpergewicht durchgeführt. Ich konnte recht gut mithalten. Da wir diese Woche Besuch haben, habe ich abends nicht den Nerv zum Stretchen. Das muss ein paar Tage ausfallen.

Am Mittwoch (Tag 202) erfreute ich mich nach dem Aufwärmen mit dem Zimmerfahrrad (5 km / Stufe 3) an den Übungen für Schultern und Brust. Teilweise werden die Übungen mit Hanteln aufgeführt. Sie fielen mir nicht so schwer. Ich kann wohl bald ein weiteres halbes Kilo auf die Hanteln schrauben. Aber lieber warte ich noch ein bisschen. Denn die Gelenke und die Sehnen brauchen mehr Zeit als die Muskeln. Auch hier heißt das Zauberwort Geduld. Nachmittags gab es dann für den Besuch meinen legendären frischgebackenen Apfelkuchen.

Am Donnerstag (Tag 203) habe ich nach den 5 km auf Stufe 3 mit dem Zimmerfahrrad etwas für Beine und Rücken getan. Ganz leise keimte manchmal der Verdacht auf, daß die Atemnot zu einem Teil auch vom kraftlosen Körper kommt. Sicher kann ich das noch nicht behaupten. Ich bin gespannt, wie sich das nach längerer Zeit mit intensiverem Krafttraining entwickelt. Wobei ich glaube, daß ich keine Angst vor zu vielen Muskeln haben muss.

Am Freitag (Tag 204) ging ich spazieren (4 km). Es war ein Tag, an dem meine Atmung überhaupt nicht so wollte wie ich.

Heute, am Samstag (Tag 205) war nach dem Aufwärmen mit dem Zimmerfahrrad (5 km / Stufe 3) Brust und Arme dran. Die Atmung ging wieder etwas besser. Beinahe hätte ich nach dem schlechten Tag gestern, nicht geturnt. Aber ich dachte, versuch es wenigstens. Das war gut so. Denn ich kam gut zurecht und nach dem Turnen fühle ich mich immer sehr gut. Ab morgen wird dann auch wieder gedehnt.

Drei Treppen

Tag 177. Das Krafttraining hat mich voll in seinen Bann gezogen. Das ist für den Leser/die Leserin vielleicht etwas langweilig. Ich erlebe gerade, wie die Kraft Wohnung in meinem Körper bezieht. Das ist ein grandioses Gefühl. Wunderbar am Krafttraining ist, daß ich meine Muskeln wirklich spüre. Das tut gut, auf eine andere Weise als das Laufen in der Natur. Aber es tut eben doch gut. Und gerade jetzt, wo ich unmittelbar an der Schwelle des Eingangs zum Club der 60-jährigen stehe, denke ich, es ist nicht nur ein gutes Gefühl, das ich mir da verschaffe, sonder es ist auch sehr vernünftig. Denn so eine schwache Alte will ich nicht werden. Mir reicht schon, daß ich mehr schnaufen muss als normale Leute. Wenn da noch Schwäche dazu käme, wäre das fatal. Und ich schwöre allen, die denken: „Aber ich hasse Sport!“, wenn man bescheiden anfängt, macht das allmählich jedem Spaß. Denn es tut dem Körper so gut und das Dankeschön des Körpers fühlt sich an wie „Spaß“.

Am letzten Sonntag (Tag 171) radelte ich 5 km zum Aufwärmen mit dem Zimmerfahrrad auf Stufe 2 von 8. Danach machte ich Sixpack und core, was mir gar nicht so anstrengend erschien. Abends radelte ich zum Aufwärmen nochmal 5 km auf Stufe 2. Danach machte ich das therapeutische Dehnen. Das wiederum war langwierig und sehr anstrengend. Je zwei Minuten die Dehnhaltung durchhalten war nicht leicht und es war auch nicht schmerzfrei. Danach fühlte sich mein Knie, die Hüfte und die gesamte rückwärtige Muskulatur angenehm warm und weich an. Mir kommt es so vor, als wären diese Übungen sinnvoll, auch wenn ich mich dazu überwinden muss.

Am letzten Montag (Tag 172) radelte ich wieder zum Aufwärmen je 5 km auf Stufe 2. Mit Krafttraining bedachte ich Schultern und Arme. Diese Übungen waren schwer. Ich kann jedenfalls nicht mehr behaupten, daß ich nicht schwitze. Der Körper wird bei dem Training richtig warm und braucht Kühlung und das geschieht nun mal durch den Schweiß. Aber egal, dafür gibt es ja die Dusche. Abends widmete ich mich nach dem Aufwärmen dem therapeutischen Dehnen.

Am Dienstag (Tag 173) beschränkte ich mich auf die Ententeichrunde (4 km).

Am Mittwoch (Tag 174), nach dem Aufwärmen mit dem Zimmerfahrrad (5 km / Stufe 2), erfreute ich Beine und core. Dabei lief wieder der Schweiß. Bei mancher Übung musste ich eine zusätzliche Verschnaufpause einlegen. Ich habe aber das gute Gefühl, daß ich stärker werde. Gestern konnte ich sogar einmal die Treppe fast bis in den dritten Stock hinaufrennen, obwohl ich einige Einkäufe mitschleppte. Nur die letzte halbe Treppe ging nicht mehr. Als ich wieder Luft schnappen konnte, ging es mir gut. Ich war stolz, auch wenn noch ein kleines Stückchen fehlte.

Am Donnerstag (Tag 175) wärmte ich mich mit 5 km Radeln auf. Danach widmete ich mich den Übungen mit dem Schwerpunkt Brust und Arme. Es war anstrengend, wobei die Übungen ja so gestrickt sind, daß jeder sie an sein eigenes Leistungsvermögen anpassen kann.

Am Freitag (Tag 176) radelte ich zum Aufwärmen auf Stufe 3 von acht möglichen Stufen. Danach entschied ich mich wieder für Stretch und Relax. Das therapeutische Dehnen wird auf Dauer doch etwas langweilig.

Heute, am Samstag (Tag 177) radelte ich wieder 5 km auf Stufe 3 zum Aufwärmen. Danach kräftigte ich Beine und Rücken. Abends will ich wieder mit Stretch und Relax für die Geschmeidigkeit des Körpers sorgen.