Darf ich das?

Tag 121. Für mich ist die Umstellung auf die neuen Übungen hochinteressant. Ich decke Schwächen auf und ich erkenne Stärken. Es macht Spaß, den eigenen Körper immer wohnlicher zu machen. Mir geht es gut damit! Die Turntage machen mich glücklich. Ich spüre, wie die Kraft wächst und die Schwäche weicht. Es fühlt sich gut an, der Krankheit ein Schnippchen zu schlagen. Aber darf ich so viel Zeit mit meinem eigenen Körper verbringen. Darf ich das? Bin ich zu egozentrisch? Kreise ich nur um meine eigenes Wohlbefinden und vergesse die Sorgen der Welt? Reicht es, daß ich niemandem schade? Fragen über Fragen auf die ich auch keine Antwort weiß. Sobald sich der Körper angepasst haben wird, wird sich zeigen, daß die Übungen nicht mehr im Zentrum stehen. Das Leben wird sich nach einiger Zeit wieder normalisieren. Solange werde ich die Entwicklung genießen und mir den Spaß gönnen.

Am letzten Sonntag (115) machte ich morgens die Übungen mit den einbeinigen Kniebeugen. Am Abend war dann Beine und Core dran. Nach 30 Minuten wurde ich unterbrochen und verschob den Rest auf den nächsten Tag.

Am Montag (Tag 116) beendete ich die Beine und Core Übungseinheit. Das war anstrengend. Die Core-Übungen fallen mir nicht schwer. Aber dieses Auf und Ab auf einem Bein mit Theraband oder Hanteln fiel mir schwer. Dafür hatte ich mit dem Gleichgewicht keine allzu großen Probleme.

Am Dienstag (Tag 117) war dann Entspannung am See angesagt (19 km). Der Wald war sehr trocken. Es roch angenehm nach Harz. Die schattenspendenden Blätter waren satt grün. Die Luft war noch kühl und feucht. Am See stand ein kleiner Graureiher – wobei was heißt klein? Der Graureiher geht mir immerhin bis zur Hüfte, wenn wir beide stehen. Der Graureiher versteckte sich im Gebüsch und wir beobachteten einander. Zum Baden war mir an diesem Tag nicht zu Mute, also ging ich frohgemut wieder nach Hause.

Am Mittwoch (Tag 118) widmete ich mich den Übungen für Brust und Rücken. Während der Übungen ballten sich draußen dicke Wolken zusammen. Der erhoffte Regen kam erst in der Nacht. Es regnete kräftig und über mehrere Stunden. Etwas besseres konnte nicht passieren. Immerhin hatte es seit April erst einmal und nur recht wenig geregnet.

Auch am Donnerstag (Tag 119) regnete es weiter. Ich übte Sixpack und Core. Das beanspruchte meine Muskeln stark. Es machte wirklich Spaß. Wenn ich dabeibleibe, wird der Gewinn für die Atemmuskeln auch groß sein, glaube ich. Diese Kraftübungen verlangen eine kontrollierte Atmung. Und es ist gar nicht so leicht, das Zwerchfell bei der Einatmung zu entspannen, aber gleichzeitig die Bauchmuskeln anzuspannen.

Am Freitag (Tag 120) ging es wieder hinaus zum See in die Natur (19 km). Diesmal kam ich mit einem kräftigen Muskelkater zurück. Ah ja, die Vorbelastung plus 19 km zu Fuß erzeugt Muskelkater.

Heute, am Samstag (Tag 121) hindert mich der Muskelkater am Krafttraining. Auch dehnen ist bei Muskelkater keine gute Idee. Ich ziehe es daher vor, auf Stufe 1 immer mal wieder über den Tag verteilt insgesamt 10 km auf dem Fahrradergometer zu fahren.

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Entdeckerlaune!

Tag 114. Die gärtnerischen Videos versetzten mich in Entdeckerlaune. Ich habe Reserven in meinem Körper entdeckt, die ich wie Schätze heben kann. Und wieder ist Geduld gefragt. So schnell entwickeln sich Kräfte nicht. Das dauert! Aber es macht Spaß, wenn sich hier und da ein erste Verbesserung einstellt. Wenn der eine oder andere Hügel kürzer wird, wenn die eine oder andere Übung plötzlich doch nicht so schwer ist, freut sich der Mensch. Also dranbleiben, weiter machen und auch kleine Erfolge genießen. Die Kraft macht‘s! Aber ohne Spaß ist alles nichts, also immer gemach!

Am letzten Sonntag (Tag 108) versuchte ich mich vormittags an dem Video Beine und Rücken. Ich verwendete ein Theraband. Das war sehr anstrengend, hat aber großen Spaß gemacht. Schon an Tag 103, als ich mich am Video Brust und Rücken versuchte, hatte ich den leisen Verdacht, daß ich eine Schwäche im Rücken habe. Das hat sich bei diesen Übungen bestätigt. Zwischen den Schulterblättern bin ich schwach. Seltsam! Auch meine Beine sind enttäuschend schwach. Also gut, es ist nicht so schlimm. Aber ich musste kämpfen. Das hatte ich so nicht erwartet. Das zeigt mir, daß ich noch riesige Reserven habe, um meine Probleme mit der Lunge zu kompensieren. Also weiter, weiter lieber Körper, trage mich durch die Welt!

Am Montag (Tag 109) war ich am See (19 km). Es war ein kühler Morgen. Der Himmel war blau und die Sonne schien. Die Wassertemperatur war knapp 20 °C. Ich schwamm nur kurz. Es wurde mir schnell kalt.

Am Dienstag (Tag 110) beschränkte ich mich auf die kurze Baucheinheit und am Mittwoch (Tag 111) auf die drei Übungen, bei denen auch die Übung mit der einbeinigen Kniebeuge ist und die ich seit Februar 2017 mache. Meine Beine waren noch müde von den ungewohnten Übungen am Sonntag.

Am Donnerstag (Tag 112) war ich sehr früh am See (19 km). Ich war noch vor der angekündigten Hitze wieder zu Hause. Die Menschen schliefen fast alle noch. Der frühe Morgen war kühl. Die Vögel besangen lautstark den schönen Tag. Das Wasser im See war kalt und erfrischend. Die Wasserqualität nimmt allerdings von Mal zu Mal ab. Das Wasser war schon ganz grün und roch etwas muffig. Die Hitzeperiode dauert schon zu lang.

Am Freitag (Tag 113) war mein Körper müde. Ich machte die drei Rumpf-Stabi-Übungen, die ich seit Februar 2017 mache. Damals musste ich das Laufen für eine ganze Weile drastisch reduzieren, bis ich mich an diese Übungen gewöhnt hatte. Die neuen Übungen erfordern wieder eine vorübergehende Zurückhaltung beim Laufen. Ob man nun die Übungen mit dem eigenen Körpergewicht, mit dem Theraband oder mit Hanteln durchführt – es ist egal. Wie ich das gestalte, muss ich in den nächsten Wochen erproben. Ich bin schon ganz neugierig, wie sich alles entwickelt. Wieder werde ich Neuland betreten, das erobert werden will. Auf ins Abenteuer!

Heute, am Samstag (Tag 114) testete ich das Video von Dr. Gärtner für Schultern und Brust. Für die meisten Übungen war mein Theraband zu stark. So benutzte ich meine 1,5 kg leichten Hanteln. Und das genügte bei den Übungen, bei denen das Theraband zu schwer war. Ich freue mich schon auf die nächsten Wochen und auf das, was die Übungen bewirken.

Mehr Kraft!

Tag 107. Diese Woche experimentierte ich mit Übungen zur Körperkraft. Ich möchte noch mehr Kraft haben. Das hilft in allen Lebenslagen. Ich turnte einige Videos von YouTube nach. Es machte Spaß, auch wenn es manchmal anstrengend war. Daneben freute ich mich an meinen Ausflügen zum See.

Am letzten Sonntag (Tag 101) turnte ich das 50 minütige Video hier für Beine und Core mit Dr. Daniel Gärtner fast durch. Nach vierzig Minuten musste ich aber aufhören. Mein kleinen Atempausen reichten nicht, um das Durchhalten möglich zu machen. Mir war es zu viel. Ein prima Grund, dranzubleiben und zu versuchen, ob ich es irgendwann doch noch schaffe.

Am Montag (Tag 102) nutzte ich den Weg zum See zur Regeneration (19 km), denn die Anstrengung vom Vortag merkte ich deutlich. Es war ein besonders schöner Tag. Der Himmel war grau und wolkenverhangen. Von den Bäumen fielen dicke Tropfen, die übrig geblieben waren vom nächtlichen Regen. Die Waldwege waren feucht, die Luft war kühl und die Blätter satt und zufrieden grün. Die Schwimmrunde habe ich mir geschenkt. Das wäre zu viel gewesen. Im Park, auf dem Weg zum See sah ich auf dem Boden eine sehr junge Elster sitzen. Zwei Amseln flogen schimpfend um sie herum und attackierten die kleine Elster. Sie hüpfte zur Seite, das reichte aber nicht. Sie wurde von den beiden Amseln gezwungen, den Platz zu räumen und auf den nächsten Baum zu fliegen. Tja, so ist das, kleine Elster:

Amseln und Spatzen gehört der Boden,

Die Elstern aber besitzen im Luftreich des Baums

Die Herrschaft unbestritten.

Am Dienstag (Tag 103) machte ich morgens die Übungen mit den einbeinigen Kniebeugen. Abends testete ich das 50 Minuten-Video hier von Dr. Daniel Gärtner für Brust & Rücken. Ich nahm mir vor, falls es mir schwer fallen sollte, nur jeweils drei Wiederholungen pro Satz zu machen. Auf jeden Fall aber, wollte ich alle Übungen einmal ausprobieren. Schließlich habe ich alles mitgeturnt. Und es ging gar nicht mal so schlecht. Juhu!

Am Mittwoch (Tag 104) war ich am See (19 km). Die Luft war angenehm und ich konnte fast normal atmen. Auf dem Weg zum See sah ich eine Amsel mit weißen Flecken. Ich sah sie schon zum zweiten Mal. Das Tier hat eine eindrucksvolle und sehr hübsche Pigmentstörung. Im Wald waren die ersten Brombeeren schon zu erkennen. Oh je, der Sommer hat doch noch gar nicht richtig angefangen, da kommen schon die ersten Vorboten des Herbstes.

Am Donnerstag (Tag 105) widmete ich mich meinen üblichen Übungen mit der einbeinigen Kniebeuge.

Am Freitag (Tag 106) war ich recht früh am See (19 km). Die Sonne strahlte schon. Es stand ein heißer Tag bevor. Im schattigen Wald war die Luft noch weich und kühl. Auch die kurze Schwimmrunde kühlte mich angenehm ab. Erst auf dem Heimweg wurde es zu warm.

Heute, am Samstag (Tag 107) machte ich morgens meine üblichen Rumpf-Stabi-Übungen. Nachmittags testete ich das 50 Minuten-Video hier von Dr. Daniel Gärtner für die Unter- und Oberarme. Ich habe die meisten Übungen mit dem Theraband durchgeführt. Das klappt sehr gut. Man kann die Anstrengung dem eigenen Können anpassen.

Glücksschauer

Tag 30. Nach dreißig Tagen Teilnahme am dem Spiel „Täglich eine Sporteinheit“ fällt mein Resumé positiv aus. Das Spiel ist abwechslungsreich und fordert den ganzen Körper. Kraft, Beweglichkeit und Ausdauer sind Teilnehmer an diesem Spiel. Mit der Ausdauer bin ich ja schon lange sehr gut befreundet. Jetzt, da der Wald gerade sein neues Kleid mit dem zartesten Grün anlegt und Knoblauchdüfte den Wald durchziehen, stellt sich die Freude und das Glück von ganz allein ein. Mit Kraft und Beweglichkeit habe ich lange gefremdelt. Nun, da ich sie auch in meinen Freundeskreis aufgenommen habe, freunden wir uns allmählich miteinander an. Die Intensität kann ich anpassen, so daß der Muskelkater seine Rolle als Spielverderber ausgespielt hat. Er hat die Krallen eingefahren und schnurrt friedlich.

Am letzten Sonntag (Tag 24) radelte ich nach ausführlichem Dehnen am Abend 30 km auf Stufe 1 beim Fernsehen. Das Radeln auf Stufe 1 ist locker, aber doch nicht ganz ohne Anstrengung. Der ganze Körper wird warm und sogar etwas verschwitzt. Die Atemmuskulatur brannte auf den letzten 5 Kilometern, insbesondere das Zwerchfell. Das Radeln ist eine prima Abwechslung. Gegenüber dem Laufen liegt der Vorteil darin, daß sich die Belastung feiner dosieren lässt. Außerdem wage ich gelegentlich eine höhere Belastung. Ich könnte ja jederzeit abbrechen, denn ich bin ja schon zu Hause.

Am Montag (Tag 25) wanderte ich zum Badesee (18 km). Die Sonne schien. Die Luft war warm und mild. Noch waren die Bäume kahl wie im Winter. Nur ein Kirschbaum im Park stand schon in voller Blüte. Am Badesee sah ich, wie erstaunlich weiße Kröten oder Frösche im Wasser in der Nähe des Ufers herumschwammen. Das Wasser des Sees war 9 °C kalt. Auf dem Heimweg schaute mir ein Raubvogel aus 5 Meter Entfernung zu, wie ich an ihm vorbeiging. Überall begegneten mir Zitronenfalter und Schmetterlinge.

Am Dienstag (Tag 26) radelte ich im Zimmer 20 km auf Stufe 2. Diesmal konnte ich schon fast ohne Pause durchradeln. Ich wurde nur zwischendurch immer wieder etwas langsamer. Vor dem Radeln hatte ich meinen halbjährlichen Termin beim Lungenarzt. Die Werte der Lungenfunktion waren wie immer. Zusätzlich konnte ich sogar eine Kurve ohne Bauch pusten. Den Infekt hat die Lunge wohl schadlos überstanden.

Am Mittwoch (Tag 27) lockte mich der leichte Grünschimmer auf der Pflanzenwelt zumal das Wetter sehr schön war. Aber ich hatte leichten Muskelkater und war angemüdet. Da ich ja nicht mehr zu den Täglichläufern gehöre, konnte ich die Variabilität des neuen Spieles „Täglich eine Sporteinheit“ genießen und machte abends nur das 15-minütige Workout für die Arme mit Dr. Daniel Gärtner. Auch mit kleinen Päuschen ist die Übung sehr effektiv.

Am Donnerstag (Tag 28) gings wieder zum Badesee (18 km). Mal lief ich, mal wanderte ich. Klar ist das nach dem Infekt noch etwas anstrengend. Der allmählich ergrünende Wald hat mich für die Anstrengung voll entschädigt. Das frische, zarte grün berührte die Seele und löste kleine Glücksschauer aus. Am See war ein Graureiher. Im Wasser lagen auf dem Grund Frösche oder Kröten. Am Ufer war Laich zu sehen. Na, da wird es bald Kaulquappen geben. Die Wassertemperatur war 12 °C.

Am Freitag (Tag 29) machte ich am Morgen Stabi-Übungen. Die sind nach wie vor ziemlich anstrengend und saugen die Kraft aus der Muskulatur. Abends radelte ich auf Stufe 2 beim Fernsehen 20 km.

Heute, am Samstag (Tag 30) begann ich den Tag wieder mit Stabi-Übungen vom Arzt. Rumpfstabilität klingt etwas lächerlich, scheint aber für das Radeln, für das Schwimmen für das Laufen und sogar für das Sitzen am Schreibtisch wichtig zu sein. Abends habe ich noch ein paar Übungen für den Bauch eingeplant. Da lasse ich mich wieder von Dr. Daniel Gärtner anleiten. Das Acht Minuten Workout für ein Sixpack halte ich zwischendurch immer mal an, wenn ich außer Atem komme. Bei all der Turnerei lerne ich meinen Körper immer besser kennen und finde, er wird immer wohnlicher. Und wenn der kleine Kater schnurrt breitet sich Behaglichkeit und Wohlbefinden aus.

Tra la!

Tag 16. Leise und noch etwas verhalten singt in mir eine fröhliche Stimme. Die Kraft kehrt zurück, das Leben sprudelt wieder. Tra la! Der Frühling kommt. Er vertreibt die Eiswinde. Ich bin bereit. In der vergangenen Woche ging es mir täglich besser. Jetzt werde ich ungeduldig. Ich will das neue Spiel mit Läufen im Wald und zum See erproben. Sobald die Luft etwas milder ist, geht es los. Tra la!

Am letzten Sonntag (Tag 10) bin ich im Park 4 km spazieren gegangen. Ich hatte Muskelkater und war gestresst. So verzichtete ich auf allen Ehrgeiz und freute mich an den paar Sonnenstrahlen, die sich durch das graue Einerlei bohren konnten.

Am Montag (Tag 11) hatte ich weiterhin Muskelkater. Ich wanderte zum Waldrand und zurück (11 km). Auf dem Hinweg malte ein Mäusebussard selbstvergessen Kreise an den Himmel. Plötzlich erklang das Kriegsgeheul einer einzelnen Krähe. Sie flog auf den Bussard zu. Dann verschwand sie aus meiner Sicht und der Bussard schien in Ruhe seine Kreise zu ziehen. Aber als ich wenig später noch einmal aufschaute, da hackte die Krähe schon am Bussard herum und zwang ihn immer tiefer zu fliegen. Auf dem Rückweg sah ich eine Krähe mit einem Zweig für den Nestbau im Schnabel herumfliegen. Wenn man bedenkt, daß ein Bussard die kleinen Krähenkinder aus ihren Nestern raubt, dann versteht man, warum die Krähen die Bussarde angreifen.

Am Dienstag (Tag 12) radelte ich 25 km, während Dr. Who im Fernsehen lief. Nach einer Stunde hatte ich die 25 km abgeradelt (auf Stufe 1).

Am Mittwoch (Tag 13) radelte ich 20 km (auf Stufe 2) mit dem Zimmerfahrrad beim Fernsehen.

Am Donnerstag (Tag 14) schaute ich morgens aus dem Fenster und sah Schneegestöber! Der Muskelkater war verschwunden. Also entschied ich mich, das am Sonntag wegen Muskelkater ausgefallene Dehnen mit Dr. Daniel Gärtner nachzuholen. Zum Aufwärmen machte ich ein kleines Zirkeltraining aus Stabi-Übungen.

Am Freitag (Tag 15) fuhren mein Mann und ich zum großen Fluss hinter dem Berg. Es war sehr kalt und der Eiswind fegte über die Wasseroberfläche. Ich fror und es kam gar nicht in Frage, nach Hause zu laufen. So radelte ich zu Hause 20 km auf Stufe 2 vor dem Fernseher. Das radeln stärkt die Beinmuskeln. Das macht sich beim Treppensteigen angenehm bemerkbar. Die Idee mit dem Zimmerfahrrad hatte meine Schwester. Vielen Dank, die Idee war ausgezeichnet! Ich wäre über den Verlust des täglich Laufens nicht so leicht hinweggekommen. Danke!

Heute, am Samstag (Tag 16) wärmte ich mich mit 6 km Radeln auf Stufe 1 im Zimmer auf. Danach machte ich Stabi-Übungen. Die Kraft im Rumpf hat der Infekt gestohlen. Aber ich hole sie mir zurück!

Glück

Tag 1550. Kraft und Energie trugen mich durch diese Woche. Nur ein müder Tag schränkte mich ein. Ansonsten war ich guter Dinge und freute mich an der Welt da draußen. Täglich fühlte ich unbändiges Glück über meine wiedergewonnene Kraft und Ausdauer. Es gab heiße und kühle Tage. Beides gefiel mir. Ich hoffe der glückliche Zustand hält noch ein bisschen an.

Am letzten Sonntag (Tag 1544) turnte ich gleich am Morgen. Auf die Parkseerunde (7 km) begab ich mich erst am Abend. Die Sonne ging gerade hinter dem Horizont unter. Alles war in ein goldenes Licht getaucht. Unterwegs streikte die Atmung so sehr, daß ich mein Notfallmedikament nehmen musste. Als ich zu Hause war, war ich froh, daß ich die Runde durchgestanden hatte. Nervosität und Anspannung war von mir abgefallen. Die Atmung ging wieder normal. Unterwegs sind einige Karnickel und zwei Amseln über meinen Weg gehüpft. Danach habe ich geturnt.

Am Montag (Tag 1545) lief ich bei schönstem Wetter die Waldseerunde (15 km). Ich bin um den Bauernhof herum gelaufen. Das ist zwar etwas weiter und auch hügeliger. Die Aussicht über die Felder, die zum Bauernhof gehören, ist vom Hügel aus sehr schön. Die Sonne schien. Ein kühler Wind erfrischte. Majestätisch schwebten weiße Wolken über den Himmel. Es war ein Tag zum Jubilieren. Libellen jagten über den Waldwegen im Sonnenschein. Licht und Luft erfüllten die Welt. Es fühlte sich so an, als gebe es kein Übel.

Am Dienstag (Tag 1546) lief ich die Parkseerunde (7 km). Es war ein warmer Sommertag. Ein frischer Wind sorgte dafür, daß die Wärme angenehm war. Ich war wieder ungeduldig und rannte gegen die Atemnot an. Wenn es kalt wird, wird das sicher keinen Spaß mehr machen. Jetzt, in der Hitze, ist es aber sehr angenehm die Grenzen der eigenen Körperkräfte zu fühlen. Abends habe ich geturnt.

Am Mittwoch (Tag 1547) war ich auf der Waldseerunde mit Ausblick (15 km). Ich lief in schönstem Sonnenschein bei leichtem Wind. Der Himmel war blauer als blau. Schattiger Wald schützte mich davor, in der Hitze zu verglühen. Ich fühlte mich stark und glücklich. Yeah!

Am Donnerstag (Tag 1548) turnte ich am Morgen die gesamten Übungen durch. Abends lief ich kurz. Ich war müde wie selten.

Am Freitag (Tag 1549) lief ich die Parkseerunde (7 km). Es war meteorologischer Herbstanfang. Dementsprechend waren die Temperaturen um mehr als 10 °C kühler als am Vortag. Die Sonne hatte sich hinter einer grauen Wolkendecke verkrochen. Ein kalter Wind versuchte mich zu belästigen. Es gelang ihm aber nicht. Dank meiner neuen Muskeln wurde es mir schon auf dem ersten Kilometer richtig warm. Ich konnte in sommerlicher Bekleidung meine Runde absolvieren. Abends turnte ich.

Heute, am Samstag (Tag 1550) lief ich die Waldseerunde mit Ausblick (15 km). Es war ein kühler Tag. Beim Laufen wurde mir angenehm warm. Wieder reichte die sommerliche Bekleidung, während die Spaziergänger schon mit Jacken und langen Hosen unterwegs waren. Am See machte ich an der Hundebadestelle eine kleine Pause und schaute den Hunden zu. Sie gingen ohne weiteres zur Abkühlung in das Wasser. D.h., noch ist das Wasser nicht zu kalt. Ich war etwas neidisch, weil es dieses Jahr bei mir mit dem Schwimmen im See nicht so geklappt hat. Abends werde ich wohl wieder turnen. Die Statistik über August ist hier.

Optimistisch

1403. Die Welt wurde bunter. Überall blühte und grünte es. Angenehme Düfte lagen in der Luft. Meine Stimmung stieg. Zwei längere Ausflüge erfreuten diese Woche mein Gemüt. Dank der neuen Kräfte waren die Hügel flacher. Die frisch gestählten Muskeln kamen mit den längeren Läufen klar. Auch die Lunge war nicht mehr ganz so ungnädig, aber richtig glücklich war sie nicht. Wahrscheinlich muss ich ihr noch Zeit lassen. 2015 hatte ich im Februar den totalen Einbruch, konnte mich im März einigermaßen fangen, stürzte aber im April wieder ab und brauchte bis Juni um mich zu erholen. Diesmal war der Absturz nicht so krass. Ich darf also optimistisch sein.

Am letzten Sonntag (Tag 1397) schien die Sonne. Meine Ententeichrunde war mir zu kurz. Der Parkweg wird ohne Regen allmählich zur Staubpiste. Ich werde wohl wieder in der Frühe laufen, wenn der Tau den Staub noch am Boden hält.

Am Montag (Tag 1398) war der Sommerspuk vorbei. Es war wieder bewölkt und sah nach Regen aus. Ich turnte am Morgen. Es beeindruckte mich sehr, daß die Übungen immer leichter werden. Nur bei den einbeinigen Kniebeugen geriet ich gegen Ende außer Atem. Danach ging es auf die Ententeichrunde.

Am Dienstag (Tag 1399) war ich auf der Waldseerunde plus liebliches Tal (15 km). Das Wetter war auf angenehme Weise kühl. Regen lag in der Luft. Meine Atemwege haben sich kaum beschwert. Die beiden Wildgänse, die ich neulich erstmals am Waldsee gesehen hatte, waren immer noch da. Sie schwammen in der Nähe des Seeufers auf dem Wasser. Unterwegs sah ich zwei verschiedene Krähennester. Beide Male saß eine Krähe im Nest. Das Köpfchen schaute über den Rand. Es wird wohl bald junge Krähen geben.

Am Mittwoch (Tag 1400) turnte ich am Morgen. Der Vortag steckte mir noch in den Muskeln, aber es ging dennoch erstaunlich gut. Erst auf der abendlichen Ententeichrunde merkte ich, daß die Speicher leer sind.

Am Donnerstag (Tag 1401) lud ein kühler Frühlingstag mit Sonnenschein und blauem Himmel ein. Am großen Fluß hinter dem Berg fütterten wir die Enten. Auch hier waren chinesische Kaiserenten, die wir hier noch nie gesehen hatten. Danach begab ich mich allein auf den Berg. Von dort ging es zum Badesee. Auch dort waren chinesische Kaiserenten anzutreffen. Es scheint derzeit eine Invasion der chinesischen Kaiserenten stattzufinden. Im See badete eine Dame. Als ich mit meinem Thermometer für Kinderbadewannen die Wassertemperatur maß (13 °C am sonnigen, flachen Rand), kamen wir ins Gespräch. Die 78-jährige erzählte, daß sie täglich zum See joggt und auch bei Eis und Kälte badet! Von der nächsten Station, dem Waldsee, ging es schließlich nach Hause (14 km). Leider muss ich berichten, daß die Lunge mich besonders gegen Ende nicht glücklich machte. Vielleicht ist es vermessen, wenn ich mich beschwere. Denn so viele Leute gibt es ja auch wieder nicht, die aus eigener Kraft soweit kommen. Also kann ich eigentlich doch froh sein.

Am Freitag (Tag 1402) hatte ich endlich mal wieder Zeit und Kraft zum Dehnen. Es ist für mich eine wohltuende Sache, ohne die mein Körper nicht beschwerdefrei sein könnte. Danach bin ich locker die Ententeichrunde gelaufen.

Heute, am Samstag (Tag 1403) ging ich nur kurz auf die Ententeichrunde. Es war genau zu der Zeit, als die Sonne ihre wärmende Kraft an den Wolken vorbei zur Erde schmuggelte. Mir wurde es mit kurzärmeligem T-Shirt schön warm. Auf dem Ententeich glänzten die beiden Schwäne schneeweiß im Sonnenschein. Der Park war wieder grüner als gestern.